Wilder Müll-Streit am Mount Everest

Dach der Welt

Wilder Müll-Streit am Mount Everest

Die Armee soll den Mount Everest von 35.000 Kilo Müll befreien.

Die Massen an Bergsteigern am höchsten Berg der Welt haben im Laufe der Jahre in der Todeszone (Region oberhalb von 7.000 Metern) einen gewaltigen Müllberg hinterlassen. Nun sollen nepalesische Soldaten die 35 Tonnen Unrat bergen. Aber nicht nur das: Auch die Leichen gescheiterter Bergsteiger sollen ins Tal geschafft werden. Dies ist äußerst gefährlich. Die Leichen sind total vereist und wiegen meist mehr als 150 Kilo. Die Sherpas kritisieren deshalb nun auch den Plan der Regierung. 

Müll-Kaution funktioniert nicht

Die Bekämpfung des Plastikmülls in der Umgebung des Mount Everest hat schon vor Jahren eingesetzt: Vor sechs Jahren wurde eine Abgabe von 4.000 Dollar (rund 3.600 Euro) pro Bergsteigerteam eingeführt. Die Summe wird nur an jene Teams erstattet, die beim Abstieg vom Berg pro Kopf acht Kilogramm Müll mitbringen. Weniger als die Hälfte der Teams erfüllte diese Anforderung.
 
Die Zahl der Mount-Everest-Besteiger erreichte 2019 die Rekordmarke von 885. Davon nahmen 644 die Südroute aus Nepal und 241 die Nordroute auf der Seite Tibets. Elf Bergsteiger kamen am Mount Everest in diesem Jahr ums Leben. Insgesamt kommen pro Jahr rund 50.000 Touristen in die Region.
 
Die Aufsteigeberechtigung zum 8.848 Meter hohen Mount Everest kostet derzeit 11.000 Dollar. Eine Regierungskommission schlug in der vergangenen Woche vor, sie auf 35.000 Dollar zu erhöhen. Außerdem sollen Bergsteiger zunächst belegen, dass sie bereits einen 6.500er-Berg bezwungen haben.

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