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Erdbeben Mexiko

"Wir brauchen dringend weitere Hilfskräfte"

"Wir brauchen dringend weitere Hilfskräfte", appellierte die österreichische "Jugend Eine Welt-Projektpartnerin" Leopoldine Ganser nach dem verheerenden Erdbeben in Mexiko. "Die freiwilligen Helfer und Hunde sind seit 16 Stunden pausenlos im Einsatz, sechs Menschen konnten schon lebend geborgen werden. Doch es gibt weitere Verschüttete," berichtete sie von ihrem unmittelbaren Einsatzort.


Das von "Jugend Eine Welt" unterstützte Don Bosco Kinder- und Jugendzentrum im Armenviertel Chimalhuacan, einem Randbezirk von Mexiko-Stadt, hat Schäden davongetragen, verletzt wurde dort niemand. "Die Wände haben Risse, bis jetzt ist aber nichts eingestürzt", sagte die Oberösterreicherin Ganser.

Von Ärzte ohne Grenzen (Medecins Sans Frontieres, MSF) sind vier psychologische Teams in verschiedenen Vierteln in Mexiko-Stadt im Einsatz. Der Bedarf im Bundesstaat Morelos muss erst noch erhoben werden. Die Ärzte sind zudem im Bundesstaat Oaxaca tätig, der vor rund zweieinhalb Wochen von einem Erbeben betroffen war.

21 Fachärzte im Einsatz
Auch die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision setzt in Mexiko Psychologen zur Unterstützung von Erdbebenopfern ein. 21 Fachärzte kümmern sich vor allem um traumatisierte Kinder. Zudem seien zwölf Kinderschutzzentren in Mexiko-Stadt eingerichtet worden, teilte die Organisation am Donnerstag mit. Die Psychologen sind eine Gruppe von Freiwilligen aus Mexiko-Stadt. Sie werden von World Vision in ihrer Arbeit unterstützt und koordiniert. Die Schutzzentren seien sichere Orte, in denen Kinder Normalität inmitten des Chaos erleben und zur Ruhe kommen können, mit Spielzeug, Bastel- und Schulmaterial.

Die Rettungsarbeiten in Mexiko-Stadt wurden zeitweise von starken Regenfällen behindert, gingen aber unvermindert weiter, berichtete Sergio Medrano, Mitarbeiter von World Vision in Mexiko: "Ich habe Leute gesehen, die ihre Autos geopfert haben, um mit ihnen einsturzgefährdete Häuser abzustützen. Die Hilfsbereitschaft ist einfach unglaublich."

Die katholische Kirche Mexikos hat eine Solidaritätsaktion gestartet. Kirchen, Seminare, Schulen und andere katholische Einrichtungen in der Bebenregion - darunter auch die Guadalupe-Basilika in Mexiko-Stadt - wurden zu Herbergen sowie Notfall- und Verteilzentren umfunktioniert. Priester und Ordensleute leisten seelsorgliche und psychologische Hilfe, teilte die mexikanische Bischofskonferenz mit.

Beben und Stürme
 "Jetzt ist der Moment, um zu helfen", zitierte Kathpress ein Schreiben der Bischöfe. Zugleich machten sie darauf aufmerksam, dass nicht nur das Erdbeben vom Dienstag, sondern auch jenes vom 7. September sowie die in der Karibik vorbeiziehenden Hurrikans in Mexiko viele Opfer gefordert und Tausende Menschen obdachlos gemacht hätten: Die Wirbelstürme haben demnach in der Hauptstadt sowie in den Bundesstaaten Morelos, Tlaxcala, Puebla, Guerrero, Oaxaca, Chiapas, Baja California Sur, und Estado de Mexico zu heftigen Regenfällen und Überflutungen geführt. Angesichts der Naturkatastrophen sei eine Haltung der Hoffnung und Nächstenliebe nötig.
 

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