Wirbel um Transgender-Puppe für Kinder

Heftige Debatte

Wirbel um Transgender-Puppe für Kinder

Im Netz entbrannte eine wilde Diskussion über ein Foto einer weiblichen Puppe mit männlichen Geschlechtsteilen.

In Russland gehen die Wogen hoch. Der Grund: eine Transgender-Puppe für Kinder. Das Spielzeug, das in einem sibirischen Laden verkauft wird, schaut aus wie ein Mädchen mit langen blonden Haaren, hat allerdings männliche Geschlechtsteile.

Das Foto davon sorgt nun in russischen Internetforen für Aufregung, wie der britische "Dailystar" berichtet. Immerhin ist das Land für seine äußerst strenge Linie gegenüber der LGBTQ-Community bekannt.

Auch einige User zeigen sich darüber empört. "Ist es wirklich okay, solche Spielsachen für Kinder zu produzieren?", ätzt einer. Ein anderer greift gar die Eltern an, die dem Kind diese Puppe gekauft haben. "Ich denke, das ist wirklich schrecklich. Was geht wohl in den Köpfen der Eltern vor", heißt es in dem Kommentar.

Andere mutmaßen, dass es sich dabei nicht einmal um Absicht handeln muss, sondern ein Fehler des Herstellers sei. Diese Puppe ist die erste Transgender-Puppe in Russland. 2018 sorgte eine solche Puppe auch in Argentinien für Wirbel, als sie bei Toys R Us verkauft wurde.

Gender-neutrale Barbie geplant

Dass die verschiedenen Geschlechtsidentitäten bereits Kinder im frühen Alter kennenlernen könnten, scheint in Russland noch ein Problem darzustellen. Andere sind bei diesem Thema aber schon weiter. Eine Entwicklung, die auch bei großen Konzernen angekommen ist. Im September 2019 hatte Mattel angekündigt, eine gender-neutrale Barbie auf den Markt bringen zu wollen.

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