Bauernebel aus New York

"Hungerlohn": McDonald's-Arbeiter stürmen Hauptquartier

Der Kampf der Fastfood-Arbeiter um eine gerechtere Entlohnung eskaliert in den USA: Jetzt kommt es bei der McDonald's-Aktionärsversammlung zum Showdown.

Die nun bereits monatelangen Proteste für eine Anhebung der Mindestlöhne bei Fastfood-Arbeitern auf 15 Dollar pro Stunde eskalierten Mittwochabend: 100 Demonstranten und Gewerkschaftsführer wurden nach einem Sturm auf die McDonald's-Zentrale in Oak Brook nahe Chicago (US-Staat Illinois) vor der Aktionärsversammlung festgenommen, so Bloomberg News.
 
2000 Demonstranten. darunter 325 McDonald's-Arbeiter in ihren Uniformen, drangen in den Firmencampus ein, ein Großaufgebot der Polizei mit "Riot"-Ausrüstung drängte sie zurück. Die Menschenmenge wurde mit 32 Bussen herangekarrt, sie hielten Transparente mit der Aufschrift "We Are Worth More" oder "My Union My Voice" hoch. Wegen der Proteste rief die Firmenleitung die meisten der 3200 Angestellten im Headquarter auf, von zu Hause aus zu arbeiten, offiziell wegen "Verkehrsproblemen".
 
Für die Aktionärsversammlung wurden neue Protest angekündigt.
 
Die Demos und Streiks von Fastfood-Arbeitern richten sich gegen Hungerlöhne, die zu niedrig seien, um davon leben zu können: Im Schnitt erhalten Arbeiter 9,08 Dollar pro Stunde in der Fastfood-Branche, bei einer Vollanstellung 18.880 pro Jahr. Einige müssen für nur 7,50 Dollar pro Stunde servieren. McDonald's CEO Don Thompson, der das globale Fastfood-Imperium mit 34000 Restaurants leitet, wurde in 2013 hingegen mit einer totalen Kompensation von 9,5 Millionen Dollar vergütet.
 
Mehr Infos von unserem US-Korrespondenten Herbert Bauernebel auf AmerikaReport.de.
 

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