Coronavirus-Fälle: Hotel in Innsbruck gesperrt

Infizierte war Rezeptionistin

Coronavirus-Fälle: Hotel in Innsbruck gesperrt

Einsätze am frühen Dienstagabend im Gange - Sollen um 20.00 Uhr beendet werden - Quarantäne-Maßnahmen würden 'rasch und effizient' umgesetzt.

Innsbruck. Die beiden bestätigten Coronavirus-Fälle in Tirol haben nun auch weitreichende behördliche Maßnahmen zur Folge: Ein Hotel nahe der Innsbrucker Innenstadt, in dem die infizierte Italienerin arbeitete, wurde auf Anordnung des Landes vorübergehend gesperrt. Betroffen war auch die Wohnstätte der Italienerin in der Landeshauptstadt.

Die entsprechenden Einsätze hatten am frühen Dienstagabend begonnen und waren vorerst noch im Gange. Die Sperre des Hotels, in dem die Italienerin als Rezeptionistin gearbeitet haben soll, soll Informationen zufolge bis 20.00 Uhr andauern. Die Polizei wollte dies auf APA-Nachfrage aber vorerst nicht bestätigen.
 
© APA/EXPA/JOHANN GRODER
 
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Polizisten im Einsatz

Rund 15 Polizisten sowie Mitarbeiter der Sanitätsbehörde des Landes befanden sich im Einsatz. Gästen wurde der Zutritt zu dem Hotel verwehrt und ihre Daten aufgenommen. Die Einsatzkräfte trugen Atemschutzmasken, auch im Hotel befindliche Gäste wurden vereinzelt damit ausgestattet. Wie viele Personen sich zum Zeitpunkt der Sperre im Hotel befanden, war vorerst nicht bekannt.
 
 
 
 
 
Diese Maßnahmen geschehen, "um mögliche Kontaktpersonen zu eruieren und alle notwendigen Abklärungen vorzunehmen", hieß es in einer Aussendung des Landes. "Die Sicherheit und die Vorsorge sind nun unser oberstes Gebot. Dazu treffen wir alle nötigen Maßnahmen. Die Behörden sind in enger Abstimmung mit den Gesundheitseinrichtungen sowie der Arbeitsstätte der Frau", erklärte Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP), der in Absprache mit Bundeskanzler Sebastian Kurz, Innenminister Karl Nehammer (beide ÖVP) und Innsbrucks Bürgermeister Georg Willi (Grüne) die kurzfristigen Isolierungen angeordnet hatte.
 
Die Polizei unterstütze die Gesundheitsbehörden mit aller Kraft, um die Quarantäne-Maßnahmen "rasch und effizient" umzusetzen, betonte Nehammer. "Wir müssen gemeinsam alles tun, um eine Ausbreitung einzudämmen", so der Innenminister. Auch Bundeskanzler Kurz unterstrich am Rande seiner London-Reise die Wichtigkeit der Einsätze: "Es werden alle Maßnahmen gesetzt, um eine Ausbreitung bestmöglich zu verhindern. Das bedeutet, es wird gerade sowohl der Arbeitsort als auch der Wohnort abgeschirmt. Die Personen sind in Quarantäne und werden dort behandelt".
 
Die 24-jährige Italienerin hatte in Innsbruck gearbeitet und gewohnt. Ihr gleichaltriger Freund war zuletzt bei der Frau in der Tiroler Landeshauptstadt auf Besuch.
 
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Ansteckung an der Rezeption unwahrscheinlich

Eine der beiden Corona-Infizierten soll in einem Innsbrucker Hotel an der Rezeption gearbeitet haben. Dass sich Hotelgäste, die so mit ihr in Kontakt waren, damit automatisch angesteckt haben, dementiert der Leiter der Infektiologie der Med Uni Innsbruck Günther Weiss.
 
Seinem Informationsstand zu Folge bräuchte es für die Übertragung im Normalfall einen längeren Kontakt von rund einer Viertelstunde. Die Zeit an der Rezeption sei aber eine sehr kurze und damit gebe es eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit der Ansteckung, erklärte Weiss in der "Zeit im Bild 2" Dienstagabend. Der Zustand der beiden Innsbrucker Patienten, die aus Italien stammen, ist indes weiter stabil.
 

Innenminister: "Ausbreitung des Virus verhindern" 

Nach dem Auftreten der ersten beiden bestätigten Corona-Fälle in Tirol werde Österreich die Warnkette mit den italienischen Behörden noch engmaschiger knüpfen, "um noch entschlossener, noch schneller und mit aller Härte reagieren zu können", kündigte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) am Dienstagnachmittag in einer ersten Reaktion anlässlich eines Besuchs in der Polizeidirektion Salzburg an.
 
Konkret heiße das, man müsse sofort einschreiten, wenn sich Verdachtsfälle ergeben, wie kürzlich bei dem ÖBB-Zug, der am Brenner gestoppt worden ist. "Wir tun alles, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, und das in enger Abstimmung mit den Landeshauptleuten, den Landessanitätsdirektionen, den Landespolizeidirektionen und den involvierten Ministerien. Wenn eine Isolierung veranlasst wird, wird die Polizei alles tun, damit die Quarantänemaßnahmen eingehalten werden", sagte Nehammer.
 
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Auf die Frage, ob auch Sperren von Örtlichkeiten denkbar sind, sagte der Minister: "Das wird von Fall zu Fall, von Lage zu Lage neu beurteilt bzw. ständig evaluiert. Auf jeden Fall werden die Maßnahmen gesetzt, die möglichst effizient sind." Großveranstaltungen wie etwa das Fußball-Europa-League-Spiel am kommenden Donnerstag in Salzburg seien aktuell aber nicht betroffen. Derzeit werde geprüft, wie weit eine Ausbreitung durch die Kontakte der beiden infizierten Personen überhaupt möglich gewesen sei.
 
Zu den beiden bestätigten Fällen in Innsbruck sagte der Minister, dass nun die notwendigen Maßnahmen in Kraft treten würden. "Der Einsatzstab im Innenministerium tagt 24 Stunden, sieben Tage die Woche." Er stehe auch im Kontakt mit Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne), der gerade in Rom auf einer Konferenz der Gesundheitsminister Italiens und seiner Nachbarstaaten weilt. "Polizei und Behörden sind nun angehalten, jene Personen zu identifizieren, die zuletzt mit den beiden Infizierten in Kontakt standen." Diese könnten allenfalls ebenfalls isoliert werden, um eine weitere Infizierungskette zu verhindern.
 
Nehammer kündigte am Dienstag auch eine aktive Information der Bevölkerung an, damit nicht Gerüchte ein Informationsvakuum füllen können. "Das, was wir wissen und tun, wird der Bevölkerung klar kommuniziert."

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 23:06

Ansteckung an der Rezeption unwahrscheinlich

Eine der beiden Corona-Infizierten soll in einem Innsbrucker Hotel an der Rezeption gearbeitet haben. Dass sich Hotelgäste, die so mit ihr in Kontakt waren, damit automatisch angesteckt haben, dementiert der Leiter der Infektiologie der Med Uni Innsbruck Günther Weiss.

Seinem Informationsstand zu Folge bräuchte es für die Übertragung im Normalfall einen längeren Kontakt von rund einer Viertelstunde. Die Zeit an der Rezeption sei aber eine sehr kurze und damit gebe es eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit der Ansteckung, erklärte Weiss in der "Zeit im Bild 2" Dienstagabend. Der Zustand der beiden Innsbrucker Patienten, die aus Italien stammen, ist indes weiter stabil.

 22:57

Zustand von Infiziertem in Nordrhein-Westfalen kritisch

Düsseldorf. Der Zustand des mit dem Coronavirus infizierten Patienten aus Erkelenz ist nach Behördenangaben kritisch. Wie der Kreis Heinsberg am Dienstagabend mitteilte, war der Mann am Montagmittag mit Symptomen einer schweren Lungenentzündung im Erkelenzer Hermann-Josef-Krankenhaus aufgenommen worden. Der Mann ist nach dpa-Informationen Mitte 40, leidet aber an einer Vorerkrankung.

Im Kreis Heinsberg bleiben am Mittwoch Schulen, Kindertagesstätten und die Kreisverwaltung geschlossen, wie ein Sprecher des Landkreises am Dienstagabend der Deutschen Presse-Agentur sagte. Zurzeit werde auch noch überlegt den öffentlichen Personennahverkehr auszusetzen. Ein Krisenstab wurde im Landkreis eingerichtet. Man sei in engem Kontakt mit dem Gesundheitsministerium in Düsseldorf.

 22:55

Neue Infektion auch in Nordrhein-Westfalen

In Deutschland sind am Abend zwei neue Coronavirus-Erkrankungen publik geworden. Erstmals ist auch ein Patient im Bundesland Nordrhein-Westfalen nachweislich daran erkrankt. Wo sich der Patient angesteckt haben könnte, war zunächst unbekannt. Nur kurz zuvor war in Baden-Württemberg ein erster Coronavirus-Patient bestätigt worden.

In Nordrhein-Westfalen werde die Person aus der Stadt Erkelenz nun in die Uniklinik Düsseldorf gebracht, bestätigte ein Sprecher der Düsseldorfer Feuerwehr der Deutschen Presse-Agentur am Dienstagabend. Zuvor hatte die "Rheinische Post" darüber berichtet.

In Baden-Württemberg handle sich um einen 25-jährigen Mann aus dem Landkreis Göppingen, teilte das Gesundheitsministerium in Stuttgart am Dienstagabend mit. Er habe sich vermutlich während einer Italienreise in Mailand angesteckt. Der Patient sei nach seiner Rückkehr mit grippeähnlichen Symptomen erkrankt und habe Kontakt mit dem örtlichen Gesundheitsamt aufgenommen. Er solle noch am Dienstagabend in eine Klinik gebracht und dort isoliert untergebracht und behandelt werden.

 21:36

Erster Fall in Baden-Württemberg: Mann war in Mailand

In Baden-Württemberg gibt es den ersten bestätigten Coronavirus-Fall. Bei dem Patienten handle es sich um einen 25-jährigen Mann aus dem Landkreis Göppingen, teilte das Sozialministerium in Stuttgart am Dienstagabend mit. Er habe sich vermutlich während einer Italienreise in Mailand angesteckt.

Der Mann befinde sich in einer Quarantänestation im Krankenhaus. Auch alle Personen, die engen Kontakt mit dem Patienten gehabt hätten, würden sich nun in häuslicher Isolation befinden und ins Krankenhaus gebracht werden, sollten sie später Krankheitssymptome entwickeln.

 21:04

Erster Coronavirus-Fall in Algerien: Ein Italiener

Das nordafrikanische Land Algerien hat am Dienstagabend seinen ersten Coronavirus-Fall bestätigt. Bei dem Infizierten handelt es sich um einen Italiener, der am Montag der vergangenen Woche eingereist sei, berichtete das Staatsfernsehen. Der Mann sei in Quarantäne genommen worden, hieß es unter Berufung auf den Gesundheitsminister.

 20:43

UEFA beobachtet Coronavirus-Ausbreitung mit Blick auf EM

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) beobachtet die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus mit Blick auf die EM 2020 mit großer Aufmerksamkeit. "Wir sind in einer Phase des Abwartens und beobachten die Situation Land für Land: Der Fußball muss den Anweisungen der Regierungen in den einzelnen Staaten folgen", sagte UEFA-Vizepräsident Michele Uva dem italienischen Radiosender Rai.

Das EM-Eröffnungsspiel soll am 12. Juni in Rom stattfinden, das Turnier wird in zwölf Ländern ausgetragen. Italien ist aktuell das Land mit den meisten erfassten Coronavirus-Fällen in Europa. Konsequenzen für das Turnier seien nur "im Notfall" zu erwarten, sagte Uva. "Der sportliche Weg wird erst geschlossen sein, wenn sich die Situation verschlimmert", sagte der Italiener. Österreich bekommt es in der Gruppe C mit einem Play-off-Teilnehmer (14. Juni/Bukarest), den Niederlanden (18. Juni/Amsterdam) und der Ukraine (22. Juni/Bukarest) zu tun.

 20:40

Expertin: Schutzmasken bringen nur scheinbar Sicherheit

Derzeit sind für Menschen in Österreich keine eigenen speziellen Maßnahmen wegen des Coronavirus nötig. Das sagte Virologin Elisabeth Puchhammer-Stöckl am Dienstagabend im ORF-Fernsehen. Das Virus habe sich in Österreich bisher nicht ausgebreitet. Erst wenn das der Fall sei, solle man Menschansammlungen meiden, so die Expertin. Dann wären auch Maßnahmen wie in Italien angebracht.

Grundsätzlich sei Österreich sehr gut vorbereitet. Auch die Maßnahmen in Innsbruck würden funktionieren. Komme man aus einer betroffenen Region in Italien und spüre Symptome, dann sei es wichtig, so wie das in Innsbruck betroffene Paar nicht hinauszugehen. Stattdessen solle man beim Arzt oder der Servicehotline der AGES anrufen, so Puchhammer-Stöckl vom Zentrum für Virologie in Wien. Dann käme es gegebenenfalls zu einem Test auf das Virus.

"Ein falsches Wiegen in Sicherheit" brächten Atemschutzmasken, so die Expertin. "Für die Infektion von außen helfen die nicht." Eine Übertragung könne vielleicht eingeschränkt werden. Mehr Angst gebe es wegen des Coronavirus, weil es neu sei. Dazu gebe es einzelne sehr schwere Fälle vor allem bei älteren Menschen, gab Puchhammer-Stöckl zu bedenken.

Hat man einen Italienurlaub gebucht, dann gibt es einen kostenlosen Rücktritt nur, wenn man aktuell eine Reise in ein betroffenes Gebiet vor habe, sagte Barbara Forster vom Europäisches Verbraucherzentrum Österreich im ORF-Fernsehen. Ansonsten werde die Stornogebühr fällig. Je früher man absagt, desto günstiger ist die Gebühr.

 20:40

Einsatzstab trat zusammen

In Folge der ersten bestätigten Coronavirus-Fälle in Österreich ist am Abend im Innenministerium der Einsatzstab des Innenministeriums zusammengetreten, um gemeinsam mit den Vertretern aller Bundesländer sowie den zuständigen Gesundheitsbehörden alle weiteren Maßnahmen zu planen und zu koordinieren.

Auch mit den italienischen Gesundheits- und Sicherheitsbehörden bestehe ein enger Kontakt und regelmäßiger Austausch, teilte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) Dienstagabend mit.

 20:25

Nehammer: Aktuelle Lage zum Corona-Virus

"Nach dem Feststellen der zwei mit dem Corona-Virus infizierten Menschen in Tirol, wurde sofort deren persönliches Umfeld überprüft und deren Kontakte rekonstruiert, um alle weiteren notwendigen Maßnahmen zu koordinieren und in die Wege zu leiten", sagte Innenminister Nehammer am 25. Februar 2020 im Zuge eines Pressestatements. Das Hotel, in dem die beiden Infizierten aktuell wohnhaft sind, wurde samt allen anderen dort aufhältigen Menschen unter Quarantäne gestellt. Nehammer betonte, es bestehe auch weiterhin kein Grund zur Panik. "Nun treten die lange vorbereiteten Maßnahmen in Kraft und werden sorgfältig abgearbeitet, um auch weiterhin die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher zu gewährleisten", schreibt der Innenminister in einer Aussendung.

 20:18

Infektion in Südtirol bestätigt, neue Verdachtsfälle

In Rom durchgeführte Tests haben am Dienstag die Coronavirus-Infektion eines 31-jährigen Südtirolers bestätigt. Der Mann hatte sich in den vergangenen zwei Wochen in der Ortschaft Castiglione d'Adda in der Lombardei aufgehalten, in der die Infektion vergangene Woche ausgebrochen ist. Am Dienstagabend wurde vonseiten des Obersten Gesundheitsinstituts in Rom ein positives Ergebnis bestätigt.

Wie das Land Südtirol in einer Presseaussendung mitteilte, gab es am Dienstag vier neue Verdachtsfälle in Südtirol. Für einen dieser Fälle liegt inzwischen ein negatives Ergebnis vor. Die restlichen Analyse-Resultate sollen ehestmöglich mitgeteilt werden, hieß es.

In ganz Italien sind bisher nach Angaben des italienischen Zivilschutzes elf Todesopfer in Zusammenhang mit der in Norditalien ausgebrochenen Coronavirus-Epidemie registriert worden. Die Zahl der Infizierten kletterte unterdessen auf 322.

 20:18

AUA bietet unbezahlten Urlaub und Teilzeit für Crews

Die AUA schickt wegen des Coronavirus Mitarbeiter nach Hause. Weil wegen des Stopps der China-Flüge zwei der zwölf Langstreckenjets am Boden stehen, haben rund 150 bis 200 Mitarbeiter keine Arbeit. Ihnen wird unbezahlter Urlaub, Blockteilzeit und Bildungskarenz angeboten, sagte AUA-Chef Alexis von Hoensbroech am Dienstagabend zur APA. Die AUA reagiert wie der gesamte Lufthansa-Konzern auf die Krise.

Allein die Einstellung der Flüge nach China belaste die AUA deutlich, so Hoensbroech. Dazu kommt nun der Ausbruch in Italien. "Bis vor kurzem war das restliche Geschäft noch relativ stabil, aber wir sehen jetzt schon die ersten Anzeichen, dass eine allgemeine Nervosität entsteht und es auch zu Sekundäreffekten kommt, ganz speziell nach Asien, aber es ist natürlich auch schon absehbar, dass die Entwicklungen in Italien nicht gerade zu einer Belebung der Nachfrage führen", erklärte der AUA-Vorstandschef.

Die Devise lautet: "Kühlen Kopf bewahren, die richtigen Entscheidungen treffen und ansonsten beobachten wir, wie sich die Lage weiterentwickelt." Zu den Entscheidungen gehört auch das vorrübergehende Freistellen von Mitarbeitern. Das freiwillige Angebot zu Urlaub, Teilzeit oder Karenz gilt zunächst für den Zeitraum April bis Juni. Darüber hinaus gibt es ab sofort einen absoluten Aufnahmestopp, auch für bereits geplante Einstellungen.

 19:58

Opfer in Venetien - Bilanz auf elf Tote gestiegen

Das neuartige Coronavirus breitet sich weiter aus. In der norditalienischen Region Venetien ist ein weiterer Mensch an Covid-19 gestorben. Es handelt sich um eine 76-jährige Frau aus Treviso, teilte die Regionalregierung mit. Damit steigt die Zahl der dem Virus erlegenen Menschen in Italien auf elf.

Am Dienstag wurden in der Lombardei bereits drei weitere Todesfälle gemeldet, teilten die lombardischen Gesundheitsbehörden mit. Dabei handelt es sich um Personen im Alter von über 80 Jahren. Neun der zehn Todesfälle wurden bisher in der Lombardei gemeldet. Einen Todesfall gab es in der Region Venetien.

 18:56

Zahl der Opfer in Italien auf zehn gestiegen

Die Bilanz der Coronavirus-Epidemie in Norditalien steigt weiter: Am Dienstag wurden in der Lombardei drei weitere Todesfälle gemeldet, teilten die lombardischen Gesundheitsbehörden mit. Dabei handelt es sich um Personen im Alter von über 80 Jahren. Neun der zehn Todesfälle wurden bisher in der Lombardei gemeldet. Einen Todesfall gab es in der Region Venetien.

Die Zahl der Infektionen stieg am Dienstag auf 322 Fälle - 240 davon in der Lombardei. Erstmals gab es Infektionsfälle auch in Ligurien, in der Toskana und auf Sizilien.

 18:43

Anschober: "Keine Grenzschließung für Italien"

Italiens Nachbarländer wollen die Bemühungen der Regierung in Rom zur Eingrenzung der Epidemie aktiv unterstützen. Zugleich soll es zu keiner Grenzschließung zu Italien kommen, berichtete der österreichische Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Ende des Treffens mit mehreren europäischer Amtskollegen am Dienstag in Rom.

"Wir wollen in den nächsten Tagen und Wochen eng mit Italien zusammenarbeiten, um eine Begrenzung der Infektionen zu erreichen. Eine Grenzschließung haben wir ausgeschlossen, weil diese Maßnahme nicht angebracht wäre", sagte Anschober im Gespräch mit der APA.

Aus den jüngsten Infektionsfällen, die in Tirol, in der Schweiz und in Frankreich gemeldet wurden, gehe klar hervor, dass der Ursprung der Ansteckung in der Lombardei liege. "Es war zu befürchten, dass es auch in Österreich zu Infektionsfällen kommen würde. In den beiden Fällen in Tirol gibt es einen klaren Bezug mit der Lombardei. Man kann keinen Glassturz über Österreich errichten", sagte der Minister.

Anschober betonte, dass Österreich bereit sei, die "mutigen und rigorosen Maßnahmen" zu unterstützen, die die Regierung Conte bisher gegen die Epidemie ergriffen habe. Österreich werde in den nächsten Wochen engen Kontakt zu den italienischen Behörden pflegen. In zwei Wochen sollen die EU-Gesundheitsminister in Kroatien zusammenkommen, um die Entwicklungen der Coronavirus-Krise zu prüfen.

 18:09

Zweiter Fall auf Teneriffa - Ehefrau infiziert

Auf der spanischen Urlaubsinsel Teneriffa ist am Dienstag ein zweiter Coronavirus-Fall bekannt geworden. Die Ehefrau des mit Sars-CoV-2 infizierten italienischen Touristen sei ebenfalls positiv getestet worden, berichtete das spanische Fernsehen unter Berufung auf die Gesundheitsbehörden. Beide Patienten liegen isoliert in einem Krankenhaus auf der Kanareninsel.

Das Hotel, in dem das Ehepaar fast eine Woche lang Urlaub gemacht hatte, steht seit dem Morgen unter Quarantäne. Bei dem Mann handelt es sich den Angaben zufolge um einen 69-Jährigen aus der Lombardei. Rund 1.000 Menschen in dem Gebäude sind betroffen. Unter den isolierten Urlaubern befinden sich auch zwei Österreicher. Das gab das österreichische Außenministerium auf APA-Anfrage bekannt. Dem älteren Ehepaar aus Wien gehe es gut, es darf zunächst das Zimmer nicht verlassen. Die österreichische Botschaft in Madrid sei mit den beiden in Kontakt, hieß es.

Insgesamt sind nun fünf Covid-19-Fälle in Spanien bestätigt worden. Spaniens Ministerpäsident Pedro Sanchez rief die Menschen inzwischen zur Ruhe auf. Das öffentliche Gesundheitssystem des Landes sei hervorragend auf eine solche Krise vorbereitet, sagte er am Dienstag.

 18:07

"Euregio-Koordinierungsstelle" wird eingerichtet

Der Vorstand der Europaregion Tirol, Südtirol und Trentino hat Dienstagnachmittag bei einem Treffen der drei Landeshauptleute in Bozen die Einrichtung einer Koordinierungsstelle angekündigt. Es soll zwischen der Landessanitätsdirektion Tirol, dem Südtiroler Sanitätsbetrieb und dem Gesundheitsamt des Trentino, dem "Dipartimento Salute e politiche sociali", das gemeinsame Vorgehen vereinbart werden.

"Südtirol ist - wie die gesamte Europaregion - kein Infektionsherd", hielt Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) in einer Aussendung fest. Durch die Koordinierungsstelle würden sich die Länder der Europaregion "zur gegenseitigen Solidarität verpflichten", hieß es. "In Situationen wie dieser ist die Europaregion von besonderer Bedeutung", meinte auch Tirols Landeshauptmann und amtierender Euregio-Präsident Günther Platter (ÖVP).

In Italien sei indes eine Musterverordnung in Ausarbeitung - "eine für Gebiete mit Infektionsherden, eine zweite für die restlichen Gebiete", erklärte Kompatscher. Damit sollen Grundlagen für ein einheitliches Vorgehen geschaffen werden, was etwa die Öffnung von Schulen betrifft. Die enge Abstimmung, die bereits zwischen Südtirol und dem Trentino herrsche, werde nun auf die Europaregion ausgedehnt, kündigte der Trentiner Landeshauptmann Maurizio Fugatti an: "Wir haben in den vergangenen Tagen ähnlich reagiert und gleiche Maßnahmen gesetzt, die den internationalen Standards entsprechen."

 17:47

Italien-Rückkehrer dürfen vier Wochen kein Blut spenden

Eine der Maßnahmen, um die weitere Verbreitung des neuartigen Coronavirus in Österreich zu verhindern, betrifft die Vorschriften zum Blutspenden: Seit Montag werden Reisende aus Italien für vier Wochen vom Spenden zurückgestellt, sagte Gerry Foitik, Bundesrettungskommandant des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK), auf APA-Anfrage.

Die Inkubationszeit des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 liegt bei den allermeisten Patienten bei bis zu 14 Tagen. Die Maßnahme werde generell so gehandhabt, außer in Tirol, wo bei potenziellen Blutspendern, die zuvor in Italien waren, danach selektiert werde, in welchen Regionen sich die Personen konkret aufgehalten haben. Dort zahle sich eine solche Unterscheidung wegen der grenznahen Lage aus, erklärte Foitik. Zu jeder Zeit werden Blutspender nach ihrem Gesundheitszustand befragt und es wird vor der Spende Fieber gemessen.

Auch bei seinen Transportfahrten hat sich das Rote Kreuz auf das neuartige Coronavirus eingestellt. Derzeit werden laut dem Bundesrettungskommandanten wegen der SARS-CoV-2-Verdachtsfälle pro Tag durchschnittlich 15 bis 40 Infektionstransporte in ganz Österreich durchgeführt, mit besonderen Vorkehrungen vor, während und nach dem Einsatz, um eine Kontamination zu vermeiden. So viele derartige Transporte gebe es sonst in sechs bis zwölf Monaten. Am Montag beispielsweise seien es im Schnitt vier solcher Fahrten pro Bundesland gewesen.

 17:45

Rund 15 Polizisten im Einsatz

Im Einsatz befanden sich rund 15 Polizisten, teilte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) mit. Die Polizei unterstütze die Gesundheitsbehörden mit aller Kraft, um die Quarantäne-Maßnahmen "rasch und effizient" umzusetzen. "Wir müssen gemeinsam alles tun, um eine Ausbreitung einzudämmen", so Nehammer.

 17:29

Abstimmungsgespräch in Salzburg

Wie auf Bundesebene haben sich am Dienstag auch im Bundesland Salzburg Politik und Einsatzorganisationen über eine Vorgehensweise abgesprochen, sollte es auch hier zu bestätigten Corona-Fällen kommen. Grundsätzlich wolle man ein möglichst normales Alltagleben sicherstellen, betonte Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) nach der Besprechung vor Medien.

Allerdings sei auch in Salzburg mit Erkrankten zu rechnen, deshalb bereite man sich bestmöglich darauf vor, sagte Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz. Die beste Vorsorge sei es, sich an die Hygienetipps zu halten, also gründliches Händewaschen mit Seife. Muss man niesen oder husten, sollte man das in ein Taschentuch tun, oder ersatzweise in die Ellenbeuge.

"Wir wollen weder das Risiko kleinreden noch dramatisieren. Unser Fokus liegt darauf, eine mögliche Ausbreitung nach Möglichkeit einzudämmen", sagte der Landeshauptmann. Derzeit gebe es keine Veranlassung, Veranstaltungen abzusagen oder die Mobilität einzuschränken. Gesundheitsreferent Christian LHStv. Stöckl (ÖVP) wiederholte die Empfehlung, dass es bei Auftreten von grippeähnlichen Symptomen am besten ist, zu Hause zu bleiben und den Hausarzt telefonisch zu verständigen.

 17:27

Erklärung der Bundesregierung im Parlament

Die Regierung wird bei der nächsten Sitzung des Nationalrats kommenden Donnerstag eine Erklärung zur aktuellen Lage rund um das Coronavirus abgeben. Das kündigten die Klubchefs der Koalitionsparteien August Wöginger (ÖVP) und Sigrid Maurer (Grüne) per Aussendung an. Berichten werden zu Beginn des Plenums Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sowie Innenminister Karl Nehammer (ÖVP).

 17:21

Infizierte arbeitete in Hotel

Die mit dem Coronavirus infizierte Italinierin dürfte, laut "orf.at", in einem Hotel in der Innsbrucker Innenstadt gearbeitet haben. Nun beraten die Behörden das weitere Vorgehen.

 15:23

Suche nach Kontaktpersonen

Nun konzentriert man sich darauf alle Kontaktpersonen herauszufinden und zu indentifizieren, um sicher zu gehen, dass eine Ausbreitung des VIrus verhindert werden kann.

 15:11

Nur leichtes Fieber

Beide hatten leichtes Fieber. Lebensbedrohliche Symptome weisen sie nicht auf. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass die Erkrankung in den nächsten Tagen wieder abflaut. Zudem zeigt man sich positiv, dass man die Ausbreitung gut eindämmen könnte.

 15:09

Paar fuhr am Freitag von Bergamo nach Innsbruck

Laut Günther Weiss von der Uniklinik Innsbruck handelt es sich bei den zwei betroffenen Patienten in Tirol um ein Pärchen. Ursprünglich stammen sie aus der Nähe von Bergamo. Dort waren beide auch bis Freitag, ehe sie mit dem Auto nach Innsbruck fuhren. Die Frau ist erwerbstätig und wohnt in Innsbruck, er war nur zu Besuch.

 13:58

Flüchtlingsrettungsschiff in Italien in Quarantäne

Nach dem Coronavirus-Ausbruch in Italien ist dort auch ein Flüchtlingsrettungsschiff unter zwei Wochen lange Quarantäne gestellt worden. Die 32-köpfige Besatzung der "Ocean Viking" dürfe als Vorsichtsmaßnahme nicht von Bord, sagte die Sprecherin der Hilfsorganisation SOS Mediterranee, Barbara Hohl, am Dienstag. Das Schiff ist seit Sonntag isoliert und liegt vor dem Hafen in Pozzallo auf Sizilien.

Die mehr als 270 geretteten Migranten seien an Land in Quarantäne gekommen, sagte Hohl. Warum die Crew nicht auch an Land isoliert wurde, sei ihnen unklar.

oceanviking.png © AFP

 13:56

Suche nach Kontaktpersonen läuft

Im Fall der ersten beiden Patienten mit bestätigten Coronavirus-Infektionen, die derzeit in der Innsbrucker Klinik isoliert und behandelt werden, setzen nun wie vorgesehen Nachforschungen ein. Die Behörden versuchen, alle Kontaktpersonen zu identifizieren, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern.

"Es ist das Erwartbare eingetreten", sagte Reinhild Strauß, Leiterin der Abteilung Öffentlicher Gesundheitsdienst im Gesundheitsministerium. Die jetzt anlaufenden Prozedere seien etabliert. "Nun wird versucht, alle Kontaktpersonen ausfindig zu machen. Sie werden auch untersucht und bei Symptomen getestet. Eventuell entscheidet man auch, gleich Tests durchzuführen, ohne dass Symptome vorliegen", erläuterte die Medizinerin im APA-Gespräch. Menschen, bei denen der Verdacht auf eine Ansteckung vorliegt, werden vorsorglich unter Quarantäne gestellt, Kranke auf eine Isolierstation gebracht

 13:41

Erster Fall auch in Kroatien

In Kroatien ist am Dienstag ein erster Coronavirus-Fall bestätigt worden. "Es handelt sich um einen kroatischen Staatsbürger, der sich vom 19. bis 21. Februar in Mailand aufgehalten hat", sagte Gesundheitsminister Vili Beros laut kroatischen Medienberichten. Der junge Mann befinde sich in der Infektionsklinik in Zagreb und weise nur leichte Krankheitssymptome auf, hieß es.

Unterdessen wartete man noch auf Testergebnisse bei neun Personen, die sich im Spital in Hafenstadt Rijeka befanden. Es handelt sich um Arbeiter, die in einer Fabrik in der Lombardei tätig waren. Einer davon weist Symptome auf und wurde isoliert, hieß es aus der Klinik laut Medien.

Kroatien hat die Bereitschaftsstufe nach dem ersten bestätigten Fall noch aufgestockt. Schon nach dem Ausbruch der Coronavirus-Epidemie in Norditalien wurden bestimmte Vorkehrungsmaßnahmen getroffen. Alle kroatischen Bürger, die aus den betroffenen italienischen Regionen zurückkehren, werden unter ärztliche Aufsicht gestellt und müssen täglich im Kontakt mit Epidemiologen sein. Bei Symptomen werden sie unter Quarantäne gestellt. Auf zwei Grenzübergängen an der Grenze zu Slowenien, die überwiegend für Reisen nach und von Italien genützt werden, sollen demnächst Containers aufgestellt, in denen die Reisende in Verdachtsfällen von Epidemiologen untersucht werden können.

 13:28

Wo ist das nächste Krankenhaus?

In Österreich sind 59 Krankenhäuser für die Behandlung von Coronavirus-Verdachtsfällen und Covid-19-Erkrankungen ausgerüstet. Das Gesundheitsministerium hat am Dienstag eine Liste der Spitäler veröffentlicht. Die meisten gibt es mit 15 in Oberösterreich, gefolgt von 14 in Niederösterreich, acht in Tirol und sechs in Salzburg.

 13:20

Pressekonferenz um 15 Uhr

Zu beiden Coronavirus-Fällen in Tirol laden die tirol kliniken heute, Dienstag, zu einer Pressekonferenz. Die PK findet um 15.00 Uhr in der Innsbrucker Klinik statt. oe24 berichtet LIVE.

 13:14

Anschober: "Nachbarländer wollen Italien unterstützen"

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat vor Beginn eines Treffens mehrerer europäischer Amtskollegen am Dienstag in Rom die Bereitschaft Österreichs und weiterer Nachbarn hervorgehoben, Italien bei der Eingrenzung des Coronavirus aktiv zu unterstützen. "Wir wollen als Nachbarländer prüfen, wie wir Italien helfen und eine weitere Ausbreitung verhindern können", sagte Anschober in Rom.

Anschober © APA/BARBARA GINDL

Zu den beiden bestätigten Coronavirus-Infektionen in Tirol wollte sich der Minister nicht äußern. Er warnte jedoch vor "vorschnellen Reaktionen".

"Die Zahl der Infektionen gehen in Italien nach oben wie zu erwarten war. Wichtig ist die Ausgangsquelle der Infektion zu lokalisieren. Die von der italienischen Regierung ergriffenen Maßnahmen sind recht offensiv, jetzt heißt es abzuwarten und sehen, wie schnell sie greifen", sagte Anschober im Gespräch mit der APA in Rom.

 13:03

Primär für Patienten über 60 lebensgefährlich

Das Corona-Virus gefährdet vor allem Personen jenseits des 60. Lebensjahrs. Laut der bisher umfassendsten Studie, die Krankheitsverläufe in China bis 11. Februar berücksichtigt hat, waren von 1.023 gestorbenen Patienten 829 über 60 Jahre alt. Demgegenüber verlief die Erkrankung für nur 26 Menschen tödlich, die das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten.

Der im "Chinese Journal of Epidemiology" veröffentlichten Studie zufolge verläuft die Krankheit in vier Fünftel der Fälle milde. Bei insgesamt 72.314 Daten, die für das Chinesische Zentrum für Seuchenkontrolle und -vorbeugung ausgewertet wurden, zeigten 80,9 Prozent der Infektionen einen milden Verlauf. 13,8 Prozent der Fälle wurden als ernst bewertet, 4,7 Prozent als lebensbedrohlich.

Das höchste Sterberisiko bei einer Infektion haben der amtlichen Studie zufolge Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, gefolgt von Diabetikern, Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen und Bluthochdruck. Männer haben der Studie zufolge mit 2,8 Prozent ein deutlich höheres Sterberisiko als Frauen mit 1,7 Prozent. Im Schnitt liegt die Mortalitätsrate bei 2,3 Prozent.

 13:00

59 Krankenhäuser in Österreich für Covid-19 gerüstet

In Österreich sind 59 Krankenhäuser für die Behandlung von Coronavirus-Verdachtsfällen und Covid-19-Erkrankungen ausgerüstet. Das Gesundheitsministerium hat am Dienstag eine Liste der Spitäler veröffentlicht. Die meisten gibt es mit 15 in Oberösterreich, gefolgt von 14 in Niederösterreich, acht in Tirol und sechs in Salzburg.

Jeweils fünf Einrichtungen, die für die Behandlung ausgestattet sind, gibt es in Kärnten und Vorarlberg, in der Steiermark sind es vier und im Burgenland ein Spital. In Wien ist das Kaiser-Franz-Josef-Spital die erste Anlaufstelle für Verdachtsfälle. Die dortige 4. medizinische Abteilung ist auf die Diagnose und Behandlung derartiger Virenerkrankungen spezialisiert. Wie viele Betten auf isolierten Stationen es österreichweit gibt, war am Dienstag zunächst nicht eruierbar.

Für Wien sprach man im Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker von einer Kapazität von bis zu "einigen hundert Betten". Man könne bei Bedarf sogar zwei Spitäler komplett für Patienten mit Covid-19-Erkrankungen zur Verfügung stellen. In der Bundeshauptstadt waren schon vor Wochen die Vorbereitungen für den Fall der Fälle angelaufen.

Wer Symptome aufweist oder befürchtet, erkrankt zu sein, soll zu Hause bleiben. Der Kontakt zu anderen Personen soll minimiert und das Gesundheitstelefon 1450 angerufen sowie die dort erhaltenen Anweisungen genau befolgt werden.

 12:50

Kickl fordert unverzügliche Grenzkontrollen

Angesichts der beiden Corona-Fälle in Innsbruck bekräftigte FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl seine Forderung nach Grenzkontrollen. Der Grenzverkehr sei auf ein Minimum zu beschränken. Es müsse alles getan werde, damit das Virus sich in Österreich nicht weiter ausbreite. Die Bundesregierung solle sich von ihrer Beschwichtigungspolitik verabschieden.

Kickl forderte außerdem, illegale Einwanderer bzw. Asylwerber ab sofort in Quarantäne zu nehmen. „Bei illegalen Einwanderern bzw. Asylwerbern, die in Österreich oder im Grenzgebiet aufgegriffen werden, wissen wir ja meist wenig bis gar nicht, woher sie gekommen sind und mit wem sie Kontakt hatten. Eine Quarantäne ist daher unumgänglich.“

 12:49

Land Tirol bestätigt zwei infizierte Personen

In Tirol sind zwei Personen am Coronavirus erkrankt, bestätigte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) gegenüber der APA. Eine zweite Testung verlief positiv. Eine betroffene Person stammt offenbar aus der Lombardei, genauere Informationen folgen im Laufe des Dienstags

 12:44

Betroffene haben sich selbst gemeldet

Die beiden Italiener haben sich selbst in der Innsbrucker Klinik gemeldet, nachdem erste Symptome aufgetreten sind. Die Betroffenen haben leichtes Fieber. Sie sind derzeit in der Innsbrucker Klinik isoliert.

 12:36

Italien verbietet Schulausflüge im In- und Ausland

Im Rahmen der Maßnahmen zur Eingrenzung der in Norditalien ausgebrochenen Coronavirus-Epidemie hat die italienische Regierung die Aussetzung von Schulausflügen in Italien und im Ausland beschlossen. Bis zum 15. März sind Schulausflüge nicht erlaubt, berichtete Bildungsministerin Lucia Azzolina.

Die Aussetzung der Ausflüge sei eine notwendige Maßnahme in dieser Situation. "Die Regierung ist bemüht, alles Erdenkliche zur Eingrenzung der Epidemie zu unternehmen", sagte die Ministerin auf Facebook.

 12:33

Personen stammen aus Lombardei

Das Land Tirol hielt sich indes mit Angaben über die Personen zurück, solange eine Infizierung nicht gesichert ist. Es wurde lediglich bestätigt, dass die beiden 24 Jahre alt sind, aus der Lombardei stammen und in Innsbruck wohnhaft sind.

Im Laufe des Tages soll feststehen, ob sie tatsächlich mit dem Coronavirus infiziert sind. Unterdessen kündigte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) an, eine eigene Ambulanz an der Innsbrucker Klinik für Coronavirus-Verdachtsfälle einzurichten.

 12:23

Warhscheinlichkeit hoch

"Die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass sich diese Verdachtsfälle bestätigen", sagte Tirols LH Platter in einer Pressekonfereznz. Auch in Südtirol soll es weitere Fälle geben.

 12:22

Nach Italien-Reise

Die beiden infizierten sollen sich in der Lombardei aufgehalten und dort infiziert haben.

 12:18

Coronavirus - Zwei Personen in Tirol wahrscheinlich infiziert

In Österreich dürften offenbar die beiden ersten bestätigten Coronavirus-Fälle vorliegen. Zwei Personen seien wahrscheinlich infiziert, es müssten aber noch weitere Testungen vorgenommen werden, hieß es am Dienstag in einer Pressekonferenz des Landes. Die Betroffenen haben leichtes Fieber. Sie sind derzeit in der Innsbrucker Klinik isoliert.

 11:50

Turkish Airlines setzte Flüge nach China aus

Die halbstaatliche türkische Fluggesellschaft Turkish Airlines hat wegen der Coronavirus-Krise vorübergehend alle Flüge nach China eingestellt. Das erklärte die Airline in einer Stellungnahme in der Nacht auf Dienstag.

Die Maßnahme soll zunächst bis zum 29. Februar gelten. Die Gesellschaft weitete zudem Einschränkungen für Verbindungen in den Iran aus. Flüge zu allen Zielen außer nach Teheran würden nun bis zum 10. März ausgesetzt.

 11:35

Verdachtsfall in Linz

Heute Früh ist in Linz-Pichling ein Verdachtsfall von COVID-19 („Coronavirus“) aufgetreten. Der 55- jährige Linzer zeigte nach einer Italien-Reise Symptome, die auf eine Infektion mit dem neuartigen Virus hindeuten könnten. Er wurde daraufhin von den Ärzten umgehend in der Ordination eines praktischen Arztes isoliert. Der Mann war mit einer Reisegruppe in Venedig. Die anderen Mitglieder der Reisegruppe wurden aufgefordert, bis zum Vorliegen des Testergebnisses zuhause zu bleiben und Kontakt mit anderen Personen zu meiden.

 11:27

Italiens Premier Conte: "Haben Lage unter Kontrolle"

Der italienische Premier Giuseppe Conte hat vor Panik angesichts der zunehmenden Zahl von Coronavirus-Infektionsfällen in Italien gewarnt. "Wir erleben keine Katastrophe, sondern einen Notstand, mit dem wir umgehen können. Wir sind dabei, die angemessenen Maßnahmen zur Eingrenzung der Epidemie umzusetzen", so der Premier bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Rom.

Der Premier verkündete, dass die Regierung Stützungsmaßnahmen für die Wirtschaftssektoren ergreifen wird, die unter den Folgen der Coronavirus-Infektionswelle besonders leiden. Er arbeite eng mit den Präsidenten der italienischen Regionen zusammen, um die Maßnahmen zu koordinieren, sagte Conte bei der Pressekonferenz im Sitz des italienischen Zivilschutzes in Rom.

 11:01

Rendi-Wagner fordert "zentralen Krisenkoordinator"

SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner fordert zum Thema Coronavirus von der Regierung die Einrichtung eines "zentralen Krisenkoordinators". Es müsse "einen Kopf geben, der den Überblick hat und alle Infos bündelt" - und der die Entscheidungen trifft, was letztendlich geschieht, sagte sie am Dienstag. Auch müsse das Thema auf die Agenda des Nationalen Sicherheitsrats am Freitag gesetzt werden.

Die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten eines Corona-Falles in Österreich sei aufgrund der Entwicklung in Italien "nicht kleiner geworden, ganz im Gegenteil", sie sei "gestiegen und nicht mehr auszuschließen", so die Parteivorsitzende am Dienstag im "roten Foyer". "Wir müssen mehr als wachsam, vorbereitet sein, auf diesen Zeitpunkt, der wahrscheinlich nicht mehr lange auf sich warten lässt." Daher gelte es auch dafür zu sorgen, dass eine "vertrauensvolle, verständliche und leicht zugänglich Information für die Bevölkerung" sichergestellt werde, erklärte sie erneut. Ausdrücklich begrüßt wurde von Rendi-Wagner, dass die entsprechende Hotline der AGES (0800-555-621) nun rund um die Uhr erreichbar ist.

 10:16

Damen-Rennen in Italien finden wohl statt

Die alpinen Ski-Weltcup-Rennen der Damen am Wochenende in La Thuile werden wohl plangemäß im Programm bleiben. Die Regierung in Rom erließ wegen des Coronavirus die Aussetzung von sportlichen Veranstaltungen in fünf norditalienischen Regionen, es betrifft Lombardei, Venetien, Emilia-Romagna, Friaul Julisch Venetien und Piemont. Die Verordnung bezieht sich nicht auf das norditalienische Aostatal.

In La Thuile stehen ein Super-G und eine Alpine Kombination auf dem Programm. Wegen des Coronavirus wurden heuer bereits die im Februar geplanten Herren-Speedrennen in Yanqing in China abgesagt und nach Saalbach-Hinterglemm verlegt

 10:02

Italien will volle Transparenz garantieren

Die italienische Regierung will volle Transparenz in Sachen Coronavirus-Epidemie garantieren. Täglich soll ein Bericht an italienischen Botschaften über die Situation im Land gesendet werden, kündigte der italienische Außenminister Luigi Di Maio an. "Wir müssen die Angst vor dem Virus bekämpfen und nicht nähren", sagte er im Interview mit der Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera".

Di Maio berichtete dem Blatt, er habe am Sonntagabend mit seinem österreichischen Amtskollegen Alexander Schallenberg (ÖVP) wegen des von österreichischen Behörden gestoppten Zuges am Brenner telefoniert. Außerdem habe sich Di Maio per Videokonferenz mit den italienischen Botschaftern in den Nachbarländern, darunter Österreich, in Verbindung gesetzt, um sie über die Lage in Italien zu informieren. Der Ausbruchs-Herd betreffe einen Raum mit 50.000 Personen, Teil einer Bevölkerung von 60 Millionen Menschen in Italien.

"Die Lage wird genau kontrolliert. Höchste Priorität ist die Gesundheit. Wir haben die strengsten Maßnahmen in ganz Europa ergriffen, wie auch die EU anerkannt hat", betonte der Politiker.

 09:53

Inter spielt vor leeren Rängen

Inter Mailand wird sein Heimspiel in der Europa League gegen Ludogorets Rasgrad wegen der Gefahr des Coronavirus vor leeren Rängen austragen. Diese Entscheidung sei in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden und der UEFA getroffen worden, teilte der Club am Dienstag auf seiner Website mit.

Die Begegnung mit den Bulgaren am Donnerstag (21.00 Uhr) finde demnach im San-Siro-Stadion hinter verschlossenen Türen statt. Das Hinspiel hatte Inter Mailand 2:0 gewonnen.

 09:50

Tirols Landeshautpmann gibt eine Pressekonferenz

Das Land Tirol lädt heute, Dienstag, zu einer Pressekonferenz zum Thema "Aktuelle Entwicklungen in Tirol zum Coronavirus". Die PK mit Landeshauptmann Günther Platter, Landesrat Bernhard Tilg (beide ÖVP) und Landessanitätsdirektor Franz Katzgraber findet um 11.30 Uhr im Landhaus in Innsbruck statt.

 09:38

Sorge wegen Auswirkungen auf Italiens Wirtschaft

Italien befürchtet negative Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf die Wirtschaft. Laut Notenbankchef Ignazio Visco könnte die Notstandslage zu einem Rückgang des Bruttoinlandprodukts (BIP) von mehr als 0,2 Prozent führen. Dies würde die ohnehin schwachen Wachstumsaussichten der italienischen Wirtschaft in diesem Jahr noch mehr drücken.

Wirtschaftsminister Roberto Gualtieri richtete in seinem Ministerium in Rom ein Team ein, das stützende Maßnahmen für die am stärksten betroffenen Wirtschaftssektoren ergreifen soll. Geplant ist eine Verordnung mit der die Zahlung von Steuern und Stromrechnungen in den elf Gemeinden der Provinz Lodi ausgesetzt werden soll, in denen Coronavirus-Herde lokalisiert wurde. Die circa 50.000 Einwohner der elf Gemeinden sind seit Samstag isoliert. Mit der Verordnung sollen auch die Betriebe unterstützt werden, die in diesen Quarantäne-Tagen schließen mussten.

 09:07

Neue Fälle in Florenz und Palermo

Die Coronavirus-Epidemie droht sich in Richtung Süditalien auszuweiten. Zwei Infektionsfälle wurden in Florenz und in Palermo gemeldet, berichteten italienische Medien. Auch ein italienischer Arzt auf Urlaub auf Teneriffa wurde positiv getestet. Er befand sich Medienberichten zufolge in der Klinik Quiron im Süden der Kanaren-Insel.

In Palermo wurde eine lombardische Touristin als erster Infektionsfall in Süditalien gemeldet. In Florenz wurde ein 60-jähriger Unternehmer mit Betrieben in Asien positiv getestet. Er hatte sich freiwillig den Kontrollen unterzogen. Der Mann wurde in ein Krankenhaus unweit von Florenz eingeliefert.

Sieben Personen sind in Italien bisher am Coronavirus gestorben. Dabei handelt es sich um ältere Menschen, die bereits von anderen Krankheiten geschwächt waren, teilten die italienischen Gesundheitsbehörden mit. Ein Fall wurde am Montag auch in Südtirol gemeldet.

 08:43

Conte kritisiert Spital: Nicht an Vorschriften gehalten

Der italienische Premier Giuseppe Conte hat einem lombardischen Krankenhaus vorgeworfen, sich nicht an die Vorschriften zur Vorbeugung einer Coronavirus-Epidemie gehalten zu haben. Conte beschuldigte das Spital von Codogno in der Provinz Lodi, in dem sich mehrere Menschen am Coronavirus angesteckt haben sollen.

Giuseppe Conte © Getty Images

Codogno ist die Ortschaft, in der der erste Coronavirus-Fall in der Lombardei gemeldet wurde. Dabei handelte es sich um einen 38-Jährigen, der im Krankenhaus der Kleinstadt behandelt worden war. Mehrere Personen, die in der Nothilfe des Krankenhauses anwesend waren, haben sich dort am Virus angesteckt. Elf Gemeinden rund um Codogno stehen unter Quarantäne, die Maßnahme betrifft einen Raum von rund 50.000 Einwohnern südöstlich von Mailand.

Conte schloss nicht aus, dass die Regierung die Zuständigkeiten in Sachen öffentlicher Gesundheit übernehmen könnte, die derzeit den Regionen zusteht. Der Präsidenten der Region Lombardei, Attilio Fontana, reagierte darauf kritisch. Das italienische Gesundheitssystem ist auf regionaler Basis organisiert.

 08:01

28 Spitalmitarbeiter in Salzburg in Quarantäne

28 Mitarbeiter des Universitätsklinikums Salzburg, die am Montag von einem Betriebsausflug in Oberitalien nach Salzburg zurückgekehrt waren, sind in häusliche Quarantäne geschickt worden. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme, die Beschäftigten hätten bisher keine Symptome einer Erkrankung aufgewiesen, bestätigte ein Kliniksprecher am Dienstag gegenüber der APA entsprechende Medienberichte.

Die sogenannte "Auto-Quarantäne" wurde telefonisch veranlasst. Die 28 Spitalmitarbeiter, die dienstfrei gestellt wurden, bleiben während der 14-tägigen Inkubationszeit in den eigenen vier Wänden. Von dieser Maßnahme sind laut dem Kliniksprecher auch Familienmitglieder betroffen, die mit den Rückgekehrten im gleichen Haushalt leben.

 07:30

70 Prozent der Infizierten sind Männer

172 Coronavirus-Infektionen und fünf Todesfälle sind bisher in der norditalienischen Region Lombardei gemeldet worden. Dazu kommt ein weiteres Todesopfer in Venetien. 70 Prozent der Infizierten sind Männer, berichtete Giulio Gallera, der Gesundheitsbeauftragte der Region, bei einer Pressekonferenz in Mailand.

Bei den fünf Todesopfern in der Lombardei handle es sich um ältere Männer, die bereits wegen anderer Krankheiten in kritischem Zustand waren. Laut Gallera sei die Ansteckungsgefahr und die Todesrate höher als bei einer normalen Grippe, bisher seien die Todesopfer jedoch Personen in prekärem Gesundheitszustand gewesen.

 07:18

Krisentreffen in Rom

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus findet am Dienstag ein Krisentreffen in Rom statt. Die italienische Regierung lud dazu die Gesundheitsminister der Nachbarländer und Deutschlands ein. Auch der österreichische Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) wird an der Sitzung in der italienischen Hauptstadt teilnehmen. Bei dem Treffen soll nach Angaben des italienischen Zivilschutzes über mögliche gemeinsame Maßnahmen beraten werden.

 07:18

60 neue Fälle in Südkorea

Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Menschen in Südkorea steigt weiter stark an. Über die Nacht zum Dienstag seien 60 neue Fälle hinzugekommen, teilten die Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention mit. Damit sind in dem Land bisher 893 Infizierungen nachgewiesen worden. Auch wurde der achte Todesfall in Verbindung mit der Lungenkrankheit Covid-19 gemeldet

Die Mehrzahl der neuen Fällen konzentriert sich erneut auf die Millionen-Stadt Daegu und die Provinz Nord-Gyeongsang im Südosten des Landes. Die Regierung prüfe derzeit "maximale Quarantänemaßnahmen" für die Region einschließlich einer Einschränkung der Bewegungen für Menschen, wurde ein Sprecher der regierenden Demokratischen Partei von der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap zitiert. Daegu und die unweit davon liegende Stadt Cheongdo waren am Freitag zu speziellen Kontrollzonen erklärt worden.

 06:27

Vierter Passagier der "Diamond Princess" ist tot

Ein weiterer Passagier von Bord des vom neuen Coronavirus betroffenen Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" in Japan ist gestorben. Das berichteten japanische Medien am Dienstag. Die betroffene Person in ihren 80ern war in ein Krankenhaus gebracht worden, wo sie starb. Es ist der vierte Todesfall unter den Passagieren des Schiffes.

Insgesamt hatten sich mehr als 690 Passagiere und Crewmitglieder mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, darunter auch ein deutsches Ehepaar. Die von der Regierung in Tokio angeordnete, inzwischen aufgehobene zweiwöchige Quarantäne auf dem Schiff war von einigen Experten als unzureichend kritisiert worden. Ursprünglich hatten sich rund 3.700 Menschen auf dem Schiff befunden.

 06:17

Mehr Neuerkrankungen und weniger Tote in China

Die Zahl der Erkrankungen am Coronavirus in Festland-China ist nach Angaben der Behörden um 508 angestiegen. Am Vortag hatte es 409 neue Fälle gegeben. Damit liegt die Zahl der Erkrankten insgesamt nun bei 77.658. Die Zahl der Toten stieg um 71, nach 150 am Tag zuvor. Auf die Provinz Hubei entfielen 68 der 71 Toten und 499 der 508 Neuerkrankungen. Bisher starben 2.663 Menschen in China am Virus.

 06:05

Zweiter Fall in Spanien

Die spanischen Gesundheitsbehörden haben einen neuen Coronavirus-Fall im Land diagnostiziert. Auf der Kanaren-Insel Teneriffa sei ein Besucher aus Italien positiv auf das neue Virus getestet worden, berichtete das Fernsehen in der Nacht zum Dienstag unter Berufung auf die örtlichen Gesundheitsbehörden.

Bei dem Mann handle es sich nach Informationen des Senders RTVE um einen 69-Jährigen aus der Lombardei, das im Moment am stärksten von dem Virus betroffene Gebiet in Norditalien. Zuvor war bereits ein Deutscher auf der Kanareninsel La Gomera positiv getestet worden. Der Mann ist inzwischen bereits entlassen.