Coronavirus: Wienerin (36) in Salzburg infiziert

Immer mehr Infizierte

Coronavirus: Wienerin (36) in Salzburg infiziert

Landeshauptmann-Stellvertreter Stöckl: 'Person in häuslicher Pflege'.

Salzburg. Das Coronavirus hat nun auch Salzburg erreicht. Am Samstag ist der erste Fall bestätigt worden: Erkrankt ist eine 36-jährige Wienerin, die sich am vergangenen Wochenende in Turin aufgehalten hat und am Mittwoch von Wien zu ihrem Lebensgefährten nach Fusch an der Glocknerstraße (Pinzgau) gefahren ist. Sie weist Symptome eines grippalen Infekts auf und befindet sich derzeit in häuslicher Quarantäne.

"Der Fall ist gut abgrenzbar, es gibt auch keinen touristischen Bezug in der Region", sagte Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) am Samstagnachmittag bei einem Mediengespräch. Die Wienerin dürfte sich in Turin infiziert haben. In Wien selbst sei sie danach mit niemandem in Kontakt gewesen, so Landessanitätsdirektion Petra Juhasz. Am Mittwoch reiste sie dann mit einem Zug der Westbahn nach Salzburg, auch während der Fahrt habe es aber keine Gesprächskontakte gegeben.

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Am Donnerstag traten die ersten Symptome auf. "Die Patientin hat sich richtig verhalten und sich telefonisch gemeldet und weder Arzt noch Spital aufgesucht", sagte Gesundheitsreferent LHStv. Christian Stöckl (ÖVP). Eine Ärztin des Tauernklinikums hat die Patientin gestern daheim aufgesucht und einen Testabstrich genommen. Heute, Samstag, lag das positive Ergebnis vor. "Die Patientin ist jung. Es geht ihr relativ gut, sie hat leichte grippale Symptome und kann nach derzeitigem Stand zuhause bleiben. Sie wird weiterhin hausärztlich betreut", so Juhasz.

Die 36-Jährige, ihr Lebensgefährte und zwei weitere Familienmitglieder bleiben in Fusch in häuslicher Quarantäne. "Sie werden versorgt, sodass sie das Haus nicht verlassen müssen", sagte Juhasz.

Beim Lebensgefährten wurde vorerst kein Abstrich genommen. Ein solcher erfolge erst, wenn eine entsprechende Symptomatik auftritt, erklärte die Sanitätsdirektorin. Insgesamt wurden heute in Salzburg 17 Tests durchgeführt, davon waren 16 negativ. Fünf Proben müssen erst ausgewertet werden, drei weitere Fälle seien angemeldet, berichtete Stöckl.

Für das Bundesland Salzburg würden weiterhin vier Ziele gelten, betonte Haslauer: "Die Ausbreitung des Virus soll zumindest eingedämmt und verzögert werden." Zweitens soll das öffentliche Leben weitgehend aufrecht bleiben. Drittens sei die Versorgung zu gewährleisten, und viertens werde weiterhin offen kommuniziert. Auch wenn sich die Zahl der Fälle in Salzburg häufen sollte, sei die völlige Isolierung des Patienten und seines Umfeldes zielführender als das Abriegeln ganzer Orte wie in Italien, sagte Juhasz.
 

Zwei Fälle in Niederösterreich

St. Pölten. In Niederösterreich haben sich zwei Personen mit dem Coronavirus infiziert. Wie Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) am Samstagvormittag mitteilte, ist ein Ehepaar aus dem Bezirk Korneuburg in der Nacht auf Samstag positiv getestet worden. Es handelt sich um die ersten bestätigten Fälle im Bundesland.

 
Die Frau befindet sich nach Angaben von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) im Wiener Kaiser Franz-Josef-Spital. Der ebenfalls infizierte Mann zeige eine "milde Symptomatik". Er habe "einen Bescheid zur häuslichen Quarantäne bekommen und hält sich entsprechend des Erlasses des Gesundheitsministeriums zuhause im Bezirk Korneuburg auf". Die Kinder des Ehepaares seien gesund.
 

Kontakt mit Wiener Familie

Die Familie aus dem Bezirk Korneuburg hatte laut dem Amt der NÖ Landesregierung mit jener Wiener Familie Kontakt, die bereits im Kaiser Franz-Josef-Spital behandelt wird - in diesem Fall liegen positive Tests bei einem Mann, einer Frau und dem Sohn des Paares vor. Derzeit laufe die Abklärung der Kontaktpersonen, die von der Gesundheitsbehörde informiert werden.
 
Der jugendliche Sohn der beiden Wiener hatte am Freitagnachmittag den ersten Coronavirus-Fall mit Niederösterreich-Bezug dargestellt. Er besucht das Erzbischöfliche Gymnasium in Hollabrunn. Vier Lehrkräfte sowie 23 Schülerinnen und Schüler der Geburtsjahrgänge 2003 bis 2005 befinden sich bis 11. März in häuslicher Quarantäne.
 
Bis dahin dürfen die Betroffenen den eigenen Wohnbereich nicht verlassen. Bei Auftreten von Symptomen ist die Bezirkshauptmannschaft als Gesundheitsbehörde zu verständigen.
 
Zu diesem Fall wurde am Samstag mitgeteilt, dass die ersten Bescheide noch in der Nacht auf Samstag zugestellt wurden. Die bisher in diesem Zusammenhang durchgeführten Tests seien negativ verlaufen.
 
In Summe bestätigten sich im Bundesland mehr als 200 Verdachtsfälle nicht. Im Zweifel sei die Gesundheitshotline 1450 zu kontaktieren, hielt die Landessanitätsdirektion einmal mehr fest.
 
Damit sind es bereits zehn Coronavirus-Fälle in Österreich.

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 22:50

Türkei verbietet Italien-, Südkorea- und Irak-Flüge

Die Türkei hat alle Flüge von und nach Italien, Südkorea und Irak verboten. Das sei Teil der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus, sagte Gesundheitsminister Fahrettin Koca. Die Türkei hatte zuvor auch Flüge in den Iran und nach China verboten. Das Verbot für die drei weiteren Länder gilt ab Mitternacht in der Nacht auf Sonntag.

 21:42

Iran dementiert BBC-Bericht über mehr als 200 Tote

Der Iran hat einen Medienbericht über mehr als 200 Coronavirus-Tote in dem Land als "Gerücht" zurückgewiesen. Im Iran seien bisher 43 Menschen an dem neuartigen Coronavirus gestorben - 593 Menschen seien mittlerweile infiziert, sagte ein Sprecher des iranischen Gesundheitsministeriums am Samstag.

 20:32

USA verschärfen Reisehinweise für bestimmte Regionen in Italien

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verschärfen die USA ihre Reisehinweise für betroffene Regionen in Italien und in Südkorea auf die höchste Stufe. US-Vizepräsident Mike Pence sagte am Samstag im Weißen Haus in Washington, für diese Gebiete werde die Stufe vier gelten. Damit wird von Reisen abgeraten.

 19:21

+++ Erster Corona-Toter in den USA +++

In den USA ist erstmals eine mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Person gestorben. Die Gesundheitsbehörde im US-Bundesstaat Washington bestätigte den Todesfall am Samstag. US-Präsident Donald Trump wollte sich am Mittag (Ortszeit) im Weißen Haus zu den jüngsten Entwicklungen rund um das Virus in den USA äußern, wie er auf Twitter mitteilte.

 17:02

Wienerin in Salzburg infiziert

Bei der Infizierten handelt es sich um eine Wienerin (36), die sich derzeit in Fusch an der Glocknerstraße im Pinzgau zu einem Besuch aufhält. Die Frau befindet sich in häuslicher Quarantäne.

 16:05

Pressekonferenz in Salzburg

Das Land Salzburg hat für Samstag, 16.00 Uhr im Chiemseehof zu einer Pressekonferenz eingeladen. Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl und Landessanitätsdirektorin Dr. Petra Juhasz geben darin nach der ersten bestätigten Salzburger Coronavirus-Infektion weitere Informationen und Details bekannt.

 15:11

Corona-Bier-Verkauf sinkt wegen Virus-Angst

Der US-Eigentümer von Corona-Bier hat Berichte zurückgewiesen, wonach 38 Prozent der US-Bürger wegen des neuartigen Coronavirus aus China vor einem Kauf der Marke zurückschrecken. "Unsere Gedanken und Gebete sind bei allen, die von dem schrecklichen Virus betroffen sind", doch das Geschäft mit dem Corona-Bier sei davon nicht betroffen, erklärte der Chef von Constellation Brands, Bill Newlands.

Corona © AFP

In einer Erhebung der PR-Agentur 5W hatten zuvor 38 Prozent von 737 Befragten ihren Verzicht auf das Bier erklärt. Bei 16 Prozent herrschte demnach Verwirrung, ob es eine Verbindung zwischen Corona-Bier und dem Coronavirus gab. Laut dem Marktanalyse-Unternehmen YouGov fiel die Beliebtheit des Biers von 75 Prozent Anfang Jänner auf 51 Prozent Ende Februar.

Probleme hat die Marke zudem mit einer Werbekampagne für ein neuartiges Mineralwasser, das mit Alkohol und leichtem Fruchtaroma versetzt ist. In dem Spot heißt es, der "Hard Seltzer" werde bald "an Land kommen".

Das sorgte angesichts der Ausbreitung des Erregers aus China in den sozialen Netzwerken für einigen Spott. "Bemerkenswert geschmacklos", kommentierte ein Twitter-Nutzer - "bin mir ziemlich sicher, dass Corona schon immer einen bemerkenswert schlechten Geschmack hatte", antwortete ein anderer.

 14:52

Iran dementiert BBC-Bericht über mehr als 200 Tote

Der Iran hat einen Medienbericht über mehr als 200 Coronavirus-Tote in dem Land als "Gerücht" zurückgewiesen. Im Iran seien bisher 43 Menschen an dem neuartigen Coronavirus gestorben - 593 Menschen seien mittlerweile infiziert, sagte ein Sprecher des iranischen Gesundheitsministeriums am Samstag.

Er warf ausländischen Medien vor, Falschinformationen zu verbreiten, und verwies in diesem Zusammenhang auf einen Bericht der BBC, wonach mindestens 210 Menschen im Iran durch die Coronavirus-Epidemie gestorben seien.

"Das, was wir als endgültige Statistiken veröffentlichen, beruht auf den neuesten endgültigen Ergebnissen von Laboruntersuchungen", sagte Ministeriumssprecher Kianusch Dschahanpur. Er prangerte "Gerüchte" sowie "falsche und widersprüchliche Inhalte" von Medien an, die "dem iranischen Volk nicht positiv" gegenüber stünden.

 14:31

Täglich 250 Anrufe bei Gesundheitshotline in Vorarlberg

Bei der telefonischen Gesundheitsberatung 1450 gehen in Vorarlberg derzeit täglich 250 Anfragen zum Coronavirus ein. Samstag früh wurden von Mitternacht bis 7.00 Uhr 30 Beratungen durchgeführt, informierten Landeshauptmann Markus Wallner und Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher (beide ÖVP). Zur Entlastung wird nun ein externes Callcenter für die nicht-medizinischen Anfragen hinzugezogen.

"Die Zahlen zeigen deutlich, dass nach wie vor ein hoher Informationsbedarf gegeben ist, was den Coronavirus betrifft. Wir haben uns deswegen entschlossen, das Team von 1450 durch die Unterstützung eines Callcenters zu entlasten", sagte Wallner. Dabei gehe es um Anrufe, die ganz allgemeine Fragen zum Virus zum Inhalt haben. Rüscher ergänzte, dass man mit dieser Maßnahme dafür Sorge trage, "dass die Mitarbeiter von 1450 sich vordringlich mit ihrer eigentlichen Aufgabe, der Gesundheitsberatung, beschäftigen können".

 13:46

Land Salzburg gibt eine Pressekonferenz um 16 Uhr

Das Land Salzburg hat für Samstag, 16.00 Uhr im Chiemseehof zu einer Pressekonferenz eingeladen. Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl und Landessanitätsdirektorin Dr. Petra Juhasz geben darin nach der ersten bestätigten Salzburger Coronavirus-Infektion weitere Informationen und Details bekannt.

 13:46

Vier Kita-Kinder in Deutschland infiziert

Bei vier Kindern in Nordrhein-Westfalen ist eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Die Kinder gehen in die Kita im Kreis Heinsberg, in der eine an Covid-19 erkrankte Frau als Erzieherin arbeitet. Das teilte der Kreis Heinsberg am Samstag nach einer Sitzung des Krisenstabs mit.

Den Kindern gehe es gut. Sie zeigten "allenfalls leichte Erkältungssymptome", sagte eine Sprecherin. Insgesamt besuchen 114 Kinder die Kita. Rund 100 Buben und Mädchen machten den Test, bei vier war der Befund positiv. Die anderen rund 14 Kinder seien zu dem freiwilligen Test nach bisherigen Erkenntnissen nicht erschienen. Insgesamt sei die Zahl der Personen, die sich mit dem Erreger Sars-CoV-2 im Kreis Heinsberg nachweislich infizierten, nun auf 60 gestiegen.

Alle Personen, die unmittelbar zu einer infizierten Person Kontakt hatten und die selber Krankheitssymptome zeigen, sollen in häusliche Quarantäne gehen. Sie sollen der Kreissprecherin zufolge ihren Hausarzt konsultieren, der entscheide, ob ein Test vorgenommen wird.

Unterdessen wurde im ebenfalls nordrhein-westfälischen Lüdenscheid bei einem Lehrer das neuartige Coronavirus nachgewiesen. Ein Sprecher des Märkischen Kreises sagte am Samstag auf dpa-Anfrage, es seien 36 Kontaktpersonen in häusliche Quarantäne geschickt worden. Man habe von allen Abstriche genommen, die nun ins Labor geschickt würden. Die Förderschule des Kreises mit 95 Schülern und 20 Lehrern bleibe bis Ende der kommenden Woche geschlossen. Der Lehrer habe in dem besonders betroffenen Kreis Heinsberg an der Karnevalssitzung teilgenommen, die für NRW bisher als Ausgangspunkt gilt.

 13:30

Erster bestätigter Fall in Salzburg

In Salzburg ist am Samstag eine erste Person positiv auf das neue Coronavirus getestet worden. Das gab Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl (ÖVP) in einer Presseaussendung bekannt. "Nach ersten Informationen ist die betroffene Person in häuslicher Pflege", sagte Stöckl.

"Unmittelbar mit Bekanntwerden des positiven Testergebnisses laufen alle vorgesehenen Maßnahmen zur Eindämmung einer Ausbreitung weiter", so Stöckl. In einer Pressekonferenz am Nachmittag wolle man weitere Details bekannt geben.

 13:06

Michelin sagte Sterneverleihung ab

Der Restaurantführer Guide Michelin hat die für Dienstag geplante Sterneverleihung in Hamburg wegen des neuartigen Coronavirus abgesagt. Als Grund nannte Michelin Europe North am Samstag in einer Mitteilung die gesundheitlichen Risiken für die Teilnehmer. Die Auszeichnung der Restaurants erfolge in einer "digitalen Pressekommunikation".

 13:02

Weitere Infektionen in Deutschland

Das neuartige Coronavirus breitet sich in Deutschland weiter aus. Am Samstag meldete die nordrhein-westfälische Stadt Bonn den ersten Infektionsfall. Betroffen ist demnach ein Mann, der im offenen Ganztagsbereich einer Schule arbeitet. Derzeit würden die Eltern informiert und dringend gebeten, dass die Familien zunächst zuhause bleiben, erklärte die Stadt.

Vier Verdachtsfälle gab es Duisburg, wie die dortigen Behörden am Samstag mitteilten. Drei der Betroffenen seien in häuslicher Quarantäne, ein Patient werde in einer Klinik behandelt. Drei der Verdachtsfälle hatten sich demnach zuvor in einem der besonders betroffenen Gebiete in Italien aufgehalten, einer hatte Kontakt zu einem Infizierten im Zusammenhang mit den Fällen im besonders betroffenen Landkreis Heinsberg. Mit Testergebnissen werde im Laufe des späten Nachmittags gerechnet, erklärte die nordrhein-westfälische Stadt Duisburg.

Am Freitagabend und in der Nacht zum Samstag waren zuvor unter anderem aus Hessen und aus Baden-Württemberg neue Infektionsfälle gemeldet worden. In beiden Fällen zeigten sich nach Angaben der Behörden milde Krankheitszeichen.

 13:01

Juve gegen Inter und 4 weitere Serie-A-Spiele abgesagt

Der Terminplan der italienischen Fußball-Meisterschaft wird weiterhin vom Coronavirus durcheinandergewirbelt. Wie die Liga am Samstag vermeldete, wurden fünf für dieses Wochenende geplante Serie-A-Spiele abgesagt, darunter auch der große Schlager zwischen Juventus Turin und Inter Mailand. Die Matches AC Milan - Genoa, Parma - SPAL, Sassuolo - Brescia and Udinese - Fiorentina fallen ebenfalls aus.

Die Spiele sollen am 13. Mai nachgeholt werden. Alle fünf Partien hätten ursprünglich ohne Zuschauer stattfinden müssen. Hintergrund der Verschiebung ist offensichtlich die Hoffnung, dass die Matches Mitte Mai wieder mit Fans im Stadion über die Bühne gehen könnten.

 10:47

Zwei bestätigte Fälle in Niederösterreich

In Niederösterreich haben sich zwei Personen mit dem Coronavirus infiziert. Wie Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) am Samstagvormittag mitteilte, ist ein Ehepaar aus dem Bezirk Korneuburg in der Nacht auf Samstag positiv getestet worden. Es handelt sich um die ersten bestätigten Fälle im Bundesland.

Die Frau befindet sich nach Angaben von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) im Wiener Kaiser Franz-Josef-Spital. Der ebenfalls infizierte Mann zeige eine "milde Symptomatik". Er habe "einen Bescheid zur häuslichen Quarantäne bekommen und hält sich entsprechend des Erlasses des Gesundheitsministeriums zuhause im Bezirk Korneuburg auf". Die Kinder des Ehepaares seien gesund.

 10:11

Rasanter Anstieg an Neuinfektionen in Südkorea

In Südkorea ist die Zahl der Corona-Infizierten sprunghaft gestiegen. Es seien innerhalb eines Tages 594 neue Fälle registriert worden, teilte die staatliche Gesundheitsbehörde am Samstag mit. Dies ist der höchste Anstieg seit dem Auftreten der ersten Fälle des neuartigen Virus in dem Land. Zugleich starben drei weitere Menschen an Covid-19, die Zahl der Todesopfer stieg damit auf 16.

Insgesamt sind den Angaben zufolge in Südkorea damit fast 3.000 Infektionsfälle bestätigt. Das sind weltweit mit Abstand die meisten Fälle außerhalb Chinas.

In China starben innerhalb eines Tages weitere 47 Menschen an der neuartigen Lungenkrankheit, damit gibt es in der Volksrepublik nun schon 2.835 Todesfälle. Zugleich vermeldete die staatliche Gesundheitskommission in Peking am Samstag 427 neue Infektionsfälle, die Gesamtzahl stieg auf mehr als 79.000. Allerdings ist die Zahl der Neuinfektionen seit einigen Tagen relativ gering, sie liegt deutlich unter den Tausender-Zahlen der vergangenen Wochen.

 09:41

Steirische Infizierte war in Risikogebiet

Beim siebenten bestätigten Coronavirus-Fall in Österreich handelt es sich um eine ungefähr 50 Jahre alte Frau in der Steiermark. Sie war aus einem Risikogebiet in Oberitalien zurückgekehrt. Die Frau befand sich am Samstag mit einer leichten Infektion im Krankenhaus, hieß es am Samstag bei einer Pressekonferenz des Landes Steiermark.

Alle Kontaktpersonen wurden verständigt und aufgefordert, zu Hause zu bleiben, sagte die steirische Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP). Dabei handelt es sich um ihre Angehörigen. Laut dem Mediziner Karlheinz Tscheliessnigg ist die Frau "psychisch und gesundheitlich gefasst" und befindet sich "in guter Umgebung, wo sie kontrolliert und monitoriert wird". "Alle notwendigen Vorbereitungen wurden getroffen, die Bevölkerung kann sich sicher fühlen", betonte die steirische Sozialreferentin Doris Kampus (SPÖ).

 09:10

Neue Begrüßungs-Weise geht viral

Im Netz herrscht angesichts der Coronavirus-Panik auch Galgenhumor. Auf Videos aus verschiedenen Ländern schlagen Menschen eine neue Begrüßungs-Weise vor, um sich vor einer Ansteckung durch Händeschütteln zu schützen:

 08:45

Mehr als 400 Neu-Infizierte in China, 47 weitere Tote

In China sind weitere 47 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Samstag mitteilte, stammen allein 45 der neuen Opfer aus der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei, wo das Coronavirus ursprünglich ausgebrochen war.

Auch die Zahl neuer Erkrankungen legte erneut zu. Laut offiziellen Angaben wurden landesweit 427 neue Fälle registriert, davon 423 in Hubei. Die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen stieg auf dem chinesischen Festland damit auf 79.251. Bisher wurden 2.835 Tote in China bestätigt.

 08:33

Rabbi Schneier: "Ganz neue Dynamik" Israel/Iran möglich

Der Coronavirus sorgt weltweit für Angst und Schrecken, könnte aber gerade deswegen zur Lösung von verhärteten politischen Konflikten beitragen. Dies hofft der in den Nahost-Friedensbemühungen engagierte US-amerikanische Rabbi Marc Schneier. Im APA-Gespräch verweist er etwa darauf, dass Israel derzeit einen Impfstoff gegen das Virus entwickle, der insbesondere seinem Erzfeind Iran helfen könnte.

Der frühere Vizepräsident des World Jewish Congress (WJC) berichtete in einem Telefoninterview aus New York, dass der israelische Impfstoff möglicherweise schon in drei Wochen fertig sein werde. "Natürlich" würde Israel diesen auch dem Iran zur Verfügung stellen, wo das Virus derzeit bis in höchste Regierungskreise grassiert. "Es ist eine Ironie der Geschichte, dass Israel jener Staat werden könnte, der die Fähigkeit hat, das iranische Volk zu retten. Das könnte der Funke für eine ganz neue Dynamik zwischen Israel und dem Iran werden", sagte Schneier.

 08:09

Chinesische Forscher entwickeln Schnelltest

Chinesische Wissenschafter sind derzeit notgedrungen führend in der Bekämpfung von Covid-19 bzw. des Erregers SARS-CoV-2. Dringend notwendig wäre ein Schnelltest, mit dem man Infektionen binnen Minuten klären kann. Eine solche Untersuchungsmethode auf Antikörper im Blut haben chinesische Forscher entwickelt und erfolgreich getestet, berichten sie im "Journal of Medical Virology" (27. Februar).

Die Wissenschafter mit Erstautor Li Z (State Key Laboratory of Respiratory Disease in Guangzhou) und von neun weiteren chinesischen Forschungsinstitutionen und Krankenhäusern (unter anderem das Wuhan No. 1 Hospital) schreiben zu der Entwicklung in der Virologie-Fachzeitschrift: "Obwohl ein Test auf das genetische Material des Virus (SARS-CoV-2), ein Reverser Transkritase-PCR-Test, zur Standardmethode für den Nachweis von Infektionen geworden ist, haben diese Untersuchungs-Kits viele Einschränkungen. Außerdem wurde von einer hohen Rate an falsch-negativen Ergebnissen berichtet."

 23:52

++++ LIVE-Ticker wird Samstagfrüh fortgesetzt ++++

Hier endet der Live-Ticker vorübergehend. Die oe24-Redaktion hat ab Samstag, 8 Uhr Früh, wieder alles Infos rund um das Coronavirus für Sie parat.

 22:55

++++ Erster bestätigter Erkrankungsfall in der Steiermark ++++

Das Land Steiermark hat am späten Freitagabend den ersten bestätigten Erkrankungsfall mit einer Infektion mit dem Coronavirus in einer Aussendung vermeldet. Es wurde zu einer Pressekonferenz am Samstag um 9.30 Uhr ins Medienzentrum Steiermark geladen. Informationen zum Fall sollen erst da bekannt gegeben werden. Die APA wird am Samstag berichten.

 22:32

WADA sagte jährliches Symposium in Lausanne ab

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat angesichts der Verordnungen der Schweizer Gesundheitsbehörden wegen des Coronavirus ihr jährliches Symposium abgesagt. Das Treffen mit rund 1.000 Teilnehmern hätte vom 17. bis 19. März in Lausanne stattfinden sollen. In der Schweiz sind seit Freitag Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen bis 15. März ausgesetzt.

"Die WADA ist enttäuscht, dieses jährliche Event für Anti-Doping-Fachleute absagen zu müssen", schrieb WADA-Präsident Witold Banka in einer Mitteilung am Freitagabend. Dies sei aber nötig gewesen, um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten. Großes Thema des Treffens wären der WADA Code 2021 und dessen Neuerungen gewesen.

 22:24

Merkel: Nicht alle Veranstaltungen absagen

Beim Umgang mit dem neuartigen Coronavirus hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel für "Maß und Mitte" plädiert. Es sollten nicht alle Veranstaltungen deshalb abgesagt werden, sagte sie am Freitagabend auf ihrem Jahresempfang in ihrem vorpommerschen Bundestagswahlkreis in Stralsund.

Deutschland gehöre zu den Ländern, die die besten Voraussetzungen hätten, um mit dem Virus klarzukommen. Zudem könne jeder einzelne etwas dazu beitragen. Sie ging mit gutem Beispiel voran: "Ich gebe heute Abend niemandem die Hand", sagte Merkel. Am Freitagabend war wegen des Coronavirus die weltgrößte Reisemesse ITB abgesagt worden.

Während sich Merkel äußerte, wurde im Bundesland Hessen die zweite Coronavirus-Infektion bestätigt. Bei einem 29-Jährigen aus dem Hochtaunuskreis sei der Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, teilte das Sozialministerium am Freitagabend mit. Der Fall stehe in Zusammenhang mit dem ersten hessischen Coronavirus-Infizierten aus dem Lahn-Dill-Kreis.

Der 29-Jährige zeige milde Krankheitszeichen und sei häuslich isoliert. Er werde engmaschig vom Gesundheitsamt betreut, sein Zustand regelmäßig kontrolliert. Derzeit prüfe das Gesundheitsamt, ob es Kontaktpersonen gibt, die der Mann angesteckt haben könnte.

 21:20

Van der Bellen dankt den Helfern

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat sich Freitagabend via Social Media bei allen Helfern in der aktuellen Corona-Krise bedankt. "Sie alle bilden gemeinsam so etwas wie das 'Team Gesundheit Österreich' und tragen mit aller Kraft dazu bei, dass wir möglichst gesund bleiben", würdigte er Pfleger, Ärzte, Apotheker, Polizisten, Rettungsdienste, aber auch das Bundesheer und die Einsatzstäbe.

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"Auch Sie, liebe Bürgerinnen & Bürger, können einen Beitrag leisten, indem Sie die empfohlenen hygienischen Schutzmaßnahmen beachten", so der Bundespräsident weiter: "Wenn Sie Symptome aufweisen oder befürchten erkrankt zu sein, bleiben Sie bitte zu Hause & wählen Sie 1450. Vielen Dank!"

 21:19

BBC: 210 Tote im Iran - Teheran dementiert

Im Iran sind nach einem Bericht der BBC mindestens 210 Menschen durch die Coronavirus-Epidemie gestorben. Der persische Dienst der britischen Rundfunkgesellschaft bezog sich am Freitagabend auf Krankenhauskreise. Demnach starben die meisten Menschen in der Hauptstadt Teheran und in der zentraliranischen Stadt Kom. Die Behörden wiesen den Bericht empört zurück; es gebe lediglich 34 Tote.

Wie das Gesundheitsministerium in Teheran am Freitag mitteilte, wurden in den vergangenen 24 Stunden acht weitere Todesfälle gemeldet. Zudem seien 143 neue Ansteckungsfälle festgestellt worden, erklärte Ministeriumssprecher Kianush Jahanpur. Damit seien mittlerweile 388 Menschen mit dem Erreger der Lungenkrankheit Covid-19 infiziert.

Am Donnerstag hatte das iranische Gesundheitsministerium noch 245 Infizierte und 26 Tote vermeldet. In keinem anderen Land außerhalb Chinas sind bisher so viele Menschen gestorben. Sollten die offiziellen Zahlen zutreffen, wäre die Sterblichkeitsrate im Iran extrem hoch. Befürchtet wird daher eine hohe Dunkelziffer an Ansteckungen.

coronavirus © STR / AFP

Unterdessen bot die US-Regierung dem Iran Hilfe bei der Bekämpfung des Coronavirus an. US-Außenminister Mike Pompeo teilte am Freitag mit, die USA stünden dem iranischen Volk in der durch das neuartige Coronavirus verursachten Gesundheitskrise zur Seite. Die US-Regierung habe das Angebot zur Unterstützung den iranischen Behörden formell über die Schweizer Regierung zukommen lassen.

Washington und Teheran unterhalten keine diplomatischen Beziehungen. Nach der gezielten Tötung des iranischen Top-Generals Qassem Soleimani bei einem US-Raketenangriff im Irak hatte Anfang des Jahres weltweit Sorge geherrscht, dass es zu einem Krieg zwischen den USA und dem Iran kommen könnte. Die USA haben scharfe Wirtschaftssanktionen gegen den Iran verhängt.

Pompeo rief den Iran dazu auf, "vollständig und transparent" mit internationalen Hilfs- und Gesundheitsorganisationen zusammenzuarbeiten. Er verwies zugleich darauf, dass gewisse Spenden für den Iran etwa in Form von Medikamenten von den US-Sanktionen ausgenommen seien. Auf Twitter teilte Pompeo mit, er sei zutiefst besorgt über die Ausbreitung des Virus im Iran.

 21:15

Sicherheitsrat will viele Infos für die Bevölkerung

Recht allgemeine Empfehlungen hat Österreichs Nationaler Sicherheitsrat (NSR) am Freitagabend in Sachen Coronavirus getroffen. Der Bundesregierung wurde einerseits ein intensiver Austausch der für die Eindämmung zuständigen Stellen der öffentlichen Verwaltung empfohlen, andererseits eine umfangreiche Information der Bevölkerung. Auch das Thema Cyberabwehr stand am Tapet.

Der Beschluss wurde in dem Gremium, in dem auch die Oppositionsparteien vertreten sind, mit der Mehrheit von ÖVP und Grünen beschlossen. Man möge die Bevölkerung "umfangreich und abgestimmt über Verhaltensmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Coronavirus" informieren. Damit könne man Panik vermeiden, aber auch das Ausbreiten der Krankheit im Anlassfall verhindern.

nehammer © APA/HERBERT NEUBAUER

Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) betonte danach in einem schriftlich übermittelten Statement, dass realistischerweise die Zahlen an Coronavirus-Erkrankungen in Österreich und Europa weiter steigen würden. "Wir müssen daher alles uns mögliche tun, um das Virus so gut es geht einzudämmen", hier seien alle gefordert. "Wichtig ist mir, dass die Einsatzorganisationen und Ärzte volles Vertrauen und Unterstützung haben - sowohl von der Politik als auch von der Bevölkerung", meinte er.

 21:11

Zwei Team-Angehörige infiziert: UAE-Tour abgebrochen

Zwei positive Tests auf das Coronavirus haben zum Abbruch der UAE-Tour der Radprofis in den Vereinigten Arabischen Emiraten vor den letzten zwei Etappen am Freitag und Samstag und zur Abschottung des Hotels mit dem gesamten Tour-Tross geführt. Zwei italienische Mitarbeiter eines Teams sollen das Virus in sich tragen. Zehn Österreicher befinden sich unter den Hunderten im Hotel isolierten Personen.

Alle an der Rundfahrt beteiligen Personen mussten sich am frühen Freitagmorgen einem SARS-CoV-2-Test unterziehen und dürfen bis zum Vorliegen der Ergebnisse das gemeinsame Hotel in Abu Dhabi nicht verlassen.

Neben den vier Profis Patrick Konrad, Gregor Mühlberger, Marco Haller und Matthias Brändle sind laut dem österreichischen Außenministerium auch sechs Betreuer aus Österreich von den Maßnahmen betroffen. Wie Außenministeriums-Sprecher Peter Guschlbauer am Freitagabend der APA mitteilte, sollen die Testergebnisse am Samstag vorliegen. Danach sei eine Quarantäne von 14 Tagen möglich.

 21:08

Weiterer Anstieg der Fälle in Frankreich

In Frankreich ist die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Menschen auf 57 angestiegen. Neunzehn neue Fälle seien am Freitag bestätigt worden, teilte Gesundheitsminister Olivier Véran am Freitag in Paris mit. Damit habe man eine neue Etappe der Epidemie überschritten, erklärte der Ressortchef.

In Frankreich waren bereits zwei mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierte Menschen gestorben. Mitte Februar starb ein 80 Jahre alter chinesischer Tourist, am Mittwoch ein 60-jähriger Franzose, der erste Todesfall eines französischen Staatsbürgers in Frankreich.

 20:40

Ski alpin: Weltcup-Fortsetzung angesichts Coronavirus ungewiss

Kurz vor der Zieleinfahrt wird der Ski-Weltcup von einem Dilemma namens Coronavirus eingeholt. Nach dem Ausschluss von Zuschauern beim Finale in Cortina d'Ampezzo und Interviews mit Sicherheitsabstand wackelt sogar die Fortsetzung des Weltcups nach den Rennen von Hinterstoder. Die Verantwortlichen ringen um eine klare Position.

Als FIS-Chefrenndirektor der Herren ist Markus Waldner tagtäglich mit Risikomanagement betraut. "Um das Risiko zu minimieren muss man die Maschine stoppen. So wie es viele andere Verbände machen. Nur hat keiner die Courage, das zu entscheiden", sagte Waldner am Freitagabend vor Journalisten. Der Südtiroler ist tendenziell für einen Stopp, sieht das FIS-Council, ein Gremium des Internationalen Skiverbands, das aus 18 Vertretern nationaler Verbände besteht, in der Entscheidungspflicht. "Aber da kommt nichts zurzeit. Wenn die es nicht machen, dann fahren wir weiter."

 20:32

Sondertreffen der EU-Gesundheitsminister am Freitag

Die EU-Gesundheitsminister wollen bei einem Sondertreffen am kommenden Freitag erneut ihr Vorgehen bei der Eindämmung des neuartigen Coronavirus abstimmen. Dies teilte ein Sprecher der EU-Kommission am Freitag in Brüssel mit. Zuletzt hatten sich die Minister vor zwei Wochen getroffen. EU-Angaben zufolge gab es am Freitag 19 Tote und 815 Infizierte in der EU.

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, erklärte am Freitag, die Bedrohung durch das neuartige Coronavirus sei nun "sehr hoch" und sei damit auf die höchste Stufe angehoben worden. "Der anhaltende Anstieg der Fälle und der Zahl der betroffenen Länder in den vergangenen Tagen sind eindeutig besorgniserregend", sagte er vor Journalisten in Genf. Laut WHO sind mittlerweile rund 50 Länder betroffen.

In China, dem Ausgangspunkt der Epidemie, ging die Zahl der Neuansteckungen unterdessen weiter zurück. Die dortige Zahl der Todesopfer gibt die WHO mit 2791 Menschen an, im Rest der Welt waren es demnach 67.

In Kroatien wurden indes zwei weitere Erkrankungsfälle bestätigt, einer in der Hauptstadt Zagreb und ein weiterer in Rijeka. Es handelte sich um Personen, die in Kontakt mit Coronavirus-Patienten gewesen seien. Damit sind in dem Adrialand bereits fünf Personen infiziert.

 20:20

China mobilisiert gesamtes Land im Kampf gegen Covid-19

CGTN hat sich in einem kürzlichen Bericht den chinesischen Bemühungen gewidmet, den laufenden Ausbruch des Coronavirus zu bekämpfen, und dazu ein Originalvideo veröffentlicht.

Zum neuen Jahr wurde China von einer Bedrohung der Volksgesundheit heimgesucht. Wuhan, eine Metropole mit 11 Millionen Einwohnern in der zentralchinesischen Provinz Hubei, wurde zum Epizentrum eines neuen Coronavirus.

Am 23. Januar verhängten die chinesischen Behörden Quarantäne für Wuhan, eine Verkehrsdrehscheibe mit einer Bevölkerung des 1,3-fachen von New York, um die Erkrankung in Schranken zu halten.

Die rapide steigende Zahl der Infektionsfälle hat das örtliche Gesundheitssystem enormen Belastungen ausgesetzt. Eine nie da gewesene Rettungsmission und ein landesweiter Feldzug gegen die Epidemie begannen.

Die ersten Kontingente medizinischer Teams von außerhalb Hubeis trafen am chinesischen Neujahr ein. Derweil wurden chinesische Unternehmen angewiesen, innerhalb von 10 Tagen ein Krankenhaus mit 1.000 Betten zu bauen. Die Arbeiten an einer weiteren Einrichtung mit 1.300 Betten begannen zwei Tage später.

Seitdem haben acht chinesische Spitzenkräfte der Forschung, darunter Zhong Nanshan, ein erfahrener Fachmann für die Atemwege, Forschungsgruppen geleitet, um die Kontrolle und Behandlung der Erkrankung in Wuhan zu steuern.

 20:00

Sea Watch-3 und Ocean Viking unter Quarantäne

Die italienischen Behörden haben die Rettungsschiffe "Sea-Watch 3" und "Ocean Viking" unter Quarantäne gestellt. 14 Tage lang werden die beiden Schiffe nicht auf See gehen können, teilte die deutsche NGO "Sea Watch" am Freitag per Twitter mit. Sie beklagte eine "diskriminierende Maßnahme", die das Leben von Menschen auf der Flucht von Libyen gefährde.

Die "Sea Watch-3" war am Donnerstag mit 194 Migranten an Bord im sizilianischen Hafen Messina gelandet. Das fünfköpfige Ärzteteam an Bord hatte gemeinsam mit den italienischen Gesundheitsbehörde alle Migranten beim Verlassen des Schiffes auf Coronavirus getestet. Dabei waren keine Auffälligkeiten aufgetreten.

 19:49

Tottenhams Son muss bei Rückkehr in Quarantäne

Der südkoreanische Fußball-Star Son Heung-min wird nach seiner Rückkehr von einer Arm-Operation in seiner Heimat einige Zeit in Quarantäne verbringen müssen, ehe er wieder mit dem Team von Champions-League-Finalist Tottenham Hotspur trainieren kann. Dies ist eine Vorsichtsmaßnahme wegen des grassierenden Coronavirus.

Wie Tottenham-Trainer Jose Mourinho am Freitag mitteilte, werde Son, der sich den Arm gebrochen hatte, "sehr bald" nach England zurückkehren. Der 27-Jährige müsse aber "ein Sicherheitsprotokoll befolgen". Laut jüngsten Zahlen der südkoreanischen Gesundheitsbehörde gebe es im Land mehr als 2.300 Fälle des sich schnell ausbreitenden Virus SARS-CoV-2 und derzeit 16 Todesfälle.

 19:40

++++ Berliner Reisemesse ITB abgesagt ++++

Die internationale Tourismus-Messe ITB in Berlin wird wegen der Coronavirus-Folgen abgesagt. Das teilte die Messe Berlin am Freitagabend mit. Die weltgrößte Reisemesse sollte vom 4. bis 8. März in der deutschen Hauptstadt stattfinden.

In den Tagen und Wochen zuvor hatten sich immer mehr Aussteller abgemeldet, nicht nur aus China. Die Messeleitung hatte aber weiter an der ITB festgehalten. Die Messe war bereits ausgebucht.

 19:39

Lufthansa plant starke Kürzung des Angebots

Der AUA-Mutterkonzern Lufthansa plant wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus eine deutliche Verringerung seines Flugangebots. Wie sich dies auf die Geschäftszahlen auswirke, sei derzeit nicht abschätzbar, teilte der Konzern am Freitag mit.

Lufthansa habe weitere Maßnahmen beschlossen, um den wirtschaftlichen Folgen zu begegnen, teilte die Fluggesellschaft mit. Danach könne das Angebot von Kurz- und Mittelstreckenflügen in Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung bei der Verbreitung des Coronavirus in den kommenden Wochen um bis zu ein Viertel reduziert werden. Auch bei den Langstreckenverbindungen würden die Airlines der Lufthansa Group ihr Programm weiter verringern.

lufthansa.jpg © Lufthansa

Die Zahl der rechnerisch nicht eingesetzten Langstreckenjets der Lufthansa Group wird von 13 auf bis zu 23 Flugzeuge ansteigen. Der Konzern prüft darüber hinaus die Möglichkeit von Kurzarbeit in verschiedenen Bereichen.

Bei der Lufthansa-Tochter Austrian Airlines hieß es Freitagabend zur APA, man müsse genau prüfen, welche Maßnahmen ergriffen würden. Details werde man in der nächsten Woche veröffentlichen.

Die Lufthansa legt am 19. März 2020 ihren Geschäftsbericht für das vergangene Jahr vor.

 19:35

UN-Generalsekretär: Für Eindämmung wird es eng

Die Bekämpfung des Coronavirus Sars-CoV-2 hat nach Einschätzung von UN-Generalsekretär Antonio Guterres einen kritischen Punkt erreicht. "Wir wissen, dass eine Eindämmung möglich ist, aber das Zeitfenster schließt sich", sagte Guterres am Freitag in New York.

Guterres © APA/AFP/MICHAEL TEWELDE

Es sei für alle Regierungen die Zeit gekommen, den Erreger mit allen Mitteln zu bekämpfen - "und dies ohne Stigmatisierung und unter Achtung der Menschenrechte". Es gelte, bestmöglich vorbereitet zu sein, betonte Guterres.

 19:33

Tirol richtet mobile Screening-Teams ein

In Tirol werden im Kampf gegen das Coronavirus nun mobile Screening-Teams eingerichtet. Damit können die für eine Coronavirus-Testung notwendigen Abstriche in ganz Tirol in Zukunft auch zuhause durchgeführt werden, teilte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) am Freitag mit. Alle 40 am Freitag am Virologischen Institut untersuchten Testergebnisse waren indes negativ.

Durch die mobilen Screening-Teams können Ärzte, nachdem die betroffene Person zunächst telefonisch Kontakt aufgenommen hat, mit entsprechender Schutzausrüstung zu den Betroffenen nach Hause kommen und dort Abstrichproben nehmen. Diese werden dann durch den Rettungsdienst in das Virologische Institut nach Innsbruck gebracht, hieß es.

Landessanitätsdirektor Franz Katzgraber wies in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, dass Personen, die den Verdacht haben, an Corona erkrankt zu sein, zunächst ausschließlich telefonisch ihren Hausarzt kontaktieren oder die Gesundheitshotlines anrufen sollen. Der direkte Weg in die Ordination soll vermieden werden, um gegebenenfalls nicht andere Menschen anzustecken.

 18:59

Keine Einschränkungen für Veranstaltungen in Wien

Der medizinische Krisenstab der Stadt Wien hat am Freitag im Zuge der Coronavirus-Epidemie die Entscheidung getroffen, vorerst keine Einschränkungen für Kongresse, Tagungen, Sportveranstaltungen und ähnliche Veranstaltungen auszusprechen. Teilnehmer sowie Gästen aus betroffenen Regionen wurde jedoch ein Fernbleiben angeraten, teilte die Landessanitätsdirektion per Aussendung mit.

Die Frage vieler Veranstalter zu möglichen behördlichen Einschränkungen wurde im medizinischen Krisenstab dahin gehend beantwortet, dass die derzeitige epidemiologische Situation rund um die Verbreitung des Virus in Wien und Umgebung keine behördlichen Maßnahmen zur Einschränkung bedarf. Allerdings wird die Empfehlung ausgesprochen, Teilnehmer von Veranstaltungen, die entweder direkt oder im Laufe der vergangenen zwei Wochen aus betroffenen Regionen anreisen, aufzufordern, "die Veranstaltung zu vermeiden - dies jedenfalls im Fall vom Auftreten erster Grippe-ähnlicher Symptome". Diese Empfehlung gilt bis auf Widerruf und werde im medizinischen Krisenstab laufend evaluiert.

 18:47

FIFA-Chef schloss Absage von Länderspielen nicht aus

FIFA-Präsident Gianni Infantino hält eine Absage der kommenden Fußball-Länderspiele im März aufgrund des Coronavirus nicht für undenkbar. "Ich würde im Moment nichts ausschließen", sagte der Schweizer laut der Nachrichtenagentur AP am Freitagabend in Holywood bei Belfast.

"Ich hoffe, wir müssen nicht in diese Richtung gehen. (...) Wir dürfen das nicht unterschätzen und sagen, es ist nichts", erklärte Infantino bei einem Besuch in Nordirland. "Aber wir dürfen auch nicht überreagieren und in Panik geraten. Wir müssen uns an die Anweisungen der Behörden halten."

Infantino.jpg © Getty

Das österreichische Nationalteam spielt im Rahmen der Vorbereitung auf die EM 2020 am 27. März in Swansea gegen Wales und am 30. März in Wien gegen die Türkei. Stand jetzt stehen diese Partien auch nach den ersten nachgewiesenen Fällen von SARS-CoV-2 in Österreich derzeit nicht zur Diskussion.

Spiele ohne Zuschauer, wie sie derzeit etwa im italienischen Fußball als Vorsichtsmaßnahme praktiziert werden, sind für Infantino nur eine kurzfristige Lösung. "Man kann sich nicht vorstellen, dass ein Wettbewerb über mehrere Monate mit mehreren Spielen hinter verschlossenen Türen ausgetragen wird", sagte der FIFA-Chef.

 18:24

++++ Positiv getesteter Wiener ist Schüler in Hollabrunn ++++

Der ebenso wie seine Eltern positiv auf das Coronavirus getestete Jugendliche aus Wien ist Schüler am Erzbischöflichen Gymnasium Hollabrunn. Die Bezirkshauptmannschaft habe umgehend Maßnahmen zur häuslichen Quarantäne eingeleitet, teilte Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) am Freitagabend nach einer Lagebesprechung im NÖ Landhaus mit.

Betroffen seien vier Lehrkräfte sowie 23 Schülerinnen und Schüler der Geburtsjahrgänge 2003 bis 2005. Die verfügte "Absonderung in den eigenen Räumlichkeiten", also häusliche Quarantäne, bedeute, dass der eigene Wohnbereich nicht verlassen werden dürfe, und bei Auftreten von Symptomen die Gesundheitsbehörde (Bezirkshauptmannschaft) zu verständigen sei. Die Maßnahmen blieben bis 11. März aufrecht, teilte das Land mit.

 18:23

Zahl der Todesopfer in Italien auf 21 gestiegen

Die Zahl der Todesopfer durch die Coronavirus-Epidemie in Norditalien ist auf 21 gestiegen. Bei den drei neuen Todesopfern handle es sich um einen Patienten im Alter von 77 Jahren und um zwei Personen im Alter von über 80 Jahren, die bereits an anderen Krankheiten litten, teilte der italienische Zivilschutzchef Angelo Borrelli bei einer Pressekonferenz am Freitag in Rom mit.

coronavirus © Miguel MEDINA / AFP

Die Zahl der Infektionen kletterte auf 821, die Hälfte der Infizierten seien ohne Symptome, sagte der Zivilschutzchef. 345 Infizierten liegen im Spital, 64 befinden sich auf der Intensivstation. 46 Menschen seien genesen, sagte Borrelli. Die meisten Infizierten wurden weiterhin in der Lombardei gemeldet. In der norditalienischen Region gab es 531 Infektionsfälle, 235 Patienten befinden sich im Spital. 4.835 Abstriche wurden durchgeführt, 75 Prozent waren negativ, teilten die regionalen Gesundheitsbehörden mit.

Die Regierung in Rom plant am Freitagabend die Verabschiedung einer Verordnung mit wirtschaftsstützenden Maßnahmen. Die sollen vor allem die von dem Infektionsherd am stärksten betroffenen Gemeinden zugute kommen.

 18:13

Raktionen der Börse auf das Coronavirus

börse.jpg © apa

 18:05

Vatikan beruhigt: "Leichtes Unwohlsein" beim Papst

Der Vatikan ist Coronavirus-Gerüchten rund um Papst Franziskus entgegengetreten. Beim Kirchenoberhaupt sei nichts anderes als ein "leichtes Unwohlsein" diagnostiziert worden, sagte Vatikan-Sprecher Matteo Bruni am Freitagnachmittag nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur ANSA. Franziskus hatte am Donnerstag und Freitag mehrere Termine außerhalb des Vatikan abgesagt.

Bruni sagte, dass Franziskus am Freitagnachmittag in seiner Residenz, dem Gästehaus Santa Marta, Begegnungen gehabt habe. Nachdem er am Donnerstag kurzfristig eine Messe abgesagt hatte, strich auch am Freitag aus gesundheitlichen Gründen weitere Termine. Der 83-Jährige habe beschlossen, "die offiziellen Audienzen des Tages zu verschieben" und von zu Hause aus zu arbeiten, hatte Bruni am Freitagvormittag mitgeteilt.

Der Papst hatte die Generalaudienz am Mittwoch auf dem Petersplatz zum Aschemittwoch geleitet. Dabei war seine heisere Stimme aufgefallen. Italien ist das derzeit vom Coronavirus am stärksten betroffene europäische Land. Auch in Rom wurden mehrere Infektionen diagnostiziert. Bis Donnerstagabend gab es 17 Tote und 653 Infizierte im Stiefelstaat, aus dem sich das Virus auch in mehrere andere europäische Staaten, darunter Österreich, verbreitete.

Der Ökumenische Rat der Kirchen (Weltkirchenrat, ÖRK) verschob indes die Sitzung seines Leitungsgremiums von März auf August. Aus Sorge über Folgen von COVID-19 werde der Zentralausschuss nicht von 18. bis 24. März, sondern von 18. bis 25. August tagen, teilte der ÖRK laut Kathpress am Freitag in Genf mit. Ebenso wurde die Sitzung des Exekutivkomitees, die ihm vorausgehen sollte, auf 15. bis 22. Juni verschoben.

Für die Nachfolge des lutherischen Theologen und Pastors Tweit kandidieren die derzeit an der Spitze von "Churches Together in England" stehende Elizabeth Joy, die der syro-malankarischen Kirche angehört, sowie Pfarrer Jerry Pillay, Kirchenhistoriker an der Universität von Pretoria und Mitglied der presbyterianischen Kirche in Südafrika. Tveit wollte nach zwei fünfjährigen Amtsperioden nicht mehr kandidieren. Ende Jänner wurde der 59-Jährige zum Vorsitzenden der Kirche von Norwegen gewählt. Am 26. April soll er in das Amt eingeführt werden.

 17:39

72-jähriger infizierter Wiener ist renommierter Anwalt

Bei dem 72-jährigen Patienten in Wien, der sich mit dem Coronavirus infiziert hat und der zehn Tage mit Grippe-Symptomen in der Rudolfstiftung behandelt wurde, ehe er am Donnerstag ins Kaiser-Franz-Josef-Spital verlegt wurde, handelt es sich nach APA-Informationen um einen renommierten Anwalt. Dass er Kanzleimitarbeiter angesteckt haben könnte, ist nach menschlichem Ermessen ausgeschlossen.

Wie ein Sprecher von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) am Freitagabend dazu der APA erklärte, lagen die Kontakte des Anwalts in seine Kanzlei längere Zeit zurück. Unter Berücksichtigung der Inkubationszeit sei es daher nicht möglich, dass für Mitarbeiter eine Ansteckungsgefahr gegeben war. Das Gesundheitsamt erachtete es unter diesen Umständen für nicht erforderlich, im beruflichen Umfeld des 72-Jährigen Tests auf eine Erkrankung mit dem Coronavirus durchzuführen.

Demgegenüber sind 181 Spitalsmitarbeiter, die mit dem Mann womöglich Kontakt hatten, negativ auf eine Infektion getestet worden. Wo sich der 72-Jährige selbst angesteckt hat, steht nach wie vor nicht fest.

 17:29

Verdachtsfälle in Salzburg bisher negativ

Im Bundesland Salzburg sind bisher alle Tests auf Erkrankungen mit dem Coronavirus negativ verlaufen. Mit Stand von heute, Freitag, 16.00 Uhr hat es insgesamt 43 Verdachtsfälle gegeben. Die Zahl der Meldungen steigt. Der Landessanitätsdirektion wurden heute 20 Verdachtsfälle aus dem gesamten Land gemeldet. In elf Fällen laufen die Tests noch, insgesamt neun Proben wurden heute negativ getestet.

apa.jpg © apa

Ab heute sind in allen Bezirken mobile Testteams sieben Tage in der Woche von 8.00 Uhr bis 19.00 Uhr unterwegs. Laut Landes-Medienzentrum handelt es sich um drei Teams des Roten Kreuzes mit Sanitätern und fallweise mit pflegerischem Personal aus den Spitälern. Die gute Zusammenarbeit zwischen Rotem Kreuz und dem Land Salzburg habe sich schon bewährt, hieß es. Auch bei der einzigen Auswertungsstelle im Land sei man jetzt noch besser gerüstet, erklärte Gesundheitsreferent LHStv. Christian Stöckl (ÖVP). "Die Kapazitäten im Uniklinikum Salzburg werden erhöht, sodass wir in der Lage sind, bei Bedarf rund um die Uhr Proben auszuwerten."

 17:22

Hongkong stellt Tiere von Infizierten unter Quarantäne

Alle Haustiere von Hongkonger Coronavirus-Infizierten sollen nach Anordnung der Regierung unter Quarantäne gestellt werden. Wie die Behörden am Freitag mitteilten, wird der Hund einer 60-jährigen Erkrankten bereits auf einer Isolierstation behandelt, weil er sich möglicherweise mit Sars-CoV-2 angesteckt hat.

"Proben aus der Nasen- und Mundhöhle wurden schwach positiv auf COVID-19 getestet", sagte ein Regierungssprecher. Laut dem Sprecher ist unklar, ob sich der Hund tatsächlich mit dem Virus angesteckt hat oder ob die niedrigen Werte im Nasen- und Mundbereich vielleicht aus seiner Umwelt stammen könnten. Der Hund zeige zwar keine "relevanten Symptome", sei aber vorsichtshalber für 14 Tage unter Quarantäne gestellt worden, hieß es weiter. Der Vierbeiner wird demnach intensiv medizinisch überwacht und weiteren Tests unterzogen.

 17:18

Erster bestätigter Fall auf Island

Auch auf der Nordatlantik-Insel Island ist erstmals das neuartige Coronavirus nachgewiesen worden. Ein Mann mittleren Alters, der kürzlich in Norditalien gewesen sei, sei positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden, teilten die Behörden des kleinen europäischen Landes am Freitag mit. Er sei nicht schwer krank, zeige aber typische Symptome der Covid-19-Erkrankung.

Er befinde sich nun im nationalen Universitätsklinikum in der Hauptstadt Reykjavik in Isolation. Island gehört zwar nicht zur Europäischen Union, ist als Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraums aber eng mit der EU verbunden. In Skandinavien sind bisher außerdem Coronavirus-Fälle in Finnland, Schweden, Norwegen und Dänemark bestätigt worden.

 17:16

"Keine Bussis" bei RTL-Tanzshow "Let's Dance"

Tanzen ja, Bussis nein: Auch bei der RTL-Tanzshow "Let's Dance" sorgt man wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus vor. Um das Ansteckungsrisiko möglichst gering zu halten, seien allen an der Produktion Beteiligten Empfehlungen ausgesprochen worden, erklärte eine RTL-Sprecherin am Freitag.

Dazu zählt nach Angaben des Senders, "auf körperliche Höflichkeitsbekundungen und Körperkontakt zu verzichten" - oder kurz: "Keine Bussis & Umarmungen". Beim Tanzen lasse sich ein Kontakt aber natürlich nicht vermeiden. Zu den Hygieneregeln im Studio zählt auch das häufige Händewaschen.

lets dance © getty images

In der Show tanzen 14 Prominente zusammen mit Profi-Tänzern - darunter Komikerin Ilka Bessin ("Cindy aus Marzahn"), Ex-Fußballer Ailton und die Freundin des Schlagersängers Michael Wendler, Laura Müller. Am Freitagabend steht die zweite Show auf dem Programm. Über die Hygieneregeln hatten mehrere Medien berichtet. Das österreichische Pendant zum deutschen "Let's Dance" startet am nächsten Freitag (ORF1, 20.15, 6. März) unter dem bewährten Titel "Dancing Stars".

 16:38

Bereits 34 Tote im Iran

Im Iran ist die Zahl der Todesopfer durch die Coronavirus-Epidemie nach offiziellen Angaben auf 34 gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium in Teheran am Freitag mitteilte, wurden in den vergangenen 24 Stunden acht weitere Todesfälle gemeldet. Zudem seien 143 neue Ansteckungsfälle festgestellt worden, erklärte der Ministeriumssprecher Kianusch Dschahanpur.

Damit seien mittlerweile 388 Menschen mit dem Erreger der Lungenkrankheit Covid-19 infiziert. Am Donnerstag hatte das iranische Gesundheitsministerium noch 245 Infizierte und 26 Tote vermeldet. In keinem anderen Land außerhalb Chinas sind bisher so viele Menschen gestorben. Sollten die offiziellen Zahlen zutreffen, wäre die Sterblichkeitsrate im Iran extrem hoch. Befürchtet wird daher eine hohe Dunkelziffer an Ansteckungen.

Ausgangspunkt für die Verbreitung der Krankheit war die zentraliranische Stadt Kom. Inzwischen hat sich das Virus auf alle Landesteile ausgebreitet. Von den 143 neuen Fällen wurden nach Angaben des Ministeriums 64 aus der Hauptstadtregion Teheran, 25 aus der Provinz Gilan, 16 aus Kom und zehn aus Isfahan gemeldet. Damit sind nun 24 iranische Provinzen von der Epidemie betroffen.

Die 143 neuen Ansteckungsfälle waren der mit Abstand stärkste Anstieg der Infektionsfälle im Iran innerhalb eines Tages seit der Bekanntgabe des ersten Falls am 19. Februar. Der Anstieg werde noch "einige Tage oder sogar Wochen" anhalten, sagte der Ministeriumssprecher Dschahanpur.

Gesundheitsminister Said Namaki gab am Freitag die Schließung aller Schulen von Samstag bis Dienstag bekannt. "Uns steht eine sehr schwierige Woche bevor", sagte er im Staatsfernsehen.

 16:38

Moskau schiebt 88 Ausländer ab

Moskau schiebt 88 Ausländer ab, weil sie gegen Quarantänemaßnahmen verstoßen haben. Das teilt der stellvertretende Bürgermeister der russischen Hauptstadt der Nachrichtenagentur RIA zufolge mit. In Russland befinden sich hunderte Menschen in Quarantäne, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern.

 16:01

Britischer "Diamond Princess"-Passagier gestorben

Ein Brite von Bord des vom neuen Coronavirus betroffenen Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" in Japan ist gestorben. Das berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Freitagabend (Ortszeit) unter Berufung auf das Gesundheitsministerium in Tokio.

Kreuzfahrtschiff © Filippo MONTEFORTE / AFP / APA

 15:36

+++ Sohn von Wiener Paar ebenfalls positiv getestet +++

Auch der Sohn eines bereits mit dem Coronavirus infizierten Wiener Paares ist positiv getestet worden. Das teilte das Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) am Freitag der APA mit. Die Tochter ist hingegen nicht infiziert, hieß es.

Bei den Kindern handelt es sich um Jugendliche, wobei das genaue Alter nicht genannt wurde. Der Sohn geht in Niederösterreich in die Schule. Die Behörden dort seien informiert worden, hieß es.

 13:43

Getestete Spitalsmitarbeiter in Wien alle negativ

Jene 90 Mitarbeiter aus dem Gemeindespital Rudolfstiftung, die mit dem ersten Wiener Coronaviruspatienten in Kontakt waren, sind nicht infiziert worden. Die Tests seien negativ verlaufen, teilte ein Sprecher von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) der APA am Freitag mit.

Untersucht wurde jenes Personal, das in der Rudolfstiftung persönlich mit dem Betroffenen Kontakt hatte. Der 72-Jährige war dort als Grippepatient. Erst nach zehn Tagen stationärem Aufenthalt ergab ein routinemäßiger Test, dass er mit dem Virus infiziert ist.

Über die Art der Ansteckung wird noch gerätselt. Der Patient war zuvor nicht im Ausland. Nun wird der "Patient Null" gesucht, also jene Person, bei der er sich in Österreich angesteckt hat.

 13:01

Hoteliers beklagt Einbußen

Die weitere Ausbreitung des Coronavirus trifft auch den Tourismus. Heimische Hotels leiden bereits unter Geschäftseinbußen. In der gehobenen Kategorie berichten 63 Prozent von 508 befragten Hoteliers von Stornos im Zusammenhang mit Corona. 59 Prozent der Vier- und Fünf-Sterne-Häuser beklagen Buchungsrückgänge. Das stellte die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) in einer Blitzumfrage fest.

Bei den Hotels gingen die Neubuchungen gegenüber dem üblichen Geschäft im Schnitt um ein Viertel zurück. Der Mittelwert der entgangenen Übernachtungen liegt bei etwa 174 pro Betrieb, der Medianwert bei 48 Nächten. "Einige sind sehr stark betroffen, der Durchschnittsbetrieb mit eher rund 50 Nächten", sagte ÖHV-Sprecher Martin Stanits zur APA.

Die Einnahmenausfälle pro Hotel betragen bei knapp 55 Prozent der Hotels zwischen 1.000 und 10.000 Euro, vereinzelt (bei fast 7 Prozent) aber sogar über 100.000 Euro bis hin zu einigen Hunderttausend Euro. "In der absoluten Mehrzahl der Fälle liegen die Summen im vierstelligen Euro-Bereich. Es gibt aber auch sehr stark betroffene Unternehmen", berichtete ÖHV-Generalsekretär Markus Gratzer unter Verweis auf Hotels mit Ausfällen "im mittleren sechsstelligen Bereich", also um eine halbe Mio. Euro herum. Ein Fünftel der Häuser berichtet von Umsatzeinbußen zwischen 10.000 und 20.000 Euro, knapp 13 Prozent verbuchten um 20.000 bis 50.000 Euro weniger Einnahmen und bei weiteren fast 6 Prozent gingen die Umsätze um 50.000 bis 100.000 Euro zurück.

 12:18

Manche stocken Vorräte auf, Händler verstärken Logistik

Nach den ersten Fällen des Coronavirus in Österreich stocken manche Menschen aus Sorge auch hierzulande ihre Speisekammern und Vorräte auf. Gefragt seien vor allem Grundnahrungsmittel wie Reis und Nudeln sowie länger haltbare Lebensmittel in Dosen, ergab ein APA-Rundruf bei großen Supermarktketten. In den sozialen Medien kursieren Bilder mit teilweise leeren Nudel-Regalen.

"Wir haben die Warenlogistik verstärkt und liefern mehr Ware an die Märkte aus und haben natürlich auch die Bestellungen bei den Herstellern entsprechend angepasst", sagte Spar-Sprecherin Nicole Berkmann.

Auch der Rewe-Konzern, zu dem in Österreich die Lebensmittelketten Billa, Merkur, Penny und Adeg zählen, sieht sich für die verstärkte Nachfrage vorbereitet und könne die Mengen bereitstellen. "Wir haben auch bei Nudeln aus Italien genügend Ware lagernd." Natürlich könne es beim Nudelregal in der Filiale punktuell dazu kommen, dass vermehrt Ware gekauft werde und die Mitarbeiter erst nachsortieren müssten, sagte eine Sprecherin.

Hofer setze alles darin, in jeder Filiale volle Verfügbarkeit zu haben, hieß es seitens des Unternehmens zur APA. Im Moment komme es in machen Regionen zu einer erhöhten Nachfrage nach einzelnen Warengruppen.

 12:18

Knapp 60 bestätigte Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es mittlerweile knapp 60 Fälle von bestätigten Infektionen mit Coronavirus Sars-CoV-2. Das teilte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Freitag in Berlin mit. Trotz der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus schätzen die Behörden das Risiko für die Menschen in Deutschland als nur mäßig ein.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Freitag zwar 27 neue Infektionen, doch diese seien im Wesentlichen in den bekannten drei Regionen aufgetreten. "Zur Zeit scheint es kein breites Geschehen in Deutschland zu geben", sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade. "Das Risiko für Deutschland ist gering bis mäßig einzuschätzen."

 11:06

Slowakei kontrolliert Grenzen nach Österreich

Die Slowakei will Autos aus Österreich wegen des neuen Coronavirus kontrollieren. Das kündigte der slowakische Ministerpräsident Peter Pellegrini nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats am Donnerstag an. Die Maßnahme solle am Freitag oder spätestens Samstag beginnen, meldeten die slowakische und die tschechische Nachrichtenagenturen TASR und CTK.

Die burgenländische Polizei konnte die Maßnahme vorerst nicht bestätigen. Pellegrini sagte: "Es wird Kontrollen aller Autos geben, die in die Slowakei kommen," Der Verkehr würde verlangsamt und die Reisenden von den Grenzbeamten nach Gesundheitsproblemen gefragt. Ab Freitag würden auch alle Passagiere auf den internationalen Flughäfen medizinisch untersucht. Flugpassagieren werde die Temperatur gemessen.

Das slowakische Außenministerium warnte unterdessen vor Reisen in Länder, in denen Coronavirus-Fälle bestätigt wurden. In der Slowakei selbst wurden bisher keine Fälle gemeldet.

 10:44

Info-Kampagne: Mit Symptomen 1450 wählen

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) haben am Freitag eine Informationskampagne präsentiert, um die Bevölkerung über das neuartige Coronavirus aufzuklären. Mit Symptomen, die potenziell auf eine Infektion hindeuten, soll man für medizinische Auskünfte die Telefonnummer 1450 wählen, mit Fragen und Sorgen allgemein die Hotline unter 0800 555 621.

Mit der verstärkten Information wolle man "den Menschen Sicherheit geben, Sorgen ernst nehmen und Fragen beantworten", sagte Nehammer. Der Innenminister verwies zugleich auf Kooperationen mit den österreichischen Medien, "um möglichst breit zu informieren", sowie die enge Abstimmung mit Nachbarstaaten. Der Zweck aller Maßnahmen sei: "Das Virus so gut als möglich einzudämmen." Bisher wurden laut Nehammer in Österreich rund 760 Tests durchgeführt, fünf Fälle gelten als bestätigte Infektionen mit SARS-CoV-2, es handle sich bei solchen Zahlen aber immer um Momentaufnahmen.

Dass mittlerweile international rund 36.300 Menschen als vom Coronavirus geheilt gelten, sei eine der erfreulichen Nachrichten, sagte Anschober. Auch die Entwicklung in China lasse den Schluss zu, dass die dort gesetzten strengen Maßnahmen durchaus erfolgreich seien. Bisher 2.858 Todesfälle international und EU-weit 829 bestätigte Erkrankungen, der anhaltend starke Anstieg der Fälle in Italien sowie die Lage in Deutschland mit 48 bestätigten Fällen sei hingegen "durchaus besorgniserregend". "Die Herausforderung für die nächsten Monate ist groß, auch in Österreich werden die Zahlen zunehmen", betonte der Gesundheitsminister. Mit einer Strategie der Eingrenzung versuche man, die Ausbreitung zu minimieren und vor allem "Zeit zu gewinnen".

Franz Lang, stv. Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, kündigte Ratschläge für die Organisatoren von in den nächsten Tagen und Wochen angesetzte Großveranstaltungen durch den Einsatzstab an. Ein weiterer wichtiger Punkt sei dort im Moment die Ressourcenbeschaffung sowie die Vorplanung für Bereiche wie Lebensmittelversorgung und Transportinfrastruktur. "Das sind die Themen, die wir momentan besprechen", so Lang.

 10:44

Schweiz verbietet Sport-Großveranstaltungen bis 15.3.

Alle Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen sind ab sofort und bis mindestens am 15. März in der Schweiz verboten. Der Bundesrat fällte diesen Entscheid am Freitag wegen der Coronavirus-Epidemie. Betroffen davon ist auch der Sport, insbesondere die oberen Ligen im Fußball und Eishockey. Noch ist unklar, welche Auswirkungen das auf verschiedene Spielpläne hat.

 09:37

35 Prozent Infektionsrate bei engem Kontakt

Bei engem sozialen Kontakt mit Covid-19-Infizierten kann es möglicherweise bei einem erheblichen Teil der Betroffenen zu einer Ansteckung kommen. Die Rate kann 35 Prozent betragen. Das haben britische Epidemiologen in einer ersten Abschätzung nach beschriebenen Fällen festgestellt und jetzt im "Lancet" publiziert.

"Die Basisreproduktionsrate (R0) für SARS-CoV-2 in Wuhan in China wurde zu Beginn des Ausbruchs etwa mit dem Faktor 2 geschätzt. Dieser Wert spiegelt aber nur die durchschnittliche Dynamik der Ansteckungsraten. (...) Die Sekundärinfektionsrate (Secondary Attack Rate - SAR), die man als die Wahrscheinlichkeit definiert, dass eine (weitere; Anm.) Infektion bei empfänglichen Personen innerhalb spezifischer Personengruppen (im Haushalt oder bei nahem Kontakt) auftritt, kann einen Hinweis dafür geben, wie soziale Interaktionen mit dem Übertragungsrisiko in Verbindung stehen", berichten Yang Liu, Rosalind Eggo und Adam Kucharsky von der London School für Hygiene und Tropenmedizin in einem kurzen Bericht online in der britischen Medizin-Fachzeitschrift "The Lancet" (27. Februar).

Zum Vergleich: Auch die Basisreproduktionsrate von Influenza - wie viele weitere Infektionen durch einen Erkrankten im Durchschnitt in der Allgemeinbevölkerung ausgelöst werden - liegt bei einem Faktor um die 2. Jene von Masern liegt hingegen bei 12 bis 18.

 09:28

Das ist Wiens Coronavirus-Notfallplan

Die Wiener Behörden haben am Freitag einen Notfallplan für die Bundeshauptstadt im Umgang mit dem Coronavirus vorgestellt. Der Ärztefunkdienst, bisher in den Nächten zur Betreuung von Patienten unterwegs, wird nunmehr auch am Tag zur Verfügung stehen, sagte der Wiener Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres. Die Zahl der bestätigten Wiener Fälle lag unverändert bei drei.

Patienten mit einer bestätigten Infektion, die eine leichtere Symptomatik aufweisen, sollen zuhause betreut werden. Der Ärztefunkdienst werde potenziell Betroffene daheim besuchen, Abstriche nehmen, Untersuchungen machen und auch bei positivem Befund auf das Coronavirus die Patienten dann weiter in ihren eigenen vier Wänden versorgen.

Glücklicherweise verlaufe die Erkrankung bei einer überwiegenden Mehrheit der Betroffenen leicht, "das heißt man bleibt mit einer leichten Krankheit zuhause und wird dort betreut", sagte Szekeres. "Am besten ist man zuhause aufgehoben."

 09:15

Slowakei will Grenzen nach Österreich kontrollieren

Die Slowakei will Autos aus Österreich wegen des neuen Coronavirus kontrollieren. Das kündigte der slowakische Ministerpräsident Peter Pellegrini nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats am Donnerstag an. Die Maßnahme solle am Freitag oder spätestens Samstag beginnen, meldeten die slowakische und die tschechische Nachrichtenagenturen TASR und CTK.

Die burgenländische Polizei konnte die Maßnahme vorerst nicht bestätigen. Pellegrini sagte: "Es wird Kontrollen aller Autos geben, die in die Slowakei kommen," Der Verkehr würde verlangsamt und die Reisenden von den Grenzbeamten nach Gesundheitsproblemen gefragt. Ab Freitag würden auch alle Passagiere auf den internationalen Flughäfen medizinisch untersucht. Flugpassagieren werde die Temperatur gemessen.

Das slowakische Außenministerium warnte unterdessen vor Reisen in Länder, in denen Coronavirus-Fälle bestätigt wurden. In der Slowakei selbst wurden bisher keine Fälle gemeldet.

 09:10

Freitagsgebete im Iran abgesagt

Der schwer vom Coronavirus betroffene Iran reagiert mit drastischen Maßnahmen auf die Ausbreitung. Im mehreren Teilen des Landes sind die Freitagsgebete abgesagt worden. Nach Angaben iranischer Medien finden die für das islamische Land wichtigen Zeremonien in 22 der 31 Provinzen nicht statt.

Außer den Freitagsgebeten hat das Gesundheitsministerium von allen öffentlichen Veranstaltungen, wie etwa Hochzeitsfeiern oder Trauerzeremonien, abgeraten. Schulen und Universitäten bleiben vorläufig geschlossen und werden wohl bis zum Ende der persischen Neujahrsferien Anfang April auch nicht mehr geöffnet. Geschlossen sind weiterhin auch Kinos, Theater und Konzertsäle. Auch die Sportveranstaltungen, besonders die Fußballspiele der ersten und zweiten Liga, finden entweder gar nicht oder ohne Zuschauer statt.

Aus Angst vor einer Ansteckung mit Sars-CoV-2, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann, bleiben die meisten Iraner zuhause und meiden die Öffentlichkeit. Schlimm ist die Lage für Geschäfte und Restaurants, die vor und nach dem persischen Neujahr (20. März) auf hohe Umsätze gehofft hatten. Auch die meisten ausländischen Fluggesellschaften haben ihre Flüge in den Iran gestrichen.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist die Zahl der Covid-19-Toten im Iran bis Donnerstag auf 26 gestiegen. Insgesamt wurden 245 Menschen aus verschiedenen Teilen des Landes positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet. Allerdings nehmen Experten eine viel höhere Zahl an Infizierten an. Es wird davon ausgegangen, dass Ausbrüche in mehreren anderen Staaten ihren Ursprung im Iran haben.

Unter den Infizierten im Iran sind auch einige Politiker wie Vizepräsidentin Massumeh Ebtekar, Vizegesundheitsminister und Corona-Beauftragter Iradsch Harirtschi sowie der Abgeordnete Modschtaba Solnuri.

 08:38

Neuseeland meldete ersten Fall

In Neuseeland hat sich ein erster Fall des neuartigen Coronavirus bestätigt. Dabei handelt es um eine Person in ihren 60ern, die zuvor im Iran gewesen sei, wie das Gesundheitsministerium am Freitag bekannt gab. Sie werde in einem Krankenhaus in Auckland behandelt. Ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelte, war unklar.

 07:53

England plant Schulschließungen

Die Briten arbeiten derzeit akribisch Notfall-Pläne aus, um bei einer Verschlimmerung der Corona-Lage ausgerüstet zu sein. Ein Szenarium der Gesundheitsbehörden zeigt dabei Schulschließungen von bis zu zwei Monaten vor. Dann stehen allerdings die berufstätigen Eltern vor neuen Problemen: Wer betreut die Kinder in dieser Zeit?

Fußball-Spiele, Konzerte und andere Massenveranstaltungen stehen nun auch auf der Kippe.

Am Donnerstag wurden in England drei neue Coronavirus-Fälle bekannt. Damit steigt die Zahl der Infizierten in Großbritannien auf 16. Corona-Todesfälle gab es dort noch keine.

 07:38

"Ein Infizierter steckt bis zu zwei bis drei Personen an"

Mediziner Marcus Franz sagt gegenüber oe24: "Alle die sogenannte Spreader sind, sind wahrscheinliche Multi-Spreader. Das heißt, dass ein Infizierter weitere zwei bis drei Personen ansteckt. Man könnte sich damit ausrechnen, wie viel da schon infiziert sind."

 07:01

Checklisten für Schulen

Das Bildungsministerium hat in einem Schreiben an die Bildungsdirektionen Coronavirus-Checklisten für Schulen zusammengestellt, wie im Fall eines Verdachts auf eine Covid-19-Erkrankung von Schülern bzw. Lehrern vorzugehen ist. Die Handlungsanweisung unterscheidet sich je nachdem, ob sich die Betroffenen an der Schule befinden oder nicht.

Falls der dringende Verdacht besteht, dass eine in der Schule befindliche Person erkrankt ist, hat der Direktor zunächst den Schularzt zu informieren. Dieser muss dann sofort Kontakt mit den zuständigen Gesundheitsbehörden (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat, Amtsarzt) aufnehmen. Falls der Schularzt nicht erreichbar ist, übernimmt der Direktor diese Aufgabe. Anschließend ist die Bildungsdirektion zu informieren und - falls es sich beim eventuell Erkrankten um einen Schüler handelt - die Erziehungsberechtigten.

Anschließend soll der Verdachtsfall bis zum Eintreffen des Amtsarztes in einem gesonderten Raum untergebracht werden. Bis zu dessen Ankunft darf auch niemand das Schulgebäude verlassen.

Die nächsten Schritte setzt dann der Amtsarzt bzw. die Gesundheitsbehörden. Das können etwa Testungen sein - die Gesundheitsstellen entscheiden auch darüber, ob und welche Personen zur weiteren Abklärung vorerst in der Schule bleiben müssen. Die Direktoren müssen wiederum dokumentieren, welche Personen in welcher Form Kontakt zum eventuell Erkrankten hatten - etwa durch Klassenlisten, Stunden- und Raumpläne. Ob es zu weiteren Maßnahmen wie etwa der Desinfektion oder Schließung der Schule kommt, entscheiden dann die Gesundheitsbehörden.

Falls sich die Betroffenen nicht in der Schule befinden - etwa weil die Eltern den Direktor telefonisch über eine mögliche Erkrankung informieren, ist die Informationskette die gleiche. Auch hier entscheiden die Gesundheitsbehörden, ob Testungen an weiteren Personen vorgenommen werden oder andere Maßnahmen gesetzt werden. Der Direktor wiederum muss auch hier die Kontakte rekonstruieren.

Darüber hinaus hat das Ministerium ein Informationsblatt zusammengestellt, das die Direktoren im Fall eines Coronavirus-Verdachts an der Schule den Eltern aushändigen bzw. schicken können. Dieses deckt sich im Großen und Ganzen mit den Checkliste.

 06:50

Erste Coronavirus-Fälle in deutschen Bundesländern Hamburg und Hessen

Das neuartige Coronavirus verbreitet sich in Deutschland weiter. Erstmals ist in Hamburg ein Patient nachweislich erkrankt. Es handle sich um einen Mitarbeiter der Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, teilte die Klinik am Donnerstagabend mit.

Auch in Hessen wurde ein erster Fall des neuartigen Coronavirus nachgewiesen. Betroffen sei eine Person im Lahn-Dill-Kreis, teilte der Landkreis am Donnerstagabend mit. Damit stieg die Zahl der aktuellen Infektionen in Deutschland auf 32.

Zuvor waren am Donnerstag wurden in Nordrhein-Westfalen 14 weitere Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 bekannt geworden, außerdem vier neue Fälle in Baden-Württemberg und je einer in Rheinland-Pfalz und Bayern.

 06:50

Coronavirus - Ski alpin: Interviews in 1,5 Metern Entfernung

Die Angst vor einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus hat die Organisatoren des Ski-Weltcups von La Thuile zu bemerkenswerten Vorgaben für Journalisten veranlasst;

Am Wochenende sind in dem Ski-Ort im Nordwesten Italiens - rund drei Autostunden von den am meisten von Sars-CoV-2-Infektionen betroffenen Gebieten in der nördlichen Lombardei - zwei Damen-Rennen geplant. Um die Gefahr einer möglichen Verbreitung des Virus zu minimieren, beschlossen die Veranstalter und der Weltverband FIS Interview-Verhaltensregeln für den Super-G am Samstag und die Alpine Kombination am Sonntag.

 23:59

++++ Live-Ticker startet wieder um 06.00 Uhr ++++

Der Live-Ticker mit allen Infos zum Coronavirus wird am Freitag, dem 28.02.2020, um 06.00 Uhr Früh fortgesetzt.

 23:59

Erste Fälle in deutschen Bundesländern Hamburg, Hessen

Das neuartige Coronavirus verbreitet sich in Deutschland weiter. Erstmals ist in Hamburg ein Patient nachweislich erkrankt. Es handle sich um einen Mitarbeiter der Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, teilte die Klinik am Donnerstagabend mit.

Auch in Hessen wurde ein erster Fall des neuartigen Coronavirus nachgewiesen. Betroffen sei eine Person im Lahn-Dill-Kreis, teilte der Landkreis am Donnerstagabend mit. Damit stieg die Zahl der aktuellen Infektionen in Deutschland auf 32.

Zuvor waren am Donnerstag wurden in Nordrhein-Westfalen 14 weitere Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 bekannt geworden, außerdem vier neue Fälle in Baden-Württemberg und je einer in Rheinland-Pfalz und Bayern.

Die deutsche Regierung sucht nach Lösungen, um im Kampf gegen das neue Coronavirus Schutzausrüstung etwa für medizinisches Personal verfügbar zu halten. "Wir müssen uns auf eine Knappheit in dem Bereich einstellen", sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner". Daher solle auch im Krisenstab der Regierung m Freitag geschaut werden, welche Lagerbestände es in Deutschland gebe. Außerdem gelte es - notfalls durch Beschlagnahmungen oder Exportverbote - auch rechtlich sicherzustellen, dass nichts davon mehr das Land verlasse.

 22:51

Erster Fall in den Niederlanden

In den Niederlanden ist der erste Fall einer Corona-Infektion festgestellt worden. Es gehe um einen Mann, der in einem Krankenhaus in der südöstlichen Stadt Tilburg liege, teilte Gesundheitsminister Bruno Bruins am Donnerstagabend im niederländischen TV mit.

Der Mann sei erst kürzlich aus der Lombardei in Norditalien zurückgekehrt. Der Mann liege auf der Isolationsstation. Über seinen Gesundheitszustand wurden vorerst keine weiteren Angaben gemacht.

 22:50

Fünf Serie-A-Spiele wegen Coronavirus ohne Zuschauer

In Italien werden am Wochenende fünf Spiele der ersten Fußball-Liga Serie A wegen des Coronavirus-Ausbruchs ohne Zuschauer abgehalten. Darunter ist am Sonntagabend das Spitzenspiel zwischen Tabellenführer Juventus Turin und Inter Mailand. Weiters betroffen sind am Samstag Udinese gegen Fiorentina sowie am Sonntag AC Milan gegen Genoa, Parma gegen SPAL und Sassuolo gegen Brescia.

 21:55

Bayern meldet weiteren neuen Fall

Nach den deutschen Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg hat auch Bayern einen neuen Fall des neuartigen Coronavirus gemeldet. Es handle sich um einen Mann aus Mittelfranken, der Kontakt mit einem später positiv getesteten Italiener gehabt habe, erklärte das bayerische Gesundheitsministerium am Donnerstagabend.

Zuvor hatte Nordrhein-Westfalen 14 neue Fälle im Kreis Heinsberg bekannt gegeben. Damit stieg die Zahl der Infektionsfälle in dem Kreis auf 20. Alle neu hinzugekommenen Infizierten wurden demnach in häusliche Quarantäne entlassen, eine stationäre Behandlung sei nicht notwendig.

Das baden-württembergische Sozialministerium meldete am Abend vier weitere Fälle in dem Bundesland. Drei der Betroffenen hatten demnach zuvor bei einem Geschäftstreffen in München Kontakt zu einem italienischen Teilnehmer, der anschließend in Italien positiv getestet wurde.

 21:02

Starker Anstieg der Fälle in Frankreich

In Frankreich ist die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Menschen von bisher 18 auf 38 angestiegen. Das sei ein "deutlicher Zuwachs", teilte Gesundheitsminister Olivier Véran am Donnerstagabend in Paris mit. Mehrere Untersuchungen liefen noch, fügte der Ressortchef hinzu. Zwölf Fälle seien wohl über eine Ansteckungskette verbunden, sagte Véran. In Frankreich waren bereits zwei mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierte Menschen gestorben.

Das neuartige Coronavirus verbreitet sich auch in Deutschland rapide. Am Donnerstagabend wurden in Nordrhein-Westfalen 14 weitere Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 bekannt, kurz danach vier weitere in Baden-Württemberg. Damit stieg die Zahl der aktuellen Infektionen in Deutschland auf 29. Das Robert Koch-Institut (RKI) hält den Erreger Sars-CoV-2 für tödlicher als die Grippe. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte, er habe "pandemisches Potenzial" und könnte ohne die richtigen Maßnahmen "außer Kontrolle geraten". Das Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) hat inzwischen in mindestens 15 europäischen Ländern Fälle registriert.

 20:36

Fed: Konsequenzen für Wachstum noch nicht bewertbar

Bisher lässt sich nach Aussage des US-Notenbankers Charles Evans nicht abschätzen, ob die amerikanischen Wachstumserwartungen wegen des Coronavirus-Ausbruchs gesenkt werden müssen. Die Fed werde zunächst beobachten, ob es irgendwelche Rückgänge in der wirtschaftlichen Aktivität gebe, sagte der Präsident des Zentralbankablegers von Chicago, Charles Evans, am Donnerstag in Mexiko-Stadt.

Er habe bisher keine Daten gesehen, die die Auswirkungen auf die Handelsströme zwischen den USA und China zeigten.

Auch in Europa sieht die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) den Zeitpunkt für eine geldpolitische Reaktion auf die Virus-Krise noch nicht gekommen. Die Notenbank beobachte die Coronavirus-Krise sehr genau, sagte Christine Lagarde am Donnerstag der britischen Zeitung "Financial Times". Die Krise sei aber noch nicht so weit fortgeschritten, dass sie einen nachhaltigen Einfluss auf Angebot und Nachfrage sowie die Inflation habe, erklärte die Französin.

 20:20

Vier weitere bestätigte Fälle in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg haben sich vier weitere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte das Sozialministerium am Donnerstagabend in Stuttgart mit. Damit stieg die Zahl der bestätigten Sars-CoV-2-Infektionen in dem deutschen Bundesland auf acht.

Bei drei der neuen Fälle handelt es sich um zwei Frauen und einen Mann aus dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald beziehungsweise der Stadt Freiburg. Sie hatten an einem Business-Meeting in München teilgenommen und gehören laut Robert Koch-Institut zu 13 Kontaktpersonen eines italienischen Teilnehmers, der in Italien positiv getestet worden war. Die drei Patienten sind in einer Klinik.

Ein weiterer bestätigter Fall wurde aus dem Landkreis Böblingen gemeldet. Dieser steht im direkten Zusammenhang mit einem 25 Jahre alten Mann aus dem Landkreis Göppingen, der sich in Italien angesteckt hatte und dessen Fall am Dienstagabend bekanntgeworden war. Bei dem Mann aus dem Landkreis Böblingen handelt es sich um eine Kontaktperson der infizierten Reisebegleiterin des 25-Jährigen. Infiziert ist zudem der 60 Jahre alte Vater der Reisebegleiterin. Vater und Tochter werden in Tübingen isoliert behandelt.

Am Mittwochabend hatte das Ministerium zudem einen Fall in Rottweil mitgeteilt - dort wird ein infizierter 32-Jähriger beobachtet. Er hatte sich nach seiner Rückkehr aus Italien wegen grippeähnlicher Symptome beim Gesundheitsamt gemeldet.

 20:14

Facebook sagt Entwicklerkonferenz F8 wegen Coronavirus-Risiken ab

Facebook hat seine für Anfang Mai geplante Entwicklerkonferenz F8 wegen der Coronavirus-Gefahr abgesagt. Das Online-Netzwerk habe sich entschieden, der Gesundheit und Sicherheit von Partnern und Mitarbeitern den Vorrang einzuräumen, hieß es in einem Blogeintrag am Donnerstag.

Bei der F8 stellt Facebooks Gründer und Chef Mark Zuckerberg traditionell neue Produkte vor und gibt einen Ausblick auf die Strategie des Online-Netzwerk.

Die diesjährige Auflage sollte am 5. und 6. Mai im kalifornischen San Jose stattfinden. Für die Woche darauf ist auch die Entwicklerkonferenz Google I/O im benachbarten Mountain View angesetzt. Allerdings warnte der Internet-Konzern bereits vor Einschränkungen für Besucher aus Regionen, in denen sich das neuartige Coronavirus Covid-19 ausgebreitet hat.

Im Februar war bereits die für diese Woche geplante Mobilfunk-Messe Mobile World Congress abgesagt worden.

 20:09

Britische Stiftung: Milliarden gegen Virus notwendig

Die britische Wellcome-Stiftung hat internationale Finanzinstitutionen zur Bereitstellung von Milliarden für die Bekämpfung des Coronavirus aufgerufen. Ansonsten befürchtet sie drastische Konsequenzen. Die Ausbreitung des Virus stelle eine "noch nie dagewesene, weltweite Herausforderung dar", hieß es in einer Mitteilung am Donnerstag.

"Was wir wirklich vermissen, sind die spürbare, hochgradige Finanzierung und Unterstützung von globalen Finanzinstitutionen wie der Weltbank, regionaler Entwicklungsbanken und des Weltwährungsfonds", sagte Wellcome-Direktor Jeremy Farrar der Mitteilung zufolge.

Coronavirus © APA

Er warnte, die Situation könne sonst ein Ausmaß annehmen, das vergleichbar sei mit der Finanz- und Wirtschaftskrise von 2008. Farrar fordert eine sofortige Bereitstellung von zehn Milliarden US-Dollar (9,20 Mrd. Euro) durch die Weltbank, um die Eindämmung des Virus in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen zu unterstützen. Begleitet werden sollen die Maßnahmen demnach von "erheblichen Investitionen in Diagnostik, Therapie und Impfstoffe". Die in London basierte Wellcome-Stiftung setzt sich für die Verbesserung der weltweiten Gesundheit und die Förderung der Wissenschaft und gesellschaftlichen Engagements ein.

 19:16

50 Proben in Tirol negativ

In Tirol scheint sich die Lage in Sachen Coronavirus vorerst weiter zu entspannen. Insgesamt rund 50 Proben wurden im Laufe des Donnerstags untersucht - alle sind negativ, teilte das Land am Abend mit. Entsprechende Testergebnisse des Virologischen Instituts würden vorliegen.

Indes wurde der Musikwettbewerb "Prima la musica", der von Tirol und Südtirol gemeinsam abwechselnd veranstaltet wird, abgesagt - und zwar wegen des derzeitigen Schulausflugverbots in Südtirol. Der Jugendmusikwettbewerb hätte vom 3. bis zum 12. März in Schwaz stattfinden sollen.

Die Bildungsdirektion Tirol empfahl zudem vorsorglich, aus Sicherheitsgründen keine Klassenfahrten in die betroffenen Regionen in Norditalien zu unternehmen. Auch würden derzeit keine SchülerInnenaustauschprogramme mit den betroffenen Regionen veranstaltet.

 19:07

Italienischer Fußballer an Corona-Virus erkrankt

Ein Drittliga-Fußballer aus Italien ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies teilten die regionalen Behörden am Donnerstag mit. Der 22-Jährige vom Club Pianese aus der Toskana hatte vor dem Spiel gegen das U23-Team von Juventus Turin am vergangenen Sonntag Grippesymptome gezeigt und wurde am Donnerstag in einem Krankenhaus in Siena auf eine Isolierstation gebracht.

Dem namentlich nicht genannten Fußballer gehe es entsprechend gut, hieß es von den Gesundheitsbehörden, die nun einen Mitspieler ausfindig machen wollen, der ähnliche Symptome gezeigt haben soll. In Italien infizierten sich bisher mehr als 400 Menschen mit dem Virus.

 18:53

Zahl der Todesopfer in Italien auf 17 gestiegen

Die Zahl der Todesopfer durch die Coronavirus-Epidemie in Norditalien ist auf 17 gestiegen. Die Zahl der Infektionen kletterte auf 650 Fälle, sagte Zivilschutzchef Angelo Borrelli am Donnerstag. 45 Patienten seien genesen.

Die Zahl der neuinfizierten Menschen in der Lombardei wächst inzwischen langsamer als in den vergangenen Tagen. Waren in den vergangenen Tagen durchschnittlich 44 Personen in der Region wegen des Coronavirus ins Krankenhaus eingeliefert worden, so sei diese Zahl in den letzten Tagen gesunken. Seit Dienstag wurden durchschnittlich 39 Menschen täglich positiv auf die Infektion getestet, berichtete Giulio Gallera, Gesundheitsbeauftragter der Region Lombardei bei einer Pressekonferenz. In der Lombardei wurden 403 Infizierte gemeldet, 216 davon liegen im Krankenhaus.

Inzwischen sucht die Stadt Mailand den Weg zurück zur Normalität. Der Mailänder Dom soll ab kommender Woche wieder Touristen zugänglich sein. Der Mailänder Bürgermeister, Giuseppe Sala, rief die Regierung auf, wieder die Museen zu öffnen.

 18:35

130 Urlauber dürfen Hotel auf Teneriffa verlassen

Für 130 in einem unter Quarantäne gestellten Hotel auf Teneriffa hat es am späten Donnerstagnachmittag gute Nachrichten gegeben. Sie sollten noch am Abend das Hotel verlassen dürfen - aber nur, weil sie erst nach dem 24. Februar angereist seien und somit keinen Kontakt zu den vier Infizierten haben konnten, wie die Regierung der Kanaren mitteilte.

Alle anderen der rund 1.000 Gäste müssen aus Sicherheitsgründen weiter in dem Hotel ausharren. Dazu zählen laut dem Sprecher des Außenministeriums, Peter Guschelbauer, auch die vier österreichischen Touristen: "Sie sind vor dem 24. Februar angereist", sagte Guschelbauer auf Anfrage der APA. Grund für die Isolierung des Hotels war am Dienstag ein positiver Test auf den Covid-19-Erreger bei einem Touristen aus Norditalien. Neben seiner Frau wurden später auch zwei weitere Italiener aus seiner Reisegruppe positiv getestet. Sie werden im Krankenhaus behandelt.

 18:33

Lombardei will Zugang zu EU-Krisenfonds beantragen

Die Lombardei, in der ein Coronavirus-Infektionsherd lokalisiert worden ist, will die EU um wirtschaftsstützende Maßnahmen gegen die negativen Auswirkungen der Epidemie bitten. So will die norditalienische Region, Italiens wirtschaftlicher Motor, Zugang zum EU-Fonds für Katastrophen bitten, sagte der Vizepräsident der Lombardei, Fabrizio Sala, bei einer Pressekonferenz in Mailand.

coronavirus © Miguel MEDINA / AFP

Die Lombardei habe Vorsichtsmaßnahmen nicht nur für Italien, sondern für ganz Europa ergriffen und müsse daher unterstützt werden, meinte Sala. Die Region wird zusammen mit der Regierung in Rom am Wochenende prüfen, welche Maßnahmen in Kraft bleiben sollen und welche nicht, sagte der lombardische Präsident Attilio Fontana, der sich selbst eine Heimquarantäne verschrieben hat, nachdem eine Mitarbeiterin als Infektionsfall gemeldet worden war.

 18:33

Anschober kündigte bundesweit einheitliche Vorgaben an

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat am Donnerstag bundesweit einheitliche Vorgaben im Umgang mit dem Coronavirus angekündigt. Diese sollen am morgigen Freitag per Erlass in Kraft treten. Diese umfassen die Bereiche Kindergarten, Schule, Betriebe, Verkehrsnutzung und das Verhalten im Privatbereich.

Anschober sprach von "einheitlichen Vorgangsweisen von Vorarlberg bis zum Burgenland". Hier gebe es künftig klare Regeln, wie mit bestätigten Infektionen oder Verdachtsfällen umzugehen sei. Er sei froh, dass die Länderchefs hier gemeinsame Vorgaben akzeptieren würden. Bisher gab es nur Empfehlungen, ab Freitag gelten dann verbindliche Regeln.

Rudi Anschober Schutzmasken Grippe-Masken © Fred DUFOUR / AFP; APA/ROLAND SCHLAGER

Der Gesundheitsminister nannte als Beispiel das Vorgehen, wenn - wie kürzlich in Wien - ein Verdachtsfall in einer Schule auftritt. Hier werde künftig die Testung an Ort und Stelle stattfinden. Sämtliche Personen müssten bis zum Vorliegen des Ergebnisses im Gebäude bleiben. Liegt tatsächlich eine Infizierung vor, werde dann über das weitere Vorgehen entschieden.

 18:19

Irans Vizepräsidentin an Covid-19 erkrankt

Die iranische Vizepräsidentin Massumeh Ebtekar ist positiv auf das neue Coronavirus getestet worden. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA am Donnerstag ist die 59-Jährige derzeit unter ärztlicher Aufsicht zuhause. Alle Mitglieder ihres Teams in der Abteilung für Frauen- und Familienrechte im Präsidialamt müssen nun ebenfalls getestet werden.

Schon am Dienstag war das Coronavirus Sars-CoV-2 bei Iradsch Harirtschi, dem stellvertretenden Gesundheitsminister und Coronavirus-Beauftragten im Land, nachgewiesen worden. Zudem starb laut einem Bericht des Nachrichtenportals Rokna eine iranische Fußballspielerin an der Lungenkrankheit Covid-19. Die 23-jährige Elham Scheichi, die auch in der Nationalmannschaft gespielt hatte, war schon vergangene Woche erkrankt und starb dem Bericht zufolge am Mittwoch in der Stadt Ghom.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums stieg die Zahl der Covid-19-Toten im Iran bis Donnerstag auf 26. Insgesamt 245 Menschen aus verschiedenen Teilen des Landes seien positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden.

 18:04

++++ Drei bestätigte Fälle in Wien ++++

Drei Coronavirus-Fälle sind am Donnerstag in Wien bestätigt worden. Neben einem 72-jährigen Mann, dessen Covid-19-Erkrankung einen schweren Verlauf hat, befanden sich am Abend ein Ehepaar und seine zwei Kinder im Kaiser-Franz-Josef-Spital. Der Mann und die Frau wurden bereits positiv getestet, die Kinder zeigen ebenfalls Krankheitssymptome, hieß es aus dem Wiener Krankenstaltenverbund (KAV).

Die Testergebnisse der Kinder waren zunächst noch ausständig. Alle vier Personen haben "leichte Krankheitssymptome". Der Fall des Mannes wurde bereits Mittags bei einer Pressekonferenz bekanntgegeben, er befand sich zunächst zu Hause in Quarantäne. Am Nachmittag wurde die gesamte Familie mit einem sicheren Infektionstransport ins Kaiser-Franz-Josef-Spital auf die dortige 4. Medizinische Abteilung gebracht. Die Familie war laut KAV zuvor gemeinsam in der Lombardei im Urlaub.

 17:58

Experte: Mehrfach-Infektionen mit nicht auszuschließen

Eine Frau in Japan hat sich laut Behörden in Osaka zum zweiten Mal mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Mehrfache Infektionen seien nicht auszuschließen, erklärte ein Experte der Universität Bern. Das Immunsystem sei dann jedoch deutlich besser vorbereitet.

Das Coronavirus Sars-CoV-2 verbreitet sich schnell. Auch und vor allem deshalb, weil das Immunsystem der Menschen mit diesem Virus das erste Mal zu tun hat. Am Donnerstag wurde erstmals der Fall einer erneuten Infektion bekannt: Eine Frau in Japan wurde laut Behörden nach ihrer Genesung ein zweites Mal positiv auf Sars-CoV-2 getestet.

"Eine erneute Infektion ist, wie bei normalen Erkältungen, nicht auszuschließen, aber der Verlauf dürfte deutlich milder ausfallen", betonte Ronald Dijkman, Professor am Institut für Infektionskrankheiten an der Universität Bern, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Der Körper sei besser auf die Infektion vorbereitet.

Husten, Fieber und Lungenentzündung gehören zu den Symptomen der Erkrankung Covid-19. Dabei ist es genau genommen nicht das Virus, das viele der Symptome auslöst, sondern die Gegenwehr des Körpers. Und so ist anzunehmen, dass die unterschiedlichen Verläufe - von mild bei der großen Mehrheit bis zu lebensbedrohlich bei einem kleinen Anteil der Betroffenen - mit dem Immunsystem zusammenhängen.

Sars-CoV-2 befällt Zellen des Lungenepithels, indem es an einen Rezeptor auf der Oberfläche dieser Zellen andockt. Dieser Rezeptor namens ACE2 ist die gleiche Eintrittspforte, die auch das Sars-Coronavirus von 2002 nutzt. Im Zellinneren kapert das Virus die Zellmaschinerie, um sein eigenes Erbgut zu vervielfältigen und in neu produzierte Virushüllen zu verpacken. Schließlich löst sich die Zelle auf und eine Armee neuer Viren strömt heraus.

Gänzlich wehrlos sind die Körperzellen jedoch nicht. Sie besitzen angeborene Abwehrmechanismen. So erkennen bestimmte Proteine im Zellinneren Anzeichen des Virusbefalls, beispielsweise charakteristische Muster des Viruserbguts und des Vervielfältigungsprozesses. In Reaktion darauf produziert die Zelle Moleküle, die die Vervielfältigung des Virus bremsen sollen, sowie Signalstoffe, die andere Zellen des Körpers warnen: sogenannte Cytokine, Chemokine und Interferone.

Diese schlagen zum einen bei den umliegenden Zellen Alarm, so dass diese sich auf das Virus vorbereiten können. Sie aktivieren Gene und produzieren Moleküle, die dem Virus den Eintritt in die Zelle und das Vervielfältigen im Inneren erschweren sollen. Zum anderen verbreiten sich die Signalstoffe und rufen das adaptive Immunsystem auf den Plan: eine Armada aus Fresszellen, die infizierte Körperzellen entfernen, und Immunzellen, die Antikörper produzieren, um das Erkennen und Ausschalten befallener Zellen zu beschleunigen.

Diese Abwehrreaktionen sind jedoch auch die Ursache für die Symptome wie das Ansteigen der Körpertemperatur und die Entzündung des befallenen Gewebes. Hat das adaptive Immunsystem jedoch einmal gelernt, das Virus zu erkennen und zu bekämpfen, verläuft die Abwehr bei einer zweiten Infektion um ein Vielfaches effizienter.

Warum die Krankheitsverläufe bei Menschen unterschiedlich ausfallen, ist unklar, sagte Dijkman. "Das ist eine der Fragen, an der die Forschungsgemeinschaft mit Hochdruck arbeitet."

 17:46

Anschober: "Müssen damit rechnen, dass die Fälle zunehmen werden"

Gesundheitsminister Rudolf Anschober appelliert in der Pressekonferenz zur aktuellen Coronavirus-Lage an die Bevölkerung: "Es ist derzeit nicht leicht. Wir haben eine beginnende Grippewelle und erste Coronavirus-Fälle. Die Symptome beider Erkrankungen sind sehr ähnlich. Wichtig ist jedoch, dass man bei auftretenden Symptomen nicht den Hausarzt oder das Spital aufsucht." – . Dafür wurde auch die Coronavirus-Hotline der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 555 621 eingerichtet. Dadurch könnte bis zu einem gewissen Grad sichergestellt werden, dass eine weitere Ausbreitung eingedämmt werden kann.

anschoberneu.jpg © oe24.TV

 17:39

++++ Kurz-Statement aus dem Bundeskanzleramt ++++

Bundeskanzler Sebastian Kurz tritt nach dem Treffen der Landeshauptleute zum Coronavirus vor die Presse. "Es ist mit einer weiteren Ausbreitung in Europa und auch in Österreich zu rechnen", so Kurz. Der Bundeskanzler betont, dass die Bevölkerung größere Zusammenkünfte, Events und unnötige Reisen ins Ausland meiden sollten. Es würden sämtliche Maßnahmen ergriffen werden, um eine weitere Ausbreitung einzudämmen und sämtliche Verdachtsfälle zu untersuchen – Es wird jedoch auch darauf hingewiesen, dass jegliche Form von Panik vermieden wird.

kurzi.jpg © oe24.TV

 17:35

Letzter Patient in Bayern aus Klinik entlassen

Der letzte Coronavirus-Patient in Bayern ist aus dem Krankenhaus entlassen worden. Einzelheiten zu der Person teilte das Gesundheitsministerium in München am Donnerstag wegen des Persönlichkeitsschutzes nicht mit. Im Freistaat gab es 14 positiv getestete Covid-19-Patienten.

Alle standen im Zusammenhang mit dem Autozulieferer Webasto aus Gauting-Stockdorf. Dort war im Jänner eine Mitarbeiterin aus China zu Besuch, die das Virus in sich trug. Kollegen und teils deren Angehörige infizierten sich. Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gab es in Bayern bis Donnerstagnachmittag (15.00 Uhr) keine weiteren Fälle.

 17:32

Urlauber in Hotel auf Teneriffa fordern Evakuierung

Die Lage in dem wegen Coronavirus-Fällen unter Quarantäne gestellten Hotel auf Teneriffa hat sich zugespitzt. "Die Situation hier vor Ort stellt sich aufgrund der Versorgungssituation und der hygienischen Verhältnisse dramatisch dar", hieß es am Donnerstag in einer an den deutschen Außenminister Heiko Maas gerichteten Petition deutscher Urlauber. In dem Hotel befinden sich auch vier Österreicher.

Die spanischen Behörden seien wegen der begrenzten medizinischen Möglichkeiten auf der Kanareninsel offenbar überfordert. "Wegen des mangelhaften Infektionsschutzes, der hier leider festzustellen ist, wäre eine sofortige Evakuierung nach Deutschland erforderlich", hieß es in dem Schreiben.

Coronavirus Iatlien © APA/AFP/DENIS LOVROVIC

Grund für die Isolierung des Hotels war am Dienstag ein positiver Test auf den Covid-19-Erreger bei einem Touristen aus Norditalien. Neben seiner Frau wurden später auch zwei weitere Italiener aus seiner Reisegruppe positiv getestet. Sie werden im Krankenhaus behandelt.

Nachdem die rund 1.000 Menschen in dem Hotel im Südwesten von Teneriffa zunächst zwei Tage lang auf ihren Zimmern bleiben sollten, durften sie am Donnerstag wieder das gesamte Hotelgelände einschließlich des Pools nutzen. Dies teilte das Hotelmanagement mit und betonte, die Gesundheitsbehörden auf den Kanaren hätten die Tests bei den Gästen und den Mitarbeitern des Hotels abgeschlossen.

Dies gelte nur für die Mitglieder der italienischen Touristengruppe nicht, in der der Fall aufgetreten war, sagte Peter Guschelbauer, Sprecher des Außenministeriums in Wien, auf Anfrage der APA. Diese Gruppe blieb isoliert. Die vier Österreicher seien wohlauf.

 17:27

Griechenland sagte alle Karnevalsfeiern ab

Wegen des Coronavirus haben die griechischen Behörden alle für das Wochenende geplanten Karnevalsfeiern abgesagt. "Auf der Grundlage einer Expertenempfehlung und zum Schutz der öffentlichen Gesundheit haben wir beschlossen, die Karnevalsveranstaltungen in ganz Griechenland abzusagen, wie es auch andere europäische Länder getan haben", sagte Gesundheitsminister Vassilis Kikilias.

Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Menschen in Griechenland stieg auf drei. Der Sohn einer 38-jährigen infizierten Frau aus Thessaloniki, die nach ihrer Rückkehr aus Norditalien bereits im Krankenhaus behandelt wird, sei ebenfalls positiv auf das Virus getestet worden, erklärte das Gesundheitsministerium am Donnerstag. Die Schule des Buben werde für zwei Wochen geschlossen. Bei dem dritten Fall handelt es sich laut Behörden in Athen um eine Frau, die ebenfalls kürzlich in Italien war.

 17:25

Presse-Statement aus dem Bundeskanzleramt erwartet

In Kürze soll es eine Pressekonferenz zum Coronavirus geben. Bundeskanzler Kurz, Gesundheitsminister Anschober & Innenminister Nehammer werden nach dem Treffen der Landeshauptleute über die aktuelle Lage informieren.

pk.jpg © oe24.TV

 17:20

EU entscheidet in einem Monat über Hilfe für Wirtschaft

Die EU-Kommission will in einem Monat, falls nötig, Unterstützungsmaßnahmen für durch das neuartige Coronavirus geschwächte Wirtschaftsbereiche vorschlagen. Genauere Angaben dazu könne er noch nicht machen, sagte EU-Industriekommissar Thierry Breton am Donnerstag im Anschluss an ein Treffen der EU-Wettbewerbsminister in Brüssel. "Wir sind derzeit noch mit der Analyse der Situation beschäftigt."

Zahlreiche Sektoren sind von der Epidemie des Erregers Covid-19 betroffen. Besonders in der Tourismusbranche sei dies offensichtlich, denn "unsere chinesischen Freunde waren seit zwei Monaten nicht mehr in Europa", sagte Breton. Viele weitere Wirtschaftsbereiche seien über ihre Lieferketten eng mit China verbunden.

Coronavirus © APA

Die Corona-Epidemie hatte im Dezember in der Volksrepublik ihren Ausgang genommen und dort zu massiven Einschränkungen für die Wirtschaft geführt. Seither hat sich das Virus auch in vielen anderen Ländern ausgebreitet. In Europa gibt es in Italien bisher die meisten Infizierten.

"Es ist noch zu früh, um die Auswirkungen genauer zu bestimmen", schränkte Breton ein. Bei den entsprechenden Untersuchungen und der Entwicklung möglicher Gegenmaßnahmen müssten die Europäer sich aber unbedingt absprechen. In einem Monat sollen sich die Vertreter der 27 EU-Mitgliedstaaten nun erneut in Brüssel treffen.

Österreichs Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck war zuvor mit einer Forderung nach EU-Unterstützung für europäische Produktionsstätten der Pharmaindustrie vorgeprescht. Weil Europa besonders bei der Herstellung von Antibiotika auf Wirkstoffimporte aus China angewiesen ist, werden mittelfristig Versorgungsengpässe befürchtet. Es müsse nun darüber beraten werden, welche Industrien geschützt oder nach Europa zurückgeholt werden sollten, sagte Schramböck.

 16:58

Deutsche Regierung verspricht Unternehmen Hilfe

Die deutsche Regierung wird Firmen Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zufolge bei negativen Auswirkungen des Coronavirus unterstützen. Ähnliches hat am Vortag die österreichische Regierung bzw. die Wirtschaftskammer für betroffene heimische Unternehmen angekündigt.

Der deutsche Minister schließt nicht aus, dass sich die Wachstumsprognose der Regierung für die deutsche Wirtschaft von 1,1 Prozent 2020 wegen der Coronavirus-Krise ändern könnte. Die unerwartet schnelle Ausbreitung des Virus in Europa könnte wirtschaftliche Effekte für die deutsche Konjunktur im laufenden ersten Quartal haben, sagt Altmaier. Dies könnte aber in der zweiten Jahreshälfte wieder aufgeholt werden. Derzeit sei es nicht möglich, eine seriöse Zahl zu nennen.

Derzeit würden von Unternehmen bestehende Förderinstrumente noch nicht verstärkt nachgefragt, sagte Altmaier am Donnerstag in Berlin. Die deutsche Regierung sei aber bereit, das Fördervolumen notfalls zu erhöhen, weil sich die Folgen der Virus-Ausbreitung möglicherweise zeitverzögert zeigten. Für die Firmen sei eine Hotline zur Beratung eingerichtet worden.

Wie stark sich die Epidemie am Ende auf die deutsche Wirtschaft auswirke, könne man noch nicht sagen. Altmaier plädierte aber dafür, die Rahmenbedingungen für die Unternehmen schon heute zu verbessern, indem etwa die steuerliche Abschreibung für die Anschaffung von Digitalprodukten sowie die steuerliche Besserstellung von Personengesellschaften vorgezogen werde.

 16:40

Erste Group beschränkt Dienstreisen aufs Nötigste

Viele Konzerne setzen zum Schutz ihrer Mitarbeiter vor dem Coronavirus Geschäftsreisen in betroffene Gebiete aus. In der börsennotierten Erste Group gibt es zur Zeit keine Dienstreisen nach China oder Norditalien. Zum sonstigen besonderen Reglement heißt es: "Nicht unbedingt notwendige Geschäftsreisen sind bis auf Weiteres zu vermeiden."

Konferenzen seien in der international tätigen Erste Group bis jetzt nicht pauschal abgesagt, teilte ein Sprecher der Bank am Donnerstag der APA mit. Dort, wo es telefonisch bzw. per Skype leicht möglich sei, wähle man anstelle anderer Meetings auch diese Art der Kommunikation. "Wir halten uns da ganz an die Anweisungen der Behörden."

 16:15

Engadin Skimarathon mit 14.000 Teilnehmern abgesagt

Der Engadin Skimarathon ist wegen des Coronavirus abgesagt worden. Dies gaben die Veranstalter der Langlauf-Großveranstaltung nach Absprache mit der Kantonsregierung Graubünden am Donnerstag bekannt. Das Rennen hätte am 8. März stattfinden sollen. Am größten Breitensportevent der Schweiz nehmen jährlich etwa 14.000 Athleten teil.

 16:10

WHO-Chef: Virus hat "pandemisches Potenzial"

Mit dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus in inzwischen mehr als 40 Ländern ist die Welt nach Meinung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an einem entscheidenden Punkt. "Dieses Virus hat pandemisches Potenzial", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Donnerstag in Genf. "Wenn wir nicht die richtigen Maßnahmen treffen, kann dieses Virus außer Kontrolle geraten."

Allerdings sieht die WHO weiter für alle Länder die Chance, die Ausbreitung noch zu stoppen. "Wenn Sie aggressiv reagieren, können Sie die Ausbreitung stoppen und Menschenleben retten", sagte Tedros. Dazu gehörten frühe Entdeckung, Isolation von Patienten und die Überwachung von Menschen, die mit Infizierten in Kontakt waren. Tedros bezeichnete die Lage in Italien, im Iran und in Südkorea, wo jeweils zahlreiche Fälle aufgetaucht sind, als besorgniserregend. "Das Virus respektiert keine Grenzen, kein Volk", warnte Tedros. Mit den richtigen Maßnahmen sei die Welt aber nicht wehrlos.

Die WHO hatte früher ein System mit sechs Pandemiestufen, das aber seit 2009 nicht mehr angewendet wird. Die höchste Alarmstufe der WHO ist heute das Ausrufen einer "gesundheitlichen Notlage von internationaler Reichweite" - das hat sie im Fall des Sars-CoV-2-Virus, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann, bereits getan.

 16:04

Schon 230 Messen weltweit abgesagt oder verschoben

Die Furcht vor dem neuartigen Coronavirus lähmt zunehmend das weltweite Messegeschäft. Laut einer Datensammlung der Frankfurter m+a Messemedien sind rund um den Globus bereits 230 Messeveranstaltungen abgesagt oder zumindest verschoben worden.

Darunter sind 50 Veranstaltungen in Europa mit dem Schwerpunkt Italien. Die wirtschaftlichen Auswirkungen seien unabsehbar, erklärte am Donnerstag die Chefredakteurin der Fachzeitschrift "m+a report", Christiane Appel, in Frankfurt. Die Liste soll laufend aktualisiert werden.

 16:02

Tirol kontaktiert 63 mögliche Nordketten-Kontaktpersonen

Nachdem am Mittwoch bekanntgeworden war, dass das mit dem Coronavirus infizierte Paar aus Italien am vergangenen Samstag noch mit der Innsbrucker Nordketten- und der Hungerburgbahn berg- und talwärts gefahren war, informiert die zuständige Behörde nun 63 mögliche Kontaktpersonen persönlich. Diese erhalten umfassende Hygiene- und Sicherheitsinformationen, teilte das Land am Donnerstag mit.

Sie würden angehalten, ihren Gesundheitszustand 14 Tage - beginnend mit vergangenem Samstag - zu beobachten. Kontaktiert würden jene Personen, die über ein "personifiziertes Ticket", also etwa ein Abo- oder ein Freizeit-Ticket verfügen, sagte der Sicherheitsbeauftragte der Stadt Innsbruck, Elmar Rizzoli, der APA. Indes gab es in Tirol am Donnerstag - wie auch am Mittwoch - weiter keine Neuinfektionen. Dies ergaben erneute Testergebnisse zu Verdachtsfällen. "Die Lage ist in Tirol stabil und es gibt keinen Grund zur Beunruhigung. Jegliche Entwicklungen werden genauestens im Auge behalten - zahlreiche Vorsorge- und Informationsmaßnahmen wurden bereits umgesetzt", betonte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP).

Die am Mittwoch aktivierte kostenlose 24-Stunden-Hotline des Landes (Tel. 0800-80-80-30) verzeichnete bisher über 150 Anrufe. Viele Anrufe stünden in Zusammenhang mit der Information hinsichtlich des Aufenthaltes der zwei Italiener auf der Nordkette.

In Quarantäne befanden sich weiter zwölf Kontaktpersonen - neun davon Arbeitskollegen der 24-jährigen Italienerin sowie drei Personen aus dem privaten Umfeld. Die Isolation ist aufgrund der Inkubationszeit mit 14 Tagen festgelegt.

 15:43

Apotheken fertigen Desinfektionsmittel nun selbst an

Das Coronavirus führt nun auch zu Lieferengpässen in heimischen Apotheken. Waren Atemschutzmasken bereits seit längerem nur sporadisch erhältlich, so sind seit wenigen Tagen auch Desinfektionsmittel in Form von Fertigprodukten in vielen heimischen Apotheken nicht mehr verfügbar. Abhilfe verschaffen von Apothekern selbst gefertigte Desinfektionsmittel aus hochprozentigem Alkohol.

 15:11

Israel rät von allen Reisen ins Ausland ab

Angesichts der weltweiten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat Israel von allen Reisen ins Ausland abgeraten. Die Behörden kündigten am Donnerstag zudem an, bis auf weiteres keine nicht-israelischen Reisenden aus Italien mehr ins Land zu lassen. In Israel gibt es inzwischen drei nachgewiesene Coronavirus-Fälle.

 13:58

Die Pressekonferenz wurde beendet.

 13:51

Österreich weit entfernt von einer Pandemie

Nach derzeitigen Berechnungen sei die Wahrscheinlichkeit, dass es in Europa zu einer Corona-Pandemie kommt, sehr gering.

In Österreich liege man zwischen Phase 1 (einzelne Erkrankungen) und Phase 2 (kleine Erkrankungsinseln wie in Italien) und sei daher noch sehr weit entfernt von einer Pandemie.

 13:30

Wie haben sich Patienten angesteckt?

Beide Patienten sind Österreicher. Der derzeitige Verdachtsfall war in Italien. Der bestätigte Patient war nicht in Italien oder einer der "Krisenregionen". Derzeit sei man dabei die sozialen Kontakte des Patienten zu untersuchen, um eine Ansteckungskette nachvollziehen zu können.

 13:29

Alle Grippe-Patienten werden auf Coronavirus getestet.

Mittlerweile seien die Wiener Krankenhäuser angewiesen jeden Patienten, der Grippesymptome aufweist auch auf das Coronavirus zu testen. Michael Binder vom KAV betont, dass man bestens auf alles vorbereitet sei.

 13:26

Zusammenarbeit mit Familie des Patienten hervorragend

Die Zusammenarbeit mit der Familie des infizierten 72-Jährigen sei hervorragend. Alle kooperieren und würden derzeit keine Symptome aufweisen.

 13:23

Anschober: "Es war nur eine Frage der Zeit"

Gesundheitsminsiter Rudi Anschober betont die Wichtigkeit der Transparenz in solchen Fällen. Die Bundesregierung arbeite perfekt zusammen. Man wolle die Öffentlichkeit perfekt informieren.

 13:18

+++ Stadtrat Hacker: Wahrscheinlich zweiter Corona-Fall in Wien +++

Noch sei das Testergebnis ausständig, allerdings geht man davon aus, dass auch dieser Patient positiv auf das Virus getestet wird. Der Mann befindet sich zuhause in Quarantäne. Sein Gesundheitszustand ist gut.

 13:16

Drei Abteilungen im Spital gesperrt

Drei Abteilungen in der Rudolfstiftung sind gesperrt. Die Mitarbeiter, die mit der Patientenbetreuung beauftragt sind, werden in Begeleitung nach Hause gebracht.

 13:15

10 Tage wegen Grippe behandelt

Der Patient wurde 10 Tage lang behandelt. Zuvor allerdings gingen die Ärzte von einer Grippe aus. Dann wurde er auf Corona positiv getestet.

 13:14

Es geht los!

Alle Anwesenden sind im Rathaus im Arkadenhof eingetroffen. Auch Gesundheitsminister Rudi Anschober ist anwesend.

 13:04

Gleich informiert Stadt über Coronavirus-Fall

In wenigen Minuten startet die Pressekonferenz. Anwesend sind Gesundheitsstadtrat Peter Hacker, der medizinische Direktor des KAV, Michael Binder sowie die stv. Landessanitätsdirektorin Ursula Karnthaler.

 12:58

Hammer-Preis: Atemschutzmasken in Italien um 5.000 Euro angeboten

Die italienische Polizei hat 22 Unternehmer angezeigt, die auf eBay ein Kit mit Atemschutzmaske, Handschuhen und Desinfizierungsmitteln um bis zu 5.000 Euro anboten. Im Auftrag der Turiner Staatsanwaltschaft wurden Dutzende Durchsuchungen durchgeführt. Mehrere Produkte wurden beschlagnahmt, berichtete die Polizei.

 12:37

Schon eine Woche im Spital

Aus unbestätigten Quellen aus dem Innenministerium wurde der Patient schon eine Woche lang wegen einer Lungenentzündung behandelt. Mit wie vielen Personen hatte er dann Kontakt?

 12:33

Japan will alle Schulen schließen

Japan will im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 alle Schulen schließen. Die Maßnahme trete am Montag in Kraft und umfasse alle Volksschulen, Mittelstufen und Gymnasien, sagte Premier Shinzo Abe am Donnerstag. Die Schließung soll demnach bis zum Beginn der zehntägigen Frühlingsferien Ende März gelten.

Abe betonte, die kommenden beiden Wochen seien entscheidend für den Kampf gegen das Virus. Japan hat bisher acht Todesfälle gemeldet, die in Verbindung mit dem Virus stehen. Mehr als 900 Menschen infizierten sich. Mit mehr als 700 Infektionen entfällt der größte Teil davon allerdings auf Passagiere und Crewmitglieder des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess", das im Hafen von Yokohama nahe der Hauptstadt Tokio zwei Wochen unter Quarantäne gestanden hatte.

 12:23

Versicherungen: Aktuell kaum Leistungs-Auswirkungen

Österreichs Versicherungen haben bezüglich der Auswirkungen des neuartigen Coronavirus aktuell eine eher abwartende Haltung. "Aus heutiger Perspektive können wir sagen, dass wir mit Stand gestern keine großen Leistungsfälle aus dem Thema erwarten", sagte der Präsident des österreichischen Versicherungsverbandes, UNIQA-Österreich-Chef Kurt Svoboda, Donnerstagvormittag in einer Pressekonferenz.

 11:32

Wiener Corona-Patient verlegt

Mittlerweile wurde der Wiener Coronapatient bereits in das Kaiser-Franz-Josef-Spital verlegt. Der Krisenplan sieht vor, dass dieses Krankenhaus die erste Anlaufstelle für Coronaverdachtspatienten sein sollte.

 10:43

Schramböck: Pharmabranche unabhängiger von China machen

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) will angesichts des Coronavirus die Pharmaindustrie unabhängiger von China machen. "Es kann nicht sein, dass wir abhängig sind von China und dass wir zum Beispiel im Bereich Antibiotika und des Penicillins darüber nachdenken, Produktionsstätten in Europa zu schließen", sagte Schramböck am Donnerstag vor dem zweitägigen EU-Wettbewerbsrat in Brüssel.

 10:24

+++ Erster Corona-Fall in Wien +++

Nähere Informationen zuer Erkrankung des 72-Jährigen sollen um die Mittagszeit in einem Pressegespräch vermutlich im Rathaus veröffentlicht werden.

 10:14

Nordkorea schließe ALLE Schulen

Aus Angst vor dem Coronavirus hat das international isolierte Nordkorea sämtliche Schulen vorsorglich geschlossen. Der Beginn des neuen Schulhalbjahres sei bis auf Weiteres verschoben worden, die Schulferien seien "als vorsorgliche Maßnahme gegen die Infektion" verlängert worden, berichtete das nordkoreanische Fernsehen laut südkoreanischer Nachrichtenagentur Yonhap.

Die Schließung gelte auch für Kindergärten und Universitäten. Wann die Schulen wieder öffnen sollen, blieb demnach offen. Nordkorea hat bisher noch keinen Fall einer Ansteckung mit dem Coronavirus gemeldet, während Südkorea einer der größten Infektionsherde außerhalb Chinas ist. Der Norden ist mit zahlreichen internationalen Sanktionen wegen seiner Atom- und Raketenprogramme belegt und verfügt nur über eine schwache Infrastruktur im Gesundheitswesen.

Als Schutzmaßnahme gegen das Virus kappte Nordkorea bereits seine wenigen Verbindungen zum Rest der Welt: Es verhängte einen Einreisestopp für Touristen, setzte internationale Zug- und Flugverbindungen aus und stellte hunderte Ausländer unter Quarantäne. Der Einreisestopp für Ausländer gelte, bis das Virus richtig diagnostiziert, behandelt und geheilt werden könne, zitierte die in Japan erscheinende nordkoreanische Zeitung "Choson Sinbo" einen Behördenvertreter.

 10:10

Behörden kündigen mehr Aufklärung und zeitnahe Infos an

Die Behörden wollen die Bevölkerung in Sachen Coronavirus noch stärker über Eigenschutz aufklären sowie über die Vorgangsweise bei Verdachtsfällen informieren. Das kündigte der stellvertretende Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Franz Lang, am Donnerstag an. Brigitte Zarfl, Ex-Gesundheitsministerin und Spitzenbeamtin des Gesundheitsressorts, verwies auf die stabile Lage in Österreich.

"Unser gemeinsames Ziel ist, die weitere Ausbreitung des Virus und einen Ausbruch von Erkrankungen in Österreich zu verhindern", betonte Zarfl. Dazu gebe es eine gute Struktur und die Behörden könnten auf Erfahrungswerte zurückgreifen. Es gebe derzeit keine zusätzlichen Neuerkrankungen an SARS-CoV-2 zu den beiden bestätigten Fällen in Tirol, wo zudem zwölf Personen weiterhin unter Quarantäne sind und überwacht werden.

Die Lage in Europa habe sich in den vergangenen 24 Stunden nicht dramatisch verändert, erläuterte Lang. Das Zentrum liege nach wie vor in Italien, wo es bisher zwölf Todesfälle gab sowie zwei weitere Fälle, die noch abgeklärt würden. Der starke Trend nach oben bei Coronavirus-Verdachtsfällen, den Italien verzeichnete, habe sich in anderen europäischen Ländern etwas abgeflacht. Für Österreich bedeute dies aber keine Entwarnung.

 09:54

Saudi-Arabien schließt Grenze für Pilgerreisen

Saudi-Arabien hat aus Sorge vor einer Verbreitung des Coronavirus seine Grenzen für Pilgerreisen von Ausländern in die beiden Städte Mekka und Medina geschlossen. Dabei handle es sich um eine vorübergehende Präventionsmaßnahme, teilte das Außenministerium in Riad mit, wie die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA am späten Mittwochabend meldete.

Vorerst ausgesetzt würden auch Einreisen mit Touristen-Visa aus Ländern, in denen die Verbreitung des Virus einen Gefahr darstelle. Für welche Länder genau diese Regelung gilt, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Damit solle verhindert werden, dass das Coronavirus Saudi-Arabien erreiche, hieß es weiter. Das Königreich hat bisher noch keine Fall des neuartigen Virus Sars-CoV-2 gemeldet.

Mekka Hadsch © Getty Images

 09:39

Italien will Zahl der Tests einschränken

Italien will die Zahl der Coronavirus-Tests einschränken. Lediglich Personen mit Symptomen sollen getestet werden. Damit will man die Krankenhäuser entlasten, berichtete der Zivilschutz. Bei 96 Prozent der getesteten Menschen war das Ergebnis bisher negativ.

Circa 10.000 Personen wurden in den vergangenen Tagen italienweit auf das neuartige Coronavirus getestet. Die Zahl der kontrollierten Personen sei wesentlich höher als in anderen europäischen Ländern wie etwa Frankreich oder Deutschland. Der bekannte italienische Virologe Roberto Burioni warnte vor übertriebenem Alarm. "Ich bin der erste, der behauptet, dass das Coronavirus nicht ein Schnupfen ist. Es ist aber auch nicht die Pest", sagte Burioni nach Medienangaben.

In Italien wurden bisher zwölf Todesfälle gemeldet, die auf Coronavirus zurückzuführen sind. Dabei handelt es sich meist um ältere und bereits kranke Menschen. Zudem gab es rund 450 Infektionsfälle.

 09:15

Erster Fall nun auch in Dänemark

Dänemark ist ein erster Fall des neuartigen Coronavirus bestätigt worden. Das gaben die dänische Gesundheitsbehörde und der Fernsehsender TV2 am Donnerstag bekannt. Demnach handelt es sich um einen Mitarbeiter des Senders, der am Montag aus dem Skiurlaub in Norditalien zurückgekehrt ist. Dort war die Zahl erfasster Sars-CoV-2-Infektionen am vergangenen Wochenende rapide angestiegen.

Es sei nur eine Frage der Zeit bis zum ersten dänischen Fall gewesen, sagte Behördenleiter Soren Brostrom in der Früh bei einer Pressekonferenz im Gesundheitsministerium in Kopenhagen. Am Mittwochabend war SARS-CoV-2 erstmals bei einer Person in Norwegen nachgewiesen worden. Bei den skandinavischen Nachbarn Schweden und Finnland gibt es bisher jeweils zwei bestätigte Fälle.

 09:09

Genfer Uhrenmesse wird abgesagt

Die Schweizer Stiftung für Uhrmacherkunst hat eine für April geplante Uhrenmesse in Genf wegen der Coronaviruskrise abgesagt. Um das Wohlergehen der Besucherinnen und Besucher zu schützen, sehe sie sich zu diesem Schritt gezwungen, teilte sie am Donnerstag in Genf mit.

Der 90. Genfer Autosalon (5.-15. März) soll dagegen bisher wie geplant stattfinden. Es werden etwa 600.000 Besucher erwartet. Dagegen war die Genfer Erfindermesse vom Frühjahr auf den Herbst verschoben worden. In der Region Genf gab es bisher keinen Coronavirus-Fall.

Die Uhrenmesse "Watches and Wonders" (geplant 25. bis 29. April) fällt nun aus. Der nächste geplante Termin wäre somit erst im Frühjahr 2021. Die abgesagte Veranstaltung wäre die erste unter dem neuen Namen gewesen. Damit wollte die Stiftung ihrem traditionellen Uhrensalon SIHH neuen Schwung geben. Im vergangenen Jahr waren mehr als 23.000 Besucher dafür nach Genf gekommen.

 09:02

Trump gab Journalisten Hygiene-Tipps

US-Präsident Donald Trump fühlt sich angesichts des neuartigen Coronavirus in seiner täglichen Hygiene-Routine bestätigt - und riet nun Journalisten dazu, sich genauso zu verhalten wie er selbst. Er wasche sich sowieso sehr häufig die Hände - "wie Sie wahrscheinlich gehört haben", sagte Trump am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus.

Auch für den Umgang mit Kranken hatte der Präsident Tipps. "Wenn jemand niest, versuche ich zu verschwinden", sagte Trump. Unlängst sei ihm ein Bekannter begegnet. "Er umarmt mich. Ich frage: 'Geht es dir gut?', er sagt: 'Nein, ich habe hohes Fieber und eine schlimme Grippe.' Und er umarmt und küsst mich", beschrieb Trump die Situation - und imitierte dabei seinen Bekannten. Angesichts der Ansteckungsgefahr habe er sich sofort verabschiedet, sagte Trump. "Ich habe gesagt: 'Entschuldige mich' und bin weggegangen, und habe begonnen, mir die Hände zu waschen."

Den Journalisten empfahl Trump, sich ebenfalls möglichst oft die Hände zu waschen. "Bleiben Sie sauber", sagte der US-Präsident. "Sie müssen nicht unbedingt jeden Handlauf angreifen, wenn es nicht nötig ist", fügte er hinzu.

 08:31

Coronavirus sorgt für ruhigere Zeiten in Weltkulturerbe-Ort Hallstatt

Etwas ruhiger als sonst geht es derzeit im Touristenmagnet Hallstatt in Oberösterreich zu. Die Corona-Krise lässt die Besucher in dem besonders bei Asiaten beliebten Idyll schwinden. Zwischen zwölf und 15 Prozent Rückgang bestätigte Bürgermeister Alexander Scheutz (SPÖ) der APA. Zwölf bis 20, auch einmal mehr Busse kommen derzeit, sonst seien es um diese Zeit rund 25 pro Tag, meinte Scheutz.

Hallstatt Hallstättersee © Getty Images

Das sei aber "nicht so dramatisch". Der Jänner sei ein starker Monat gewesen, bei den Buchungen aus China gebe es im Februar und März einen klaren Rückgang von bis zu 15 Prozent, sagte das Gemeindeoberhaupt. Scheutz hofft, dass das ab April mit Gästen aus anderen Ländern kompensiert werde. Sorgen bereite ihm das keine, "wir machen uns Sorgen, weil uns die Leute in China leidtun". Er hat auch nicht den Eindruck, dass allgemein weniger asiatische Gäste in Hallstatt sind. "Sie sind auch nicht vorsichtiger als sonst." Manche tragen Mundschutz, andere nicht. Das sei nicht außergewöhnlich. Auch bei Hoteliers und Wirten hätte er keine Berührungsängste bemerkt, "wir sind alle eher nachdenklich".

 07:52

Chormitglied infiziert, Scala bleibt geschlossen

Ein Chormitglied der Mailänder Scala hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das Opernhaus hat daher die am Sonntag beschlossene Aussetzung der Aufführungen bis zum kommenden Montag (2. März) verlängert. Am 1. März beginnt das Mandat von Intendant Dominique Meyer, der von der Wiener Staatsoper zur Scala wechselt.

Das Chromitglied war am 13. Februar erkrankt, eine Woche bevor der Infektionsherd in der Lombardei entdeckt wurde. Die Leitung des Opernhauses rief alle Mitarbeiter, die mit dem Kollegen zusammengearbeitet haben, auf, sich Kontrollen zu unterziehen. Das Chormitglied liegt im Krankenhaus und hat bereits die akute Phase der Krankheit überwunden, berichtete das Theater

 07:42

Toter Lkw-Fahrer in Tirol negativ getestet

In Tirol ist ein auf einem Firmengelände in Radfeld (Bezirk Kufstein) tot aufgefundener Lkw-Fahrer aus Serbien im Zuge einer Obduktion auch auf das Coronavirus getestet worden. Das Testergebnis war negativ, teilte das Land Tirol mit. Der Mann hatte in den vergangen Tagen über Unwohlsein und Fieber geklagt und war auch mehrmals in norditalienischen Gegenden wie etwa der Lombardei unterwegs.

"Wir gehen allen Anhaltspunkten im Hinblick auf ein mögliches Coronavirus umgehend und minutiös nach. Das ist auch in diesem Fall routinemäßig passiert", meinte Landessanitätsdirektor Franz Katzgraber. Man müsse nach wie vor sehr wachsam sein und "alles in unserer Macht Stehende tun, um eine mögliche Verbreitung des Virus auszuschließen".

 06:59

Experte: Kontrolle über Epidemie in China "Ende April"

Die Epidemie mit dem neuartigen Coronavirus in China wird nach Darstellung des Chefs der Expertenkommission der chinesischen Regierung, Zhong Nanshan, noch länger andauern. "Wir sind zuversichtlich, dass es Ende April im Wesentlichen unter Kontrolle sein wird", sagte der Professor am Donnerstag in der südchinesischen Stadt Guangzhou.

Mit Blick auf den Ausbruch der Lungenkrankheit in anderen Ländern überraschte Zhong Nanshan mit der These, dass die ersten Infektionen zwar in China berichtet worden seien, aber der Ursprung des Sars-CoV-2 nicht unbedingt in China gewesen sein müsse. Beweise dafür legte der Experte aber nicht vor.

 06:41

Mehr als 400 neue Infektionen in China, 29 weitere Tote

Die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus ist in China erneut um 433 gestiegen. Weitere 29 Menschen starben an der Lungenkrankheit, wie die Gesundheitskommission am Donnerstag in Peking berichtete. Damit sind bereits 2.744 Tote in Festlandchina zu beklagen. Die Zahl der offiziell nachgewiesenen Ansteckungen kletterte weiter auf 78.497.

Die meisten neuen Infektionen und Todesfälle wurden wieder aus der schwer betroffenen Provinz Hubei gemeldet. In der Krisenregion in Zentralchina wurden allein 409 neue Fälle und 26 Tote gezählt.

 06:41

Trump sieht nur "sehr geringes" Risiko für USA

US-Präsident Donald Trump sieht durch das neuartige Coronavirus derzeit nur ein "sehr geringes" Risiko für die Vereinigten Staaten. Die USA seien "sehr, sehr" gut vorbereitet und hätten bereits wichtige Maßnahmen ergriffen, sagte Trump am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Er verwies unter anderem auf Einreisebeschränkungen für Nicht-US-Bürger aus betroffenen Gebieten.

"Wegen all dem, was wir unternommen haben, bleibt das Risiko für US-Bürger sehr gering", sagte der Präsident. Trump beauftragte zudem Vizepräsident Mike Pence, die Bemühungen zum Umgang mit dem Coronavirus zu koordinieren.

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