Frankreichs Sozialisten jubeln ohne Ende

Hollande gewinnt Wahl

Frankreichs Sozialisten jubeln ohne Ende

Nach 17 Jahren zieht mit Hollande ein Sozialist in den Élysée-Palast ein.

Mit Freude und Stolz haben die französischen Sozialisten auf den Sieg von François Hollande in der Stichwahl um das Präsidentenamt reagiert. Parteichefin Martine Aubry sprach am Sonntagabend im Fernsehsender TF1 von einer "riesigen Freude". Mit Blick auf Hollande sagte sie, die Sozialisten seien "stolz auf seinen Wahlkampf, stolz auf sein Projekt". Es sei kein Sieg eines Lagers gegen das andere, sondern "der Sieg Frankreichs".

Diashow: Sozialisten feiern Sieg von Hollande

Sozialisten feiern Sieg von Hollande

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    Der Chef der konservativen Regierungspartei UMP, Jean-François Copé, gratulierte Hollande zu seinem Wahlsieg. Er rief zugleich das eigene Lager zu einer "Generalmobilisierung" bei den Parlamentswahlen im Juni auf. Der konservative UMP-Kandidat und Amtsinhaber Nicolas Sarkozy sei ein "außergewöhnlicher Präsident" gewesen, fügte Copé im Sender France 2 hinzu. Laut Hochrechnungen gewann Hollande die Stichwahl mit 52 Prozent vor Sarkozy mit 48 Prozent.

    Als eine "Chance für Frankreich, für die Ökologie und für die Demokratie" begrüßte die Parteichefin dre französischen Grünen, Cécile Duflot, am Sonntagabend den Präsidentschaftswahlsieg des Sozialisten Francois Hollande (PS). Die Grünen-Kandidatin Eva Joly ("Europe Ecologie Les Verts"/EELV) hatte im ersten Durchgang dre Wahl am 22. April 2,3 Prozent der Stimmen erhalten. Grüne und Sozialisten sind bei der Präsidenten- und Parlamentswahl verbündet. Sie setzen sich insbesondere für den Atomausstieg Frankreichs ein.

    Auch die frühere Lebensgefährtin des französischen Wahlsiegers François Hollande hat sich als eine der ersten Parteigrößen der Sozialisten öffentlich über das Wahlergebnis gefreut. "Die Franzosen können ihm vertrauen", sagte Segolene Royal am Sonntagabend im Fernsehsender France 2 über Hollande, den Vater ihrer vier Kinder. Die 58-Jährige war 2007 gegen den scheidenden Präsidenten Nicolas Sarkozy mit 47 zu 53 Prozent unterlegen. In Paris wird nun damit gerechnet, dass Royal die nächste Parlamentspräsidentin wird.

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