Hamas verbietet Neujahrsfeiern

Gazastreifen

Hamas verbietet Neujahrsfeiern

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Menschenrechtler kritisieren Eingriff in die öffentliche Freiheit.

Die radikalislamische Hamas hat Neujahrsfeiern im Gazastreifen verboten. "Das Neue Jahr im Gazastreifen zu feiern, widerspricht dem Islam und seinen Regeln. Es handelt sich ohnehin um eine westliche Tradition, die wir in Gaza nicht akzeptieren", sagte Polizeisprecher Ayman Batniji am Mittwoch in einer SMS an Reporter.

Die Besitzer von Hotels, Cafés und Restaurants seien angewiesen worden, am Donnerstagabend keine Feiern zu organisieren.

Einwohnern zufolge ist es das erste Mal, dass die Hamas Neujahrsfeiern offiziell im Voraus verboten hat. In der Praxis habe die Polizei allerdings auch in den Vorjahren Feiern vor Ort beendet. Menschenrechtler in Gaza kritisierten das Verbot als Eingriff in die öffentliche Freiheit.

In einem Abkommen von Juni 2014 hatten Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas (Abu Mazen) und die Hamas sich auf eine Einheitsregierung geeignet. De facto regiert aber im Gazastreifen immer noch die Hamas, wie Kritiker monieren.

 

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