Kampf gegen 16 Infernos in Kalifornien

Tödliche Feuer breiten sich aus

Kampf gegen 16 Infernos in Kalifornien

Die Hitzewelle im Westen der USA führt zu einem Sommer der Horror-Feuer. Die Opferbilanz steigt.

Beim Horror-Feuer in Redding (6 Tote, 1.000 Häuser abgebrannt) machen Feuerwehren zwar Fortschritte, dafür breiten sich zwei neue, gefährliche Brände in den Bezirken Mendocino und Lake County, 200 Kilometer nördlich von San Francisco, aus.

Die Infernos drohen zu einem Monsterbrand zusammenzuwachsen. Der Ort Lakeport wurde vollständig evakuiert. 10.000 Gebäude sind insgesamt von den Bränden bedroht.

Unterdessen wächst die Kritik in Redding, wonach die Behörden zu spät oder gar nicht gewarnt hätten vor dem heranrasenden Feuersturm. Schwere Vorwürfe erhebt Ed Bledsoe, dessen Frau und zwei Urenkelkinder ums Leben kamen, als Flammenwalzen ihr Haus verschlangen.

Bledsoe hatte da gerade Besorgungen gemacht, er war am Telefon mit seiner Frau und den Kindern bis zum Ende. „Opa, hol uns bitte raus“, waren die letzten Worte eines der beiden Kinder. „Es gab keine Warnungen, sonst hätte ich doch nie das Haus verlassen“, sagte er verzweifelt zum Sender CBS.

Das „Carr Fire“ in Redding wurde inzwischen als siebentschlimmstes in der Geschichte Kaliforniens registriert.

16 Feuerinfernos wüten derzeit insgesamt im „Golden State“, wie auf einer Karte zu sehen ist. Acht Menschen kamen bei der jüngsten Feuerserie bereits ums Leben.

Die Feuerwehr-Behörden klagen über Personalmangel und Erschöpfungszustände bei den Brandbekämpfern.

Die Hitzewelle geht unterdessen weiter: Für Nordkalifornien sind Temperaturen von mehr als 40 Grad vorhergesagt.

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