Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Herbert Bauernebel berichtet

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Aus unserem Büro in New York berichtet ÖSTERREICH-Reporter Herbert Bauernebel LIVE.

3:55 Uhr: Apple, Google & Co zahlen 415 Millionen Dollar im Abwerbe-Streit

Apple, Google, Intel und Adobe wollen mit einem neuen Vergleich den Rechtsstreit über Geheimabsprachen für ein Abwerbe-Verbot beilegen. Die US-Technologiefirmen wollen insgesamt 415 Millionen Dollar (rund 354,2 Mio. Euro) bezahlen, wie aus Gerichtsdokumenten am Donnerstag hervorging. Einen ersten Vergleich in Höhe von 324,5 Millionen Dollar hatte die zuständige Richterin Lucy Koh im vergangenen Jahr als zu niedrig zurückgewiesen und erklärt, sie müssten insgesamt mindestens 380 Millionen Dollar zahlen. In einer 2011 eingereichten Sammelklage hatten etwa 64.000 Angestellte den Unternehmen vorgeworfen, auf höchster Ebene ein Verzicht auf gegenseitige Job-Angebote vereinbart zu haben. So veröffentlichte Richterin Koh eine E-Mail des ehemaligen Google-Chefs Eric Schmidt an den mittlerweile verstorbenen Apple-Gründer Steve Jobs. Darin verspricht er, einen Angestellten der Personalabteilung zu feuern, der einen Apple-Mitarbeiter abgeworben hatte. 

3:10 Uhr: Erstmals wieder Todesurteil in Oklahoma vollstreckt

Fast neun Monate nach einer schweren Hinrichtungspanne ist im US-Staat Oklahoma wieder ein Todesurteil vollstreckt worden. Der 47 Jahre alte Charles Warner wurde am Donnerstagabend (Ortszeit) wegen der Vergewaltigung und Ermordung eines elf Monate alten Mädchens mit einer Giftspritze hingerichtet, wie ein Gefängnissprecher bestätigte.

 

 

Komplikationen gab es Augenzeuge zufolge nicht. Warners Anwälte hatten bis zuletzt versucht, die Exekution per Gerichtsbeschluss zu stoppen. Der Oberste Gerichtshof der USA wies den Antrag, die Hinrichtung auszusetzen, mit knapper Mehrheit ab. Im April 2014 war der Mörder Clayton Lockett bei seiner Hinrichtung in Oklahoma qualvoll gestorben, wohl weil eine Kanüle für die Giftinjektion falsch gelegt worden war. Er starb erst nach 43 Minuten. Nach dem Vorfall wurden Hinrichtungen in dem Staat ausgesetzt. Warner sollte ursprünglich zum selben Zeitpunkt wie Lockett hingerichtet werden. 

2:35 Uhr: BP droht wegen "Deepwater Horizon" Strafe von 13,7 Milliarden Dollar

Dem britischen Ölriesen BP droht wegen der verheerenden Explosion auf der Plattform "Deepwater Horizon" eine Höchststrafe von 13,7 Milliarden Dollar (11,8 Mrd. Euro). Ein Bundesgericht in New Orleans kam zu dem Schluss, dass bei der Katastrophe im Jahr 2010 insgesamt 3,19 Millionen Barrel Öl ins Wasser gelangten. Das ist mehr als BP angegeben und weniger als die Regierung geschätzt hatte.

 

 

Die am Donnerstag veröffentlichten Erkenntnisse des Gerichts sind entscheidend für die Berechnung der Strafgelder, die im kommende Woche beginnenden Verfahren festgesetzt werden sollen. Bei grober Fahrlässigkeit oder vorsätzlichem Missverhalten müsste der Konzern 4.300 Dollar pro Barrel zahlen. BP hatte eine Strafgrenze von 3.000 Dollar pro Barrel gefordert. Zumindest beim Stopfen des Lecks nach dem Unfall habe BP aber nicht grob fahrlässig, rücksichtslos oder mutwillig gehandelt, schrieb Richter Carl Barbier. Die Explosion auf der Plattform "Deepwater Horizon" am 20. April 2010 hatte elf Menschen getötet und eine gewaltige Umweltkatastrophe zur Folge. 87 Tage lang strömte Öl in den Golf von Mexiko, es verschmutzte das Wasser und die Küsten in der Umgebung. Erst im Dezember war der Konzern mit seiner Berufung gegen einen Milliarden-Vergleich nach der Ölpest endgültig gescheitert. 

1:50 Uhr: Marlboro-Mann Darrell Winfield gestorben

Der als einer der Marlboro-Männer bekannt gewordene US-Rancher Darrell Winfield ist tot. Wie das zuständige Bestattungsinstitut am Donnerstag mitteilte, starb der 85-Jährige bereits am Montag in seinem Haus im Bundesstaat Wyoming.

 

 

Über die Todesursache wurde nichts mitgeteilt. Winfield hatte ab 1968 für einige Jahre die Werbefigur des rauchenden Cowboys für die Zigarettenmarke von Philip Morris verkörpert. Bei anderen Darstellern wird vermutet, dass sie an Folgen ihres Tabakkonsums starben. Im Jahr 1992 hatte ein Marlboro-Sprecher in einem Interview gesagt, Winfield sei der "wahre Marlboro-Mann". 

1:05 Uhr: Premier: Einsatz in Belgien zeigt Entschlossenheit gegen Terrorismus

Die Razzien in Belgien haben nach Worten der Regierung deren Entschlossenheit im Kampf gegen den Terrorismus gezeigt. Wer "Terror verbreiten" wolle, müsse bekämpft werden, erklärte der belgische Regierungschef Charles Michel nach Angaben seines Sprechers am Donnerstagabend nach einer Krisensitzung der Regierung. "Die Angst muss das Lager wechseln." Der Großeinsatz sei das Ergebnis monatelanger Untersuchungen gewesen, fuhr Michels Sprecher Frederic Cauderlier fort. Sie galten demnach jungen Rückkehrern aus Kampfgebieten, "vor allem aus Syrien". Michel hätte gemeinsam mit seinem Innen- und seinem Justizminister die Einsätze "Minute für Minute" verfolgt. Demnach dauerten sie kurz vor Mitternacht weiter an.

 

 

Den umfangreichsten Anti-Terror-Einsatz hatte es am frühen Donnerstagabend im ostbelgischen Verviers gegeben. Dabei waren zwei mutmaßliche Jihadisten getötet worden, ein dritter wurde verletzt. Die Syrien-Rückkehrer hätten einen Anschlag auf die Sicherheitskräfte geplant und es habe "unmittelbare Gefahr" bestanden, teilte die Staatsanwaltschaft am Abend mit. 

0:30 Uhr: Wegen Schießerei in Nachtclub: Muss Chris Brown wieder hinter Gitter?

Der Skandal-Rapper hatte eigentlich mit der Schießerei in einem LA-Nachtclub letztes Wochenende, wo er auftrat, nichts zu tun. Doch der Richter, der die Bewährungsauflagen nach der Prügel-Attacke gegen Rihanna überwacht, drohte Brown mit einer Haftstrafe. Die Bewährung wurde ausgesetzt. 

 

 

Beanstandet wurde, dass es sich bereits um die zweite Schießerei bei einem Brown-Konzert handelte, nachdem auch letzten August Schüsse fielen. Brown wäre außerdem ohne Erlaubnis gereist und nun bereits zweimal verhaftet worden während seiner Bewährungszeit. Angesetzt wurde ein Hearing für den 20. März, wo die Handschellen klicken könnten.   

23:55 Uhr: Ebola: Epidemie in Westafrika offenbar auf Rückmarsch

Die Vereinten Nationen haben sich vorsichtig optimistisch zur Entwicklung der Ebola-Epidemie in Westafrika geäußert. Es sehe so aus, als ob die Krankheit langsam auf dem Rückmarsch sei, sagte der UN-Sonderbeauftragte für Ebola, David Nabarro, in einem Reuters-Interview am Donnerstag.

 

 

Die Maßnahmen, die zur Bekämpfung ergriffen wurden, zeigen Wirkung. Überall gebe es mittlerweile Einrichtungen zur Behandlung von Erkrankten, erzählte Nabarro weiter. Bestattungen von verstorbenen Ebola-Patienten würden in einer "sicheren und würdigen" Art und Weise vorgenommen. "Das Ergebnis ist, dass wir den Anfang einer Verlangsamung des Ausbruchs sehen." Liberias Regierung gab sich zuversichtlich, dass das besonders stark betroffenen Land bis Ende Februar vollständig Ebola-frei sein könnte. Das Gesundheitsministerium verwies auf einen starken Rückgang von Krankheitsfällen. Auch in Sierra Leone und in Guinea machten die Behörden Fortschritte aus. 

23:00 Uhr: Eisig: Taylor Swift ignoriert Ex-Freund Harry Styles 

Dass die Beziehung zwischen Popstar Taylor Swift und Teenie-Band-Sänger Harry Styles recht schmerzhaft geendet haben muss, hat sie bereits besungen.

 

 

Jetzt kam es zu einer frostigen Begegnung in der Lobby eines L.A.-Hotels. Der Briten-Star wollte sie und eine Gruppe an Freundinnen begrüßen, doch Swift schwieg eisig und zog mit grimmiger Mine ab...  

22:45 Uhr: Jobwechsel: Wall-Street-Praktikantin will Pornostar werden...

Die junge Uni-Absolventin aus Florida hatte eigentlich einen ganz guten Karrierestart hingelegt: Sie landete einen Job als Praktikantin bei der Wall-Street-Firma "Lazard Asset Management". Doch es gab ein schwerwiegendes Problem: Paige A. Jennings (23) hätte einen ständigen "Reiz zur Selbstbefriedigung" verspürt, sie postete dazu Selfies, die sie halbnackt am Klo zeigten. Das konnte nicht gutgehen.

 

 

Sie sagt zwar, dass sie selbst kündigte, doch wahrscheinlicher ist wohl ein Rauswurf durch die Finanzmanager. In einem Interview mit einem US-Blog gibt sie zu, dass das Treffen mit ihrem Boss "recht komisch" gewesen wäre. Jetzt will sie jedenfalls Porno-Star werden, legte sich auf Twitter bereits das Pseudonym Veronica Vain zu. Erstes Ziel ist ein Auftritt in der Show "The Sex Factor" des Pornostars Belle Knox, jener Studentin, die mit Sex-Filmen ihre Studiengebühren bezahlen wollte.  

22:35 Uhr: Aufregung wegen "weißer Oscars": Schwarze vom Oscar-Rennen ausgeschlossen

Als Affront wird im immer multikulturelleren Amerika die heurige Wahl der Kandidaten für die begehrtesten Filmpreise der Welt aufgefasst: Alle Oscar-Kandidaten sind Weiße, zum letzten Mal passierte das vor 17 Jahren, als im Jahr 1998 Leonardo DiCaprio mit der "Titanic" sank... Besonders krass ist die Abfuhr für das Bürgerrechtsdrama "Selma" über die Märsche von Afroamerikanern zur Durchsetzung des Wahlrechtes 1965. Der britische Schauspieler David Oyelowo verkörpert darin brillant Bürgerrechtslegende Martin Luther King, er galt als Fixstarter beim Kampf um die Gold-Statuetten in der Kategorie "bester Schauspieler", doch ging leer aus. Noch ärger die Abfuhr für die schwarze Regisseurin Ava DuVernay, die mit ihrer Nominierung als erste farbige Frau hinter der Kamera bei den "Golden Globes" gerade Geschichte schrieb.

 

 

Bei den Oscars hingegen schaffte sie es nicht auf die Kandidatenliste. Frauen insgesamt wurden heuer bei der Selektion arg ignoriert: Keine einzige Regisseurin oder Drehbuchschreiberin ist beim Oscar-Rennen dabei. Übergangen wurden sogar Superstars wie "Unbroken"-Regisseurin Angelina Jolie. Oder Doko-Filmerin Laura Poitras, die bei der Aufdeckung des NSA-Skandals durch Edward Snowden half und mit "Citizenfour" das Drama um den Whistleblower verfilmte. Das Branchenblatt Variety nannte die grotesk vorgestrige Wahl der "Academy", wo von 6000 Mitgliedern 94 % weiß sind, 77 % männlich und nur 14 % unter 50, einen "Schlag ins Gesicht des Kino-Publikums, das jeden Tag multikultureller wird". Auf Twitter braute sich prompt ein Shitstorm zusammen.

Mehr Infos von unserem US-Korrespondenten Herbert Bauernebel auf AmerikaReport.com.

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