Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Herbert Bauernebel berichtet

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Verfolgen Sie hier die aktuellen News durch die Nacht in unserem LIVE-TICKER.

Aus unserem Büro in New York berichtet ÖSTERREICH-Reporter Herbert Bauernebel LIVE.

3:45 Uhr: Korruptionsaffäre: Portugiesischer Ex-Premier Socrates verhaftet

Der ehemalige portugiesische Ministerpräsident Jose Socrates ist am Freitag im Zuge von Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung festgenommen worden. Socrates sei einer von vier Verdächtigen, die in den vergangenen Tagen festgenommen worden seien, teilte die Staatsanwaltschaft in Lissabon in der Nacht auf Samstag mit. Bei den Ermittlungen geht es demnach um Steuerbetrug, Geldwäsche und Korruption. Socrates sei gegen 23.10 Uhr Ortszeit (0.10 Uhr) auf dem Flughafen Lissabon festgenommen worden, wo er mit einem Flug aus Paris angekommen war.

Nach seinem Abschied aus der Politik hatte der sozialistische Politiker seinen Lebensmittelpunkt in die französische Hauptstadt verlegt, wo er an der Eliteuniversität SciencesPo studierte. Medienberichten zufolge führte er ein "luxuriöses Leben" in Paris. Wegen kostspieligen Immobilienkäufen musste er sich in diesem Zusammenhang auch Fragen nach der Herkunft seines Vermögens gefallen lassen. Socrates war von 2005 bis 2011 portugiesischer Ministerpräsident. Er trat zurück, nachdem er ein zur Bekämpfung der Staatsschuldenkrise geschnürtes Sparpaket nicht durchs Parlament gebracht hatte. Die vorgezogenen Parlamentswahlen gewannen daraufhin die konservativen Sozialdemokraten (PSD).  

2:40 Uhr: Pest wütet auf Madagaskar: Schon 40 Tote

Auf Madagaskar grassiert nach einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO die Pest. Von August bis Mitte November seien auf der Insel vor der Ostküste Afrikas bereits 40 Menschen gestorben, insgesamt seien gegenwärtig 119 Menschen erkrankt, heißt es in einer am Freitagabend verbreiteten Mitteilung der WHO in Genf. Der Ausbruch der Pest sei in mehreren Regionen festgestellt worden, unter anderem auch in der Hauptstadt Antananarivo. Regierung und WHO seien gemeinsam bemüht, eine weitere Ausbreitung der Infektionskrankheit, die durch Flöhe auf Nagetieren übertragen wird, einzudämmen.  

2:20 Uhr: Report: Adam Lanza vor Schulmassaker abgemagert, ohne Medikamente und besessen vom Massenmord

Ein Freitag veröffentlichter, 114 Seiten umfassender Report der Jugendbehörde des Staates Connecticut zeichnet ein düsteres Bild des schlimmsten Schulamokläufers aller Zeiten, der in der Volksschule in Sandy Hook am 14. Dezember 2012 20 Erstklässler und sechs Lehrer erschoss. Adam Lanza (†20) war in den Wochen vor der Bluttat völlig isoliert, verfiel immer tiefer in eine schwere psychische Krankheit. Er war abgemagert, verweigerte die Einnahme verschriebener Psychopharmaka.

 

 

Im abgedunkelten Keller des Hauses seiner Mutter Nancy, die er vor dem Schulmassaker erschoss, kommunizierte er über das Internet mit einer Gruppe Gleichgesinnter, die besessen von Massenmorden waren. Der Report beschreibt aber auch das Versagen des Schulsystems, da trotz früher Zeichen einer schweren psychischen Störung Interventionen ausblieben. In der fünften Klasse etwa zeichnete Lanza eine Großmutter, die Kinder erschießt. "Ich tue gerne Menschen weh", schrieb Lanza: "Besonders Kindern". 

1:45 Uhr: Amerikaner nach 39 Jahren hinter Gittern für unschuldig erklärt

Nach 39 Jahren hinter Gittern hat ein zum Tode verurteilter Schwarzer im US-Bundesstaat Ohio am Freitag das Gefängnis als freier Mann verlassen, weil seine Verurteilung auf der erlogenen Aussage eines Zwölfjährigen beruhte. Noch nie sei jemand in den USA so lange unschuldig im Gefängnis gewesen, sagte Ricky Jacksons Anwalt Mark Godesey, auf der Facebook-Seite seines Vereins Ohio Innocence Project. Jackson, heute 57 Jahre alt, war 1975 zum Tode verurteilt worden, weil er mit zwei Komplizen in einem Lebensmittelgeschäft einen Weißen erschossen und eine Frau schwer verletzt haben soll. Jackson war damals 18 Jahre alt.

 

 

Die Verurteilung beruhte auf Aussagen eines Zwölfjährigen, der die vermeintlichen Täter identifizierte. Erst als Erwachsener vertraute er zunächst einem Priester an, dass er gar kein Zeuge des Verbrechens war. Später widerrief er seine Aussage auch vor Gericht. Tatsächlich saß er zur Tatzeit in einem Schulbus mehrere Blocks vom Ort des Geschehens entfernt. Ricky Jackson, der stets seine Unschuld beteuert hatte und dessen Todesurteil 1978 wegen Verfahrensfehlern in lebenslange Haft umgewandelt worden war, verließ am Freitag in der Früh gegen 09.00 Uhr (Ortszeit) das Gefängnis in Cleveland, wie die Behörden mitteilten. Nach fast 15.000 Nächten in der Zelle hatte er keinen Cent in der Tasche und auch keine Winterkleidung. Das Ohio Innocence Project will ihn unterstützen, bis der Staat ihn möglicherweise entschädigt.  

1:20 Uhr: Mexikanischer Vulkan stößt Kilometer hohe Rauchsäule aus

Der Vulkan Colima im Westen von Mexiko hat eine fünf Kilometer hohe Rauchsäule ausgestoßen. Eine Wolke aus Gas und Gestein bewegte sich rund zwei Kilometer vom Krater hangabwärts, wie das Innenministerium am Freitag mitteilte. Gefahr für die Bevölkerung habe nicht bestanden. In Quesería in Colima sowie in den Ortschaften Tonila und Zapotiltic im benachbarten Staat Jalisco fiel Asche vom Himmel Der 3860 Meter hohe Colima zählt zu den aktivsten Vulkanen Mexikos.

 

 

Die jüngste Eruption sei von Wissenschafter erwartet worden und liege im Normalbereich, hieß es in der Mitteilung des Innenministeriums weiter. Der letzte große Ausbruch des Vulkans hatte sich im März 2005 ereignet.  

23:55 Uhr: Fensterputzer überlebte Absturz aus dem 11. Stock

Ein Fensterputzer stürzte bei der Reinigung eines Gebäudes in San Francisco (Kalifornien) elf Stockwerke in die Tiefe. Er landete auf dem Dach eines Autos. Der Wagen dürfte den Aufprall gedämpft haben.

 

 

Der Mann überlebte und wurde mit schweren Verletzungen in ein Spital eingeliefert. Laut Polizei war der Fensterputzer aus dem Korb gestürzt. 

23:25 Uhr: Iran-Atomgespräche: Kerry bleibt bei Verhandlungen in Wien

US-Außenminister John Kerry hat entgegen ursprünglicher Pläne die Wiener Atomgespräche doch nicht verlassen. Stattdessen konferierte er am Freitag bis in den späten Abend unter anderem mit dem iranischen Außenminister Mohammad Javad Zarif und Frankreichs Außenminister Laurent Fabius, teilte ein Sprecher des US-Außenministeriums mit. Kerry wollte eigentlich zu Beratungen mit den europäischen Partnern nach Paris fliegen. Die Gespräche zwischen den UN-Vetomächten (USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien) sowie Deutschland mit dem Iran sollen am Samstag fortgesetzt werden. Bis zum Montag wollen die Verhandlungspartner eine Lösung im Atomkonflikt mit Teheran finden.

 

 

Die internationale Gemeinschaft will Gewissheit, dass der Iran keine Atombombe baut. Teheran strebt die Aufhebung der vom Westen verhängten Wirtschaftssanktionen an. Nach Einschätzung Zarifs wurden bei den Atomverhandlungen in Wien keine entscheidenden Fortschritte erzielt. "Es gab wichtige Diskussionen, aber keine bedeutenden Vorschläge, die es wert sind, in Teheran präsentiert zu werden", sagte Zarif nach Angaben seiner Delegation nach Gesprächen mit Vertretern der sogenannten 5+1-Gruppe. Auch der Sprecher des Weißen Hauses, Eric Schultz, sagte am Freitag, dass noch bedeutende Auffassungsunterschiede bestünden.  

22:55 Uhr: Ebola-Seuche in Westafrika laut UN noch lange nicht unter Kontrolle: Infektionsraten steigen weiter 

Trotz lokalen Fortschritten verschlimmert sich die Ebola-Epidemie in Westafrika weiter, warnte UN-General Ban Ki-Moon am Freitag. "Es gibt ermutigende Verbesserungen, doch der Fortschritt beschränkt sich auf Teile der Region - insgesamt nehmen die Ansteckungsraten weiterhin zu", sagte Ban, der sich mit WHO-Chefin Margaret Chan und Weltbank-Präsidenten Jim Yong Kim beriet.

 

 

Neue WHO-Statistiken zeigen weiterhin "intensive Ansteckungsraten" in Liberia, Guinea und Sierra Leone: 15.351 Menschen haben sich laut offiziellen Zahlen mit dem Todesvirus angesteckt, 5.459 Opfer starben. In Mali wurde dazu eine besonders tödliche Mutation des Virus beobachtet: Alle sechs daran erkrankten Patienten starben, eine beängstigende Todesrate von 100 Prozent.    

22:45 Uhr: Romanze heizt sich auf: Arnie-Sohn und Miley planen gemeinsamen Urlaub

Sie sind das neue Glamourpaar der LA-Starszene: Arnies Sohn Patrick Schwarzenegger (21) und "Wrecking Ball"-Sängerin Miley Cyrus (22) machen aus ihrer jungen Liebe öffentlich längst kein Hehl mehr. Laut Insidern plant das Paar jetzt einen gemeinsamen romantischen Urlaub zusammen, die Destination sei noch ein Geheimnis, so Reports.

 

 

Laut dem Magazin "People" wären die beiden anfangs nur Freunde gewesen, doch dann hätte es gefunkt. Patricks Eltern jedoch, "Terminator"-Star Arnold Schwarzenegger und Kennedy-Erbin Maria Shriver, sollen nicht sonderlich glücklich sein mit der Beziehung des Studenten mit der singenden Skandalnudel.

22:35 Uhr: Das große Ausgraben in Buffalo: Schneesturm ist vorbei, doch jetzt drohen Überschwemmungen

Nach tagelangen Schneefällen strahlte die Sonne Freitag über einem fast märchenhaft tief verschneiten Buffalo (US-Staat New York). Die Schneeräumung lief auf Hochtouren, Bagger und Caterpillar türmten die geräumten Schneemassen am Ortsrand an einem auf 40 Meter Höhe angewachsenen Schneeberg auf. Laut den Behörden stieg die Opferbilanz auf 13 Tote. Über 30 Einstürze von Hausdächern wurden gemeldet, die meisten waren Gebäude mit Flachdächern.

 

 

Ein Altersheim mit 150 Bewohnern musste evakuiert werden. Gemessen wurden totale Schneefälle in dieser Woche von 2,1 Metern – so viel wie die durchschnittliche jährliche Gesamtschneehöhe in Buffalo. Bewohner begannen, die Dächer ihrer Häuser von der dicken Schnee-Tuchent zu räumen, bevor der Schnee taut und tonnenschwer wird. Denn für das Wochenende ist Regen vorhergesagt, am Montag soll die Quecksilbersäule sogar auf 15 Grad klettern. Es werden wegen der rapiden Schneeschmelze massive Überflutungen befürchtet.    

Mehr Infos von unserem US-Korrespondenten Herbert Bauernebel auf AmerikaReport.de.

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