Merkel zu Besuch bei Hollande in Paris

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Merkel zu Besuch bei Hollande in Paris

Deutsche Koalition weist Kritik des französischen Präsidenten an EU-Kommission zurück.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ist zu einem Treffen mit Frankreichs Präsidenten François Hollande in Paris eingetroffen. Die beiden Politiker besuchten am Donnerstagnachmittag zunächst eine Ausstellung mit deutscher Kunst im weltberühmten Louvre-Museum. Anschließend wollten sie im Élyséepalast gemeinsame Positionen für den EU-Gipfel Ende Juni erarbeiten. Dabei wird es vor allem um die Themen Wachstum und Beschäftigung gehen. Im Zuge der Eurokrise haben die Arbeitslosenzahlen in einigen EU-Mitgliedstaaten Rekordstände erreicht.

Kurz vor seinem Treffen mit Merkel hatte Hollande eine Welle der Kritik aus der deutschen Regierungskoalition ausgelöst. Nachdem der Sozialist sich am Mittwochabend ein "Diktat" von Reformvorschlägen aus Brüssel verbeten hatte, warfen ihm mehrere Unions-Politiker vor, er missachte den "Geist und die Buchstaben" der EU-Verträge. "Wenn ein Land in der EU und der Euro-Zone glaubt, sich nicht an Verabredungen halten zu müssen, ist dies besorgniserregend", sagte der stellvertretende Unions-Fraktionsvize Michael Fuchs zu den Medien.

Hollande hatte sich am Mittwochabend angesichts der Reformempfehlungen der EU-Kommission für alle 27 EU-Länder Einmischung aus Brüssel verbeten. "Die EU-Kommission kann uns nicht diktieren, was wir zu tun haben, sie kann nur sagen, dass Frankreich seinen Haushalt ausgleichen soll", sagte er.

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