Staats-TV mit neuem Namen wieder on Air

Griechenland

Staats-TV mit neuem Namen wieder on Air

Knapp einen Monat nach Schließung. Journalistenstreik gegen Notprogramm.

Knapp einen Monat nach seiner überraschenden Schließung ist das staatliche griechische Fernsehen am Mittwoch mit neuem Namen wieder auf Sendung gegangen. Genau um 21.00 Uhr Ortszeit (20.00 MESZ) begann das Programm mit einer alten griechischen schwarz-weiß-Filmkomödie aus den 1960er Jahren. In der Früh war zunächst ein Testbild mit dem Titel "Hellenisches Öffentliches Fernsehen" (Helleniki Dimosia Tileorasi - EDT) erschienen. Zunächst gab es auf allen Frequenzen nur ein Programm. Vor der Schließung gab es drei TV-Kanäle und ein Satellitenprogramm.

Journalistenstreik gegen Notprogramm des Staats-TV
Griechische Journalisten haben am Donnerstag aus Protest gegen die Ausstrahlung eines Notprogramms des staatlichen Fernsehens fünf Stunden lang die Arbeit niedergelegt. Knapp einen Monat nach seiner überraschenden Schließung war das Staatsfernsehen am Mittwochabend um 21.00 Uhr Ortszeit (20.00 MESZ) mit neuem Namen wieder auf Sendung gegangen.

Nachrichten nur per Laufband
Das Hellenisches Öffentliche Fernsehen (Ellinikí Dimósia Teleórasi- EDT) sendet aus dem Studio einer privaten Firma. Es soll zunächst nur ein Notprogramm mit Filmen, Dokumentationen und Musiksendungen geben. Nachrichten werden nach den Worten des zuständigen Staatssekretärs Pantelis Kapsis zunächst nur in einem Laufband eingeblendet. Das Programm wurde nach einer nächtlichen Unterbrechung am Donnerstag um 08.00 Uhr (Ortszeit) mit einem Kinderfilm fortgesetzt.

Aus Sicht der streikenden Journalisten ist die Aktion der Regierung verfassungswidrig. Nur Sendungen aus den Studios des am 11. Juni geschlossenen ehemaligen Staatsfernsehens (ERT) seien legal, heißt es in einer Erklärung des Journalistenverbandes des Landes (POESY).

Regierungschef Antonis Samaras hatte den staatlichen Rundfunk geschlossen, um dort Personal abzubauen. Die rund 2.700 ehemaligen Mitarbeiter halten das Gebäude im Athener Vorort Agia Paraskevi besetzt. Sie senden ein Protestprogramm via Internet. Ihre Gewerkschaft charakterisierte die Sendung des neuen Staatsfernsehens als eine "Piratensendung".

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