Coronavirus

China-Virus-LIVETICKER:

Todes-Virus: Ab sofort Anzeigepflicht in Österreich

Anschober: 'Das ist kein Grund zur Panik, aber für verstärkte Vorsorge, Information und Aufmerksamkeit'.

Wien. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) erlässt heute, Samstag, gemäß Österreichischem Epidemiegesetz eine Verordnung, wonach das neuartige Coronavirus einer Anzeigepflicht unterworfen wird. Anzeigepflichtig sind Verdachts-, Erkrankungs-, und Todesfälle. "Das ist kein Grund zur Panik, aber für verstärkte Vorsorge, Information und Aufmerksamkeit", so der Minister.

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Nach den bestätigten Fällen in Frankreich ist "das Coronavirus in Europa angekommen. Jetzt geht es darum, umsichtige Vorbereitungsmaßnahmen zu setzen", sagte Anschober. Damit ist Österreich gut auf eine allfällige Ausbreitung des Virus vorbereitet.
 
Österreichs Gesundheitsbehörden sind dem Minister zufolge mit den relevanten Gremien im Rahmen der WHO- und der EU- Mitgliedschaft "ausgezeichnet vernetzt und in permanenter Abstimmung". Die internationalen Behörden beobachten die aktuelle Entwicklung genau und wenden sich mit Empfehlungen an die Mitgliedsländer.
 
"Entscheidend ist jetzt, mit Umsicht und hoher Aufmerksamkeit zu reagieren, in Abstimmung mit den internationalen Organisationen. Die Gesundheitsbehörden selbst sind gut vorbereitet. Und wir verstärken die Information der österreichischen Bevölkerung", sagte der Minister.


 17:41

Zahl der Infizierten in China auf 1.372 gestiegen

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in China ist auf 1.372 gestiegen. Das Staatsfernsehen gab die Zahl der Toten am Samstagabend Ortszeit unverändert mit 41 an, davon 39 in der schwer betroffenen Provinz Hubei mit der Metropole Wuhan.

APAMACAU---HEALTH---VIRUS-=.jpg © Anthony WALLACE / AFP

Mit diesen neuen Angaben kletterte die Zahl der nachgewiesenen Patienten mit der neuen Lungenkrankheit in China innerhalb eines Tages um mehr als 400. Laut dieser Aufstellung gibt es in Hongkong, Taiwan und Macao zehn weitere Erkrankungen. Weltweit kommen demnach außerdem rund 30 bestätigte Fälle hinzu, drei davon in Frankreich und damit in Europa.

 17:39

Keine schweren Krankheitsverläufe in Frankreich

Die drei in Frankreich mit dem neuen Coronavirus infizierten Patienten sind offenbar nicht schwer erkrankt. Dem Paar, das im Pariser Krankenhaus Bichat wegen der Lungenkrankheit behandelt werde, gehe es gut, erklärten Ärzte am Samstag auf einer Pressekonferenz.

Einer von ihnen habe noch etwas Fieber. Der 31-jährige Mann und seine 30 Jahre alte Frau waren demnach am 18. Jänner von einem Aufenthalt in Wuhan in Frankreich angekommen.

Auch dem dritten Patienten in Frankreich, der in einer Klinik in Bordeaux behandelt wird, gehe es soweit gut, sagte der Bürgermeister der südwestfranzösischen Stadt, Nicolas Florian, am Samstag. Der 48-jährige Franzose chinesischer Herkunft sei im Weingeschäft tätig und reise zwischen Frankreich und China hin und her, präzisierte der Politiker.

Zwischen 10 und 15 Personen, die mit ihm seit seiner Rückkehr nach Frankreich in Kontakt gewesen seien, habe man identifiziert und informiert, so der Bürgermeister. In Bordeaux wurden aufgrund des Gesundheitsrisikos die Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahr an diesem Sonntag abgesagt.

Es handelt sich um die ersten Fälle der aus China stammenden Lungenkrankheit in Europa. Die Regierung werde alles unternehmen, um eine Ausbreitung des Erregers einzudämmen, sagte die französische Gesundheitsministerin Agnes Buzyn. Sie appellierte an alle Reisenden aus China, auf Lungenprobleme und Fieber zu achten. Bei solchen Beschwerden sollten sie keinesfalls einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsuchen, sondern den Notdienst kontaktieren. Dieser würde sie abholen und in ein Krankenhaus bringen.

In Australien wurden bis Samstag vier Fälle bestätigt. Drei Männer im Alter zwischen 35 und 53 Jahren waren kürzlich aus Wuhan nach Sydney zurückgekehrt, wie die Gesundheitsbehörden des Teilstaates New South Wales mitteilten. Vorher war das Virus bei einem Mann in Melbourne nachgewiesen worden. Infektionen wurden bisher auch aus den USA, Japan, Südkorea, Thailand, Vietnam, Singapur und Taiwan gemeldet.

In Österreich erließ Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Samstag gemäß Österreichischem Epidemiegesetz eine Verordnung, wonach das neuartige Coronavirus einer Anzeigepflicht unterworfen wird. Anzeigepflichtig sind Verdachts-, Erkrankungs-, und Todesfälle. "Das ist kein Grund zur Panik, aber für verstärkte Vorsorge, Information und Aufmerksamkeit", so der Minister. In China halten sich laut Außenministerium derzeit rund 3.000 Österreicher auf - sowohl Auslandsösterreicher als auch Touristen. "Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine Erkrankungen von Österreichern bekannt", sagte Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP).

 16:35

Die betroffenen Länder des Coronavirus

virus.jpg © apa

 16:19

China verbietet alle Gruppenreisen im In- und Ausland

Aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des neuartigen Coronavirus will die Zentralregierung in Peking alle Gruppenreisen im In- und ins Ausland untersagen. Von Montag an würden sämtliche Gruppentouren chinesischer Reiseagenturen ins Ausland ausgesetzt, berichtete der Staatssender CCTV am Samstag. Gruppenreisen im Inland dürfen demnach ab kommenden Freitag nicht mehr stattfinden.

china-virus_oe24-neu.jpg © APA/Twitter/Fotomontage

In China haben sich nach offiziellen Angaben inzwischen fast 1.300 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, 41 Patienten starben seit Jahresbeginn. Angesichts der "beschleunigten" Ausbreitung des Virus warnte Staatschef Xi Jinping am Samstag vor einer "besorgniserregenden Situation" im Land.

Mit Blick auf die Risiken einer weiteren Ausbreitung sei es "notwendig, die zentralisierte und einige Führung des Zentralkomitees" der Kommunistischen Partei zu "stärken", sagte Xi laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua bei einer Sitzung des Politbüros. Zugleich betonte Xi, dass China "definitiv" dazu in der Lage sei, den "Kampf" gegen das Virus zu gewinnen. Wichtig seien nun "unverbrüchliches Vertrauen, Zusammenarbeit, wissenschaftliche Prävention und Behandlungen sowie präzise politische Entscheidungen", fügte der Präsident hinzu.

 15:51

Auch Rendi-Wagner sieht keinen Grund zur Panik

Die ehemalige Gesundheitsministerin und ausgebildete Tropenmedizinerin Pamela Rendi-Wagner hat angesichts einer Verbreitung des Coronavirus für Österreich ebenfalls "keinen Grund zur Panik" gesehen. Wichtig sei höchste Achtsamkeit, rasches Handeln der Behörden und Information für die Bevölkerung. "Wir sind gut vorbereitet", so die SPÖ-Vorsitzende.

 15:27

Wiener Virologe - "Ganz ähnlich wie SARS"

Das neue Coronavirus, das - von der chinesischen Region um Wuhan kommend - derzeit weltweit für Schlagzeilen sorgt, ist sehr ähnlich dem Sars-Erreger. "Wenn es gelingt, die Verbreitung einzugrenzen, kann man das Virus wieder zum Verschwinden bringen", erklärte am Samstag der Wiener Virologie-Doyen Franz X. Heinz gegenüber der APA.

"Man kann bereits sagen, dass 2019-nCoV sehr ähnlich wie das Sars-Virus ist. Sars hatte wahrscheinlich sein Reservoir in Fledermäusen. Dann waren Zibetkatzen infiziert", sagte Heinz. Hundertprozentig bewiesen sei die Sache mit den Fledermäusen aber bis heute nicht. Die SARS-Erkrankung hatte 2002/2003 mit weltweit rund 8.000 Erkrankungen und rund 800 Todesfällen für Aufsehen gesorgt.

Heinz zeigte im Gespräch mit der APA große Hochachtung für die Arbeit der chinesischen Virologen bei der Aufdeckung der Ursache der neuen Erkrankung: "Es ist unglaublich, wie schnell die chinesischen Wissenschafter die Ursache entdeckt haben, wie schnell das Genom des Virus sequenziert worden ist." Die Daten seien sofort veröffentlicht worden, wodurch man weltweit Testsysteme auf 2019-nCoV etablieren konnte."

"Entscheidend ist, dass man die Erkrankungen unter Kontrolle bekommt. Dann könnte das Virus - ähnlich wie bei Sars - auch wieder zum Verschwinden gebracht werden. Das kann man durch seuchenhygienische Maßnahmen erreichen", sagte Heinz.

Identifizierung von Kranken, frühe Diagnose und Quarantäne sind hier die entscheidenden Maßnahmen. Der Wiener Virologe, ehemals Chef des entsprechenden Zentrums der MedUni Wien und Co-Entwickler des modernen FSME-Impfstoffs war im vergangenen Herbst anlässlich von wissenschaftlichen Tagungen in Wuhan. "Die Inkubationszeit habe ich längst überstanden", sagte er. Wissenschaftlich seien die Experten in China auf diesem Gebiet jedenfalls "top".

 14:53

Peking lässt keine Busse mehr in die Stadt

Wegen des sich ausbreitenden Coronavirus wird der öffentliche Verkehr auch in der chinesischen Hauptstadt Peking massiv eingeschränkt. Ab Sonntag werde der gesamte Busverkehr an den Grenzen des Stadtgebiets eingestellt, berichtete die staatliche Zeitung "People's Daily" am Samstag. Es dürften keine Busse mehr in die Stadt oder aus der Stadt fahren. Grund dafür sei die Prävention einer Epidemie.

Chinas Staatschef Xi Jinping betonte unterdessen, dass das Land den Virus-Ausbruch unter Kontrolle habe. China sei "definitiv in der Lage", den Kampf gegen das Virus zu gewinnen, sagte Xi laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua bei einer Sitzung des Politbüros in Peking. Wichtig seien nun "unverbrüchliches Vertrauen, Zusammenarbeit, wissenschaftliche Prävention und Behandlungen sowie präzise politische Entscheidungen", fügte Xi hinzu.

Nach Behördenangaben gibt es landesweit inzwischen knapp 1.300 Infektionsfälle, 41 Patienten starben. Auch aus anderen Ländern wurden einzelne Fälle gemeldet, darunter Thailand, Japan, Südkorea, Taiwan, Vietnam, Australien und die USA. Inzwischen hat das Virus erstmals auch Europa erreicht: In Frankreich wurden am Freitag drei Verdachtsfälle bestätigt.

 14:13

Frankreich will Staatsbürger aus Wuhan holen

Frankreich will seine Staatsbürger aus der schwer von der Lungenkrankheit betroffenen chinesischen Metropole Wuhan holen. Nachdem das Außenministerium in Paris am Vortag das Vorhaben bereits angekündigt hatte, berichtete die Hongkonger Zeitung "South China Morning Post" am Samstag, dass das Generalkonsulat in Zusammenarbeit mit den chinesischen Behörden einen Busdienst einrichten werde.

Damit sollen "Franzosen und ihre chinesischen oder ausländischen Ehepartner und Kinder" von Wuhan nach Changsha in der benachbarten Provinz Hunan gebracht werden. Die Zeitung zitierte aus einer Email des Konsulats, die dazu aufforderte, sie auch an andere französische Staatsangehörige weiterzuleiten, damit alle erreicht werden.

In Wuhan gibt es eine größere Gemeinschaft von Franzosen, da die französische Automobilgruppe PSA sowie Renault-Nissan mit dem chinesischen Autobauer Dongfeng jeweils Joint Ventures betreiben.

Der Schritt folgt den USA, die am Vortag angekündigt hatten, das Personal ihres Konsulats und deren Familien aus der Stadt abziehen zu wollen. Die US-Botschaft in Peking begründete den Schritt mit dem Coronavirus, den "überwältigten Krankenhäusern" und den logistischen Problemen in der abgeschotteten Stadt.

 14:04

Schröcksnadel: Bei FIS-Entscheidung für China fliegt auch ÖSV

Kitzbühel/Yanqing. Der ÖSV wird bei einer positiven Entscheidung des Internationalen Skiverbandes für die Reise zum Ski-Weltcup nach China ebenfalls mit dabei sein. "Wenn wir als Nation sagen, wir fahren nicht, haben wir einen Nachteil, darauf darf es nicht hinauslaufen. Wenn die FIS entscheidet, dass wir fahren, werden wir hinfahren müssen", sagte ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel auf APA-Anfrage in Kitzbühel.

Kommende Woche im Rahmen des Herren-Weltcups in Garmisch werden sich Vertreter der FIS mit Vertretern der nationalen Verbände zusammensetzen und die Situation nach dem Ausbruchs des Coronavirus in China diskutieren. "Es wird derzeit von den zuständigen Gremien, der Ärztekommission und den Verbänden evaluiert", hatte Markus Waldner, der FIS-Chefrenndirektor der alpinen Ski-Herren, am Freitagabend gesagt.

Schröcksnadel erklärte, dass nicht die Einreise nach China das Problem sei, sondern die Ausreise. Er sei in Kontakt mit Spezialisten und Virologen. "Die sagen, das Problem wird sein, ob du noch einmal raus kommst." Ob der Weltcup stattfinden soll, müsse letztlich aber die FIS entscheiden.

Mit einer Abfahrt und einem Super-G sollen die Herren am 15./16. Februar die Olympia-Strecken für 2022 in Yanqing (China) testen. Der Ski-Weltcup-Tross reist über Peking nach China ein, von dort erfolgt der Transfer in das rund 100 Kilometer nördlich gelegene Skigebiet in Yanqing. Von 12. bis 14. Februar sind Abfahrtstrainings geplant, am Wochenende die Rennen.

Die neue Lungenkrankheit aus China verbreitet sich weiter und hat erstmals auch Europa erreicht. Die Zahl der Infizierten in China stieg auf mehr als 1.300, außer Tibet sind alle Regionen des Landes betroffen. 41 Todesopfer sind bereits zu beklagen, mehr als 40 Millionen Menschen in gut einem Dutzend Städten wurden weitgehend von der Außenwelt abgeschottet.

 13:54

Ein gefährliches Virus auf dem Vormarsch

Peking. Seit die chinesischen Behörden erstmals die Welt über eine neue mysteriöse Lungenkrankheit in der Stadt Wuhan informierten, ist noch nicht einmal ein Monat vergangen. Inzwischen hält die Ausbreitung des neuen Erregers nicht nur die Volksrepublik in Atem. Auch international wächst die Sorge vor einer weltweiten Epidemie. Die bisherige Entwicklung:

- 31. Dezember: Erste Warnung aus Peking

Die chinesischen Behörden informieren die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über mehrere Fälle einer mysteriösen Lungenkrankheit in Wuhan, der Hauptstadt der zentralchinesischen Provinz Hubei. Ihren Angaben zufolge wurde der erste Fall bereits am 12. Dezember registriert. Der Erreger der Krankheit sei unbekannt.

Mehrere der Erkrankten arbeiteten auf einem Großmarkt für Fische und Meeresfrüchte, auf dem aber auch andere Tiere wie etwa Ratten, Krokodile, Schlangen und vor allem auch Zibetkatzen angeboten wurden. Zibetkatzen sind in China eine Delikatesse, von der vermutlich der Erreger der gefährlichen Lungenkrankheit SARS stammt, an der in den Jahren 2002/2003 über 700 Menschen weltweit starben.

- 7. Jänner: Neues Coronavirus als Erreger identifiziert

Laut WHO gelingt es chinesischen Experten, den Erreger zu identifizieren. Er gehört demnach zur großen Familie der Coronaviren, die harmlose Erkältungen auslösen können - aber auch SARS.

- 11. Jänner: Erster Todesfall wird vermeldet

Die chinesischen Behörden berichten von einem ersten Toten, einem 61-jährigen Kunden des Fischmarkts in Wuhan.

- 13. Jänner: Beginn der Ausbreitung außerhalb Chinas

Die WHO bestätigt einen ersten Fall außerhalb Chinas; eine Patientin in Thailand, die aus Wuhan kam. Am 16. Jänner bestätigt Japan seinen ersten Krankheitsfall - einen ebenfalls aus Wuhan eingereisten Mann. In den folgenden Tagen melden Nepal, Australien, Malaysia, Singapur, Südkorea, Vietnam, Taiwan und schließlich auch die USA und Frankreich erste Krankheitsfälle.

- 20. Jänner: Chinesischer Experte bestätigt Mensch-zu-Mensch-Übertragung

Ein Mitglied der nationalen Gesundheitskommission Chinas, der weltweit anerkannte Experte Zhong Nanshan, erklärt, dass es erstmals auch eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung des Virus gegeben habe.

- 22. Jänner: Behörden warnen vor Mutation des Virus

Die chinesischen Behörden warnen, dass der Erreger mutieren und damit deutlich ansteckender werden könnte.

- 23. Jänner: Wuhan wird unter Quarantäne gestellt - WHO ruft vorerst keinen weltweiten Gesundheitsnotstand aus

Kurz vor Beginn des chinesischen Neujahrs, das in China einer Völkerwanderung gleichkommt, stellen die Behörden Wuhan mit seinen elf Millionen Einwohnern unter Quarantäne. Peking sagt vorsorglich alle größeren Neujahrsfeiern ab.

Die WHO beschließt nach einer zweitägigen Krisensitzung, vorerst keinen weltweiten Gesundheitsnotstand auszurufen. Zur Begründung heißt es, bisher gebe es außerhalb Chinas "keine Hinweise" auf eine Übertragung des Krankheitserregers von Mensch zu Mensch.

- 25. Jänner: China weitet Maßnahmen massiv aus

In China werden weitere Städte isoliert. De facto stehen nun 56 Millionen Menschen unter Quarantäne. Im gesamten öffentlichen Verkehr der Volksrepublik werden Fiebermessstationen eingerichtet.

 13:01

Wuhan baut zweite China-Virus-Klinik

Angesichts der rasanten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus soll in der zentralchinesischen Stadt Wuhan eine weitere Klinik für infizierte Patienten entstehen. Wie die staatliche Zeitung "People’s Daily" am Samstag berichtete, planen die Behörden den Bau eines Krankenhauses mit 1300 Betten binnen 14 Tagen.

 12:34

Deutsche Politiker fordern Vorbereitung

"Wichtig ist, dass deutsche Kliniken sich bereits jetzt darauf vorbereiten, solche Patienten behandeln zu können", sagte der Vorsitzende des Bundestags-Gesundheitsausschusses, Erwin Rüdel (CDU), gegenüber der "Rheinischen Post".

 11:58

Wiener Expertin: Derzeit kein Grund zu Beunruhigung

Wien. Wer in Österreich derzeit Fieber bekommt, den hat - wahrscheinlich - die Influenza erwischt. "Wegen des neuen Coronavirus aus China gibt es derzeit in Europa und Österreich keinen Grund zur Beunruhigung", sagte am Samstag die Reise- und Tropenmedizinerin Ursula Wiedermann-Schmidt, Vakzinologin an der MedUni Wien, gegenüber der APA.

"Wenn jemand hohes Fieber, also 40 Grad oder so bekommt, sollte er jedenfalls den Arzt rufen. Sonst heißt es, zu Hause und im Bett bleiben und - mit der Influenza - möglichst niemand anstecken", erklärte die Expertin. "Wir haben derzeit eben eine Influenza-Welle in Österreich. Die Coronavirus-Erkrankungen, auch jene, die jetzt in Europa festgestellt wurden, sind alle mit Reisen nach Wuhan etc. in China in Verbindung zu bringen."

Ein wesentlicher Baustein der Bewertung der Situation rund um das neue Coronavirus (2019-nCoV) ist - wie auch sonst bei infektiösen Erkrankungen - die Übertragungsrate. In der Wissenschaft wird sie mit dem Wert R0 ("Basisreproduktionszahl") angegeben. Für den Keuchhusten l(bakterielle Erkrankung) liegt dieser Wert zwischen zwölf und 17, für die Masern bei zwölf bis 18. Das bedeutet jeweils, wie viele Menschen ein Infizierter zusätzlich ansteckt.

 11:55

Bisher keine Erkrankung von Österreichern in China

Wien. In China halten sich laut dem Außenministerium derzeit rund 3.000 Österreicher auf - sowohl Auslandsösterreicher als auch Touristen."Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine Erkrankungen von Österreichern bekannt", sagte Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) am Samstag.

"Die österreichische Botschaft in Peking hat alle Auslandsösterreicher und alle österreichischen Reisenden per SMS und Email über das Coronavirus und entsprechende Schutzmaßnahmen informiert. Darüber hinaus wurden alle österreichischen Reisenden in China kontaktiert, die von der Reiseregistrierung Gebrauch gemacht haben", so Schallenberg.

Auf der Homepage des österreichischen Außenministeriums (www.bmeia.gv.at) finden sich weitere Details. Die Reiseinformationen für die betroffenen Länder China, Japan, Südkorea, Thailand, Philippinen und die Insel Taiwan sowie auch jene mit neu gemeldeten Fällen - wie die USA und Frankreich - werden regelmäßig aktualisiert. "Das österreichische Außenministerium rät von nicht notwendigen Reisen in die besonders betroffene Provinz Hubei ab", sagte Schallenberg.

 11:37

Hongkong rief Notstand aus

Hongkong. Hongkong hat wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus den Notstand und damit die höchste Warnstufe der Stadt ausgerufen. "Bisher haben wir keine schweren und weitverbreiteten Infektionen. Aber wir nehmen das ernst und hoffen, der Epidemie einen Schritt voraus zu sein", sagte Regierungschefin Carrie Lam am Samstag.

Alle Flüge und Zugverbindungen aus Wuhan, dem Zentrum des Virenausbruchs, würden vorerst eingestellt. Für Reisende aus anderen chinesischen Städten verhängten die Hongkonger Behörden keine Einschränkungen. Allerdings müssen alle Passagiere bei ihrer Ankunft in der chinesischen Sonderverwaltungszone ein Gesundheitsformular ausfüllen. Lam zufolge werden zudem mehrere öffentliche Veranstaltungen, darunter eine Neujahrsgala und ein Marathon, abgesagt. Die Neujahrsferien an Schulen und Universitäten wurden bis zum 17. Februar verlängert.

Von fünf Menschen, die in Hongkong positiv auf das Virus getestet wurden, kamen vier mit einem neuen Hochgeschwindigkeitszug aus Festland-China. In der Folge waren Forderungen laut geworden, die Einreise vom Festland einzuschränken oder ganz zu stoppen.

 11:26

EU-Behörde: Weitere Fälle in Europa wahrscheinlich

Stockholm. Nach den ersten bestätigten Fällen der neuartigen Lungenkrankheit in Europa geht die EU-Präventionsbehörde ECDC von weiteren Funden auf dem europäischen Kontinent aus. "Zu diesem Zeitpunkt ist es wahrscheinlich, dass es mehr importierte Fälle in Europa geben wird", teilte die im schwedischen Solna ansässige Behörde am Samstag mit.

Auch wenn viele Dinge über das Virus weiter unbekannt seien, hätten die europäischen Länder die nötigen Kapazitäten, um einen Ausbruch direkt nach dem Entdecken von Fällen zu verhindern und zu kontrollieren. Frankreich hatte am Freitagabend als erstes EU-Land drei Infektionen mit dem neuen Coronavirus bestätigt.

Angesichts der Funde der Erkrankung in anderen Ländern außerhalb Chinas kämen die ersten bestätigten Fälle in Europa nicht unerwartet, erklärte das ECDC. Die französischen Funde bewiesen, dass die Mittel zur Entdeckung und Bestätigung des Virus in Frankreich funktionierten.

Die ersten Fälle der Erkrankung waren Anfang des Jahres in der chinesischen Stadt Wuhan aufgetreten. Das chinesische Staatsfernsehen berichtete am Samstag von mittlerweile 41 Todesopfern und knapp 1.300 Infizierten im Land. Bestätigte Fälle wurden zuletzt auch aus anderen Ländern wie Japan, Thailand, Vietnam, Singapur, Taiwan, den USA und am Samstag auch Australien gemeldet.

 11:25

Weiterer Fall von neuem Coronavirus in Japan

Japan hat einen dritten Fall der neuen Lungenkrankheit aus China bestätigt. Die Frau in ihren 30ern lebe in der chinesischen Metropole Wuhan, wo das neuartige Coronavirus im Dezember ausgebrochen war, gab das Gesundheitsministerium in Tokio am Samstag bekannt.

Die Frau, zu deren Nationalität das Ministerium keine Angaben machte, war am 18. Jänner mit drei Angehörigen in Japan angekommen. Zu dem Zeitpunkt habe sie keine Symptome gehabt, später jedoch Fieber und Husten bekommen. Sie sei in eine Klinik in Tokio gegangen und dort positiv auf den Erreger getestet worden, meldete die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf das Ministerium.

Sie habe jedoch nicht ins Krankenhaus eingewiesen werden müssen, da sie nur leichte Symptome zeige. Sie halte sich stattdessen in ihrem Hotelzimmer auf, hieß es weiter. Ihre mitgereisten Angehörigen wiesen keine Symptome auf. Die Zahl der Verdachtsfälle sei derzeit nicht rasant am Steigen. Wieviele Menschen in Japan derzeit unter Beobachtung hinsichtlich der neuen Lungenkrankheit stehen und wieviele negativ getestet wurden, wollte ein Sprecher nicht sagen.

Tokio ist in einem halben Jahr Gastgeber der Olympischen Spiele und hat seine Vorsichtsmaßnahmen gegen das neuartige Virus verstärkt. "Wir werden unser Äußerstes tun, um eine Ausbreitung der Infektionen zu verhindern", erklärte Ministerpräsident Shinzo Abe. Firmen, die in Wuhan tätig sind, forderten die Mitarbeiter auf, zu Hause zu bleiben.

 11:24

Wuhan stoppt Autoverkehr

Im Kampf gegen die Lungenkrankheit will die schwer betroffene zentralchinesische Metropole Wuhan jetzt auch den Autoverkehr weitgehend stoppen. Wie das Staatsfernsehen am Samstag unter Hinweis auf die Krisenzentrale in Wuhan berichtete, werden die größeren Bezirke der Elf-Millionen-Stadt von Sonntag an für Fahrzeuge geschlossen.

Ausnahmen gebe es nur für Autos mit besonderen Genehmigungen, für Behördenfahrzeuge und Versorgungstransporte. In Wuhan waren am Donnerstag bereits der öffentliche Nahverkehr, die Fernbusse sowie Zug- und Flugverbindungen in andere Städte gestoppt worden. In der Provinz Hubei sind seither in mehr als einem Dutzend weiterer Städte ähnliche Beschränkungen der Bewegungsfreiheit für die Bewohner erlassen worden, um eine weitergehende Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verhindern. Insgesamt sind mehr als 40 Millionen Menschen betroffen.

 11:24

Britische Experten suchen 2.000 Fluggäste aus China

London. Im Kampf gegen das gefährliche Coronavirus wollen Gesundheitsexperten in Großbritannien etwa 2.000 Fluggäste aus China aufspüren. Gesucht werden Reisende aus der zentralchinesischen Millionen-Stadt Wuhan, die in den vergangenen zwei Wochen ins Vereinigte Königreich geflogen sind. Das britische Gesundheitsministerium will "so viele Passagiere wie möglich" finden.

Mediziner halten es für wahrscheinlich, dass sich Infizierte bereits in Großbritannien aufhalten. Professor Chris Whitty, der die Regierung in Gesundheitsfragen berät, sprach von einem "reellen Risiko". 14 Verdachtsfälle hatten sich kürzlich aber nicht bestätigt.

Nach Medienberichten vom Samstag wurden am Londoner Großflughafen Heathrow die Sicherheitsmaßnahmen ausgebaut. Dort wird medizinisches Personal nun in sieben Schichten arbeiten, um Fluggästen zu helfen. Fiebermessen bei allen ankommenden Passagieren ist aber wegen der mehrtägigen Inkubationszeit - also dem Zeitraum zwischen der Infektion und dem Ausbruch der Krankheit - nicht vorgesehen.

An der neuen Lungenkrankheit sind bereits mehrere Dutzend Menschen in China gestorben. Das Virus ist vermutlich auf einem Markt in Wuhan von einer Wildtierart auf den Menschen übergesprungen. Frankreich meldete Freitagabend erste Infektionen in der Europäischen Union.

 11:21

Gesundheitsminister erlässt Anzeigepflicht

Wien. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) erlässt heute, Samstag, gemäß Österreichischem Epidemiegesetz eine Verordnung, wonach das neuartige Coronavirus einer Anzeigepflicht unterworfen wird. Anzeigepflichtig sind Verdachts-, Erkrankungs-, und Todesfälle. "Das ist kein Grund zur Panik, aber für verstärkte Vorsorge, Information und Aufmerksamkeit", so der Minister.

Nach den bestätigten Fällen in Frankreich ist "das Coronavirus in Europa angekommen. Jetzt geht es darum, umsichtige Vorbereitungsmaßnahmen zu setzen", sagte Anschober. Damit ist Österreich gut auf eine allfällige Ausbreitung des Virus vorbereitet.

Österreichs Gesundheitsbehörden sind dem Minister zufolge mit den relevanten Gremien im Rahmen der WHO- und der EU- Mitgliedschaft "ausgezeichnet vernetzt und in permanenter Abstimmung". Die internationalen Behörden beobachten die aktuelle Entwicklung genau und wenden sich mit Empfehlungen an die Mitgliedsländer.

"Entscheidend ist jetzt, mit Umsicht und hoher Aufmerksamkeit zu reagieren, in Abstimmung mit den internationalen Organisationen. Die Gesundheitsbehörden selbst sind gut vorbereitet. Und wir verstärken die Information der österreichischen Bevölkerung", sagte der Minister.

 10:59

Erster Verdacht in Deutschland

Das Gesundheitsamt im Landkreis Peine (in der Nähe von Hannover) hat sich eingeschalten: Ein Reisender aus China ist mit einer fiebrigen Atemwegserkrankung zurückgekehrt, wie "Peiner Allgemeine Zeitung" berichtet. Der Mann habe sich im Risikogebiet aufgehalten. Dies habe am Freitag zu einer erhöhten Alarmbereitschaft im Landkreis Peine geführt.

 10:35

Krankenhausarzt an China-Virus gestorben

In der besonders vom Coronavirus getroffenen Provinz Hubei in Zentralchina ist ein Krankenhausarzt an der Infektionskrankheit gestorben. Der 62-jährige Liang Wudong habe im Kampf gegen das Virus an vorderster Front gestanden, twitterte der Sender China Global Television Network.

 10:33

Fahrverbot soll Virus eindämmen

Um die Verbreitung des Virus einzudämmen, erlässt die Stadtverwaltung von Wuhan einem Zeitungsbericht zufolge ein Fahrverbot. Ab Sonntag dürften keine Autos mehr ins Zentrum der Metropole fahren, berichtet die Zeitung „People’s Daily“. Ausnahmen gelten demnach für unverzichtbare Fahrten.

 09:48

1.230 medizinische Kräfte nach Wuhan geschickt

Die chinesische Gesundheitskommission hat 1.230 medizinische Kräfte in die schwer von der neuen Lungenkrankheit betroffene Metropole Wuhan in Zentralchina entsandt. Drei von sechs Gruppen haben schon ihre Arbeit an Ort und Stelle aufgenommen, wie das Staatsfernsehen am Samstag berichtete. Ferner stellte das Industrieministerium (MIIT) 14.000 Schutzanzüge bereit.

Nach offiziell unbestätigten Berichten sind die Krankenhäuser vom Ansturm der Patienten überfordert, so dass Kranke auch abgewiesen werden. Zudem werden Schutzanzüge oder Testverfahren für das neue Coronavirus knapp. Zuvor war schon berichtet worden, dass die Volksbefreiungsarmee 450 Ärzte und Pfleger nach Wuhan entsandt habe.

Als Reaktion auf den Ausbruch der Lungenkrankheit sind an vielen Orten Chinas Veranstaltungen abgesagt und Vergnügungsparks geschlossen worden, um größere Menschenansammlungen zu verhindern. Auch der Super Cup der chinesischen Fußballvereinigung (CFA), der am 5. Februar in der ostchinesischen Stadt Suzhou stattfinden sollte, wurde deswegen verschoben.

 09:48

China ordnet Kontrollen im Transportwesen an

Im Kampf gegen die Ausbreitung der Lungenkrankheit in China hat die Regierung in Peking landesweit Kontrollen und Hygienemaßnahmen im Transportwesen angeordnet. An Flughäfen, Bahnhöfen, Busstationen und Passagierhäfen sollen Fiebermessgeräte installiert werden, kündigte der Staatsrat am Samstag an. Für die Behandlung von Kranken soll es Notfallpläne geben.

Auch müssten Vorkehrungen getroffen werden, wie Infizierte mit dem neuen Virus isoliert oder Verdachtsfälle beobachtet werden können. Alle zuständigen Stellen "müssen dem Problem der Übertragung der Lungenkrankheit durch das neue Coronavirus im Transportsystem große Aufmerksamkeit schenken", hieß es. Die Transportbehörden sollten dafür sorgen, dass die Hygiene von Zügen, Flugzeugen und anderen Verkehrsmitteln gesichert sei. Ähnliche Vorkehrungen sollen an Bahnhöfen, Flughäfen und anderen Verkehrsknotenpunkten getroffen werden.

Vorbeugende Maßnahmen wie Belüftung und Desinfektion sollten ergriffen werden, hieß es weiter in der Anweisung. Auch müssten Schutzkleidung und ausreichend Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt werden.

 09:47

Frankreichs Gesundheitsministerin Buzyn rief zur Achtsamkeit auf und appellierte an alle aus China zurückkehrenden Reisenden, genau darauf zu achten, ob sie Lungenprobleme oder Fieber bekämen. Im Fall der Fälle sollten sie unter keinen Umständen einen Arzt oder Notdienst aufsuchen, sondern den Notdienst kontaktieren. Dieser würde die Betroffenen zu Hause abholen und direkt ins Krankenhaus bringen.

 09:45

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Hier halten wir Sie auf den aktuellsten Stand zum Thema Coronavirus. Der tödliche Krankheitserreger aus China hat bereits Europa erreicht. Ein Patient liegt mit der gefährlichen Lungenkrankheit in einem Pariser Krankenhaus.