Diese 5 Kandidaten wollen Obamas Job

US-Wahlen

Diese 5 Kandidaten wollen Obamas Job

Dienstag Start für die Vorwahlen: Bundesstaat Iowa kürt den Obama-Gegner.

Viele Amerikaner sind von US-Präsident Barack Obama enttäuscht. Statt „Yes we can“-Dynamik gab es Politlähmung und Wirtschaftsdauerkrise. Deshalb hoffen die Republikaner auf einen Machtwechsel im Oval Office im November. Heute, Dienstag, beginnt mit dem Iowa-„Caucus“ die Vorwahl-Saison zur Kür des rechten Obama-Rivalen.

Iowa, wo sich Bürger in 1784 Lokalitäten zur Abstimmung treffen, gilt als erstes Stimmungsbarometer. Ein Doppelsieg in Iowa und New Hampshire (10. Jänner) kann zur „frühen Krönung führen“, so NBC-Politexperte Chuck Todd.

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    Hier die chancenreichsten Kandidaten:

    • Auf einen entscheidenden Doppelschlag hofft Favorit Mitt Romney. Die Basis kann den Mormonen zwar nicht ausstehen: Als Ex-Gouverneur des „liberalen“ Massachusetts gilt er als „zu moderat“, ist verschrien als Wendehals. Doch Romney wirkt mit grauen Schläfen, kantigem Gesicht und eloquenter Rhetorik präsidial. Für 48 Prozent hat er von allen Kandidaten die besten Siegeschancen. Es gefallen Versprechungen eines neuen „Wirtschaftswunder“. Er führte zuletzt in Iowa.
    • Verglüht ist Polit-Dinosaurier Newt Gingrich: Der Ex-„Speaker“ während des Kongress-Krieges gegen Bill Clinton in den 90igern stürzte nach einer von Romney inszenierten Rufmordkampagne ab. Gingrich ist zwar schlagfertig, doch viele halten ihn wegen seinem losem Mundwerk und glatter Bösartigkeit für „unwählbar“. Dazu vergrämte er Moralapostel mit zwei Scheidungen.
    • Für Überraschungen in Iowa könnten die Außenseiter Ron Paul und Rick Santorum sorgen: Texas-Abgeordneter Paul genießt als Parteiprovokateur (für Drogenfreigabe, gegen Kriege) bei rechten Jungwählern Kultstatus: Er lag zuletzt in Iowa knapp hinter Romney. Die Sensation könnte Pennsylvania-Politiker Santorum gelingen: Der Frömmler wurde in Iowa zum Liebling der Evangelisten.
    • Abgeschlagen scheinen frühere Favoriten: Der telegene Texas-Gouverneur Rick Perry manövrierte sich mit Patzern in den TV-Debatten ins Abseits. Hardlinerin Michele Bachmann, einst Ikone der ultrarechten Tea Party, sprach zuletzt vor leeren Sälen.

    Trotz der Schlammschlacht eint die Rechten die beißende Kritik an Obama: Alle wollen „Amerika vor ihm retten“. Obama spannte mit der Familie in Hawaii vor dem harten Wahljahr aus. Er will als Kämpfer für die Mittelklasse die Wiederwahl schaffen.

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