Vierfacher Mörder im AUA-Flieger

Crew als Helden

Vierfacher Mörder im AUA-Flieger

Äußerst brutal soll Kevin D. (20) vier Verwandte in Brünn getötet haben.

Diesen Flug wird AUA-Kapitän Roman F. (54) nie vergessen: Es ist Donnerstag, 13.30 Uhr, und die Boeing 767 von Wien nach Washington drei Stunden in der Luft, als er via Funk gewarnt wird: An Bord befindet sich unter 192  Passagieren auch der Amerikaner Kevin D. (20), der international gesucht wird. Der Kalifornier steht im Verdacht, am Tag zuvor vier Verwandte in Brünn brutal ermordet haben. Die Polizei stuft ihn als „extrem gefährlich“ ein. Offenbar will D. via Drehscheibe Wien in seine Heimat flüchten.

Mit Mörder im Flieger
Für die Besatzung ein Schock: Der Flug in die USA dauert zu dem Zeitpunkt noch sieben Stunden. An Bord sind keine Sicherheitsbeamten. Das Bundeskriminalamt in Wien erhält erst eine halbe Stunde nach Abflug die Fahndung, kann nicht reagieren.

Ein Umdrehen des Jets kommt für Pilot F. nicht mehr infrage. Zu gefährlich. Der Amerikaner Amerikaner darf keinen Verdacht schöpfen. So werden ihm, wie allen anderen Passagieren, Kaffee und Lunch serviert. Das Wagnis gelingt, der 20-Jährige wird in Schach gehalten. Um 20.20 Uhr landet der Jet. Minuten später stürmen zwei US-Beamte in Zivil den Flieger und nehmen ihn fest.

Opfer zerstückelt
D. lebte seit drei Wochen bei Verwandten in Brünn. Seine Eltern (er Banker, sie Maklerin) schickten ihn wegen psychischer Probleme weg. Mittwochabend eskalierte die Lage: D. ermordete seine Cousins David und Filip H. und deren  Eltern Martin und Veronica H. (alle außer ihr spielten in einer Ukulele-Band). „Er ging äußerst brutal vor“, so die Polizei. Er soll die Opfer mit Halsstichen zerstückelt, in Textilien verpackt und in der Garage angezündet haben. Dann flüchtete er nach Wien, passierte die Kontrollen und stieg in den AUA-Flieger ...

(prj, kor, hab)

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