Adoptionsantrag wegen Fettleibigkeit abgelehnt

Mann muss BMI senken

Adoptionsantrag wegen Fettleibigkeit abgelehnt

Die englischen Behörden verweigern einem Paar ein Kind zu adoptieren, weil der Mann fettleibig ist. Sie kritisieren die Entscheidung.

Die Behörden der nordenglischen Stadt Leeds haben einem adoptionswilligen Ehepaar das Sorgerecht für ein Kind verweigert, weil der Mann zu viele Kilos auf die Waage bringt. Bevor er einen Adoptionsantrag stellen könne, müsse er auf Anweisung der Behörden erst einmal kräftig abspecken, berichtete Damien Hall am Montag im BBC-Rundfunk.

Der 37-jährige Mitarbeiter eines Call-Centers weist nach eigenen Angaben bei einem Gewicht von 150 Kilogramm und einer Größe von 1,85 Meter einen Body-Mass-Index von 42 auf. Er gilt damit als krankhaft fettleibig und gesundheitlich gefährdet. In einem Schreiben sei er aufgefordert worden, seinen Index auf 40 zu senken und sich in einem halben Jahr einer neuerlichen ärztlichen Untersuchung zu unterziehen.

Halls sechs Jahre jüngere Frau Charlotte äußerte sich "bitter enttäuscht" über die Entscheidung. Ihr Mann kritisierte, dass sein Körpergewicht offenbar eine größere Rolle spiele als die Tatsache, dass er und seine Frau weder rauchen noch trinken und einem Kind ein glückliches und sicheres Zu Hause geben könnten. Er sei weder ein Faulpelz noch ein Vielfraß, versicherte Hall. Aber unter Druck abzunehmen sei schwierig.

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