Auf Montserrat droht Vulkanausbruch

Evakuierung

Auf Montserrat droht Vulkanausbruch

Auf der Karibikinsel Montserrat - einem britischen Überseeterritorium - droht ein Vulkanausbruch. Aus einem Kegel der 914 Meter hohen Soufriere Hills schoss eine Aschewolke acht Kilometer hoch. Die britische Gouverneurin Deborah Barnes Jones ordnete die Evakuierung mehrerer Häuser in der unmittelbaren Umgebung an.

Drei Kilometer langer Lavastrom
Die Eruption wurde von Erschütterungen des Bodens begleitet. Der Vulkan blies auch Dampf und Gase in die Luft. An der Nordwestflanke des Berges ergoss sich ein Strom von vulkanischem Material drei Kilometer weit den Abhang hinab. "Ich denke, das war eine Warnung", sagte die Direktorin der Vulkanwarte auf Montserrat, Vicky Hards.

Der Soufriere-Hills-Vulkan ist seit 1995 wieder aktiv. Bei einem schweren Ausbruch im Jahr 1997 kamen 19 Menschen ums Leben. Damals war auch die Hauptstadt Plymouth betroffen. Mehr als die Hälfte der damals 12.000 Einwohner verließ die Insel. Heute leben auf Montserrat, das als britisches Überseeterritorium zu den Kleinen Antillen gehört, noch etwa 5.000 Menschen.

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