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Australian Open

Bub bei Grand Slam sexuell belästigt

Nachdem sich Fans beim angeblichen "happy slam" eine Schlägerei lieferten, wurde auch noch ein Fünfjähriger auf der Toilette von einem Mann unsittlich berührt. Die Ermittlungen laufen.

Der Ruf der Australian Open als freundliche und völlig ungefährliche Sportveranstaltung ist durch einen weiteren Vorfall geschadet worden: Nach den erstmals überhaupt aufgetretenen Ausschreitungen zwischen serbischen und kroatischen Fans am Montag wurde jetzt bekannt, dass es am Auftakttag am Montag auch zu einer sexuellen Belästigung eines fünfjährigen Buben gekommen ist. Die Sicherheitsmaßnahmen sind weiter erhöht worden.

Fünfjährigen unsittlich berührt
Eine Mutter hatte ihren Sohn zur Toilette begleitet und draußen auf ihn gewartet. Als der Bub nicht zurückkam, verständigte sie Sicherheitsbeamte. Nach einer Suchaktion wurde der Kleine nach fünf Minuten gefunden und berichtete seiner Mutter, dass ein Erwachsener ihn unsittlich berührt habe.

Kritik wurde freilich laut, dass der Vorfall erst vier Tage später publik gemacht wurde. "Wir wollten mit der Polizei zusammenarbeiten und die Ermittlungen keinesfalls gefährden", argumentierte Tennis-Australia-Präsident Steve Wood. Die Tat sollte aber nicht vertuscht werden, stellte Wood klar. Die Polizei habe darum gebeten, die Presse noch nicht zu informieren. Wood war freilich bemüht, die Öffentlichkeit zu beruhigen: "Wir haben adäquate Sicherheit und die Maßnahmen auch erhöht. Das ist ein Familienturnier".

Ausschreitungen beim "happy slam"
Am Montag war es erstmals in der Geschichte von Grand-Slam-Turnieren zu gröberen Handgreiflichkeiten zwischen Fans gekommen. Etwa 150 Personen wurden des Turniergeländes verwiesen, nachdem serbische und kroatische Anhänger aneinander geraten waren. Wood zu den Vorfällen: "Wir haben einen großartigen Ruf auf der ganzen Welt und sind bekannt als 'happy slam'. Daran soll sich auch in Zukunft nichts ändern."

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