Haft für Mutter nach Baby-Verkauf

Italien

Haft für Mutter nach Baby-Verkauf

Eine Mutter verkaufte ihr Baby. Ein Gericht verurteilte sie zu zwei Jahren Haft. Auch das Paar, das das Neugeborene kaufte, muss hinter Gitter.

Wegen des Verkaufs ihres Babys für 1.000 Euro muss eine aus der Ukraine stammende Frau in Italien für mehr zwei Jahre hinter Gitter. Ein Gericht in Avezzano verurteilte die Frau am Dienstag zu zwei Jahren und drei Monaten Gefängnis, weil sie ihr Baby 2004 an ein italienisches Paar verkauft hatte, wie die italienische Nachrichtenagentur ANSA berichtete.

Auch gegen das Paar, das das Kind zu sich nahm, wurden Haftstrafen verhängt: Die Frau muss den Angaben zufolge zwei Jahre und sechs Monate ins Gefängnis, der Mann zwei Monate länger. Ein Mann, der den Verkauf des Babys vermittelt hatte, wurde zu vier Jahren Haft verurteilt.

Die vier Verurteilten hatten ihre Schuld eingestanden, um das Verfahren zu beschleunigen. Eine ukrainische Frau, die ebenfalls als Vermittlerin bei dem illegalen Geschäft aktiv geworden war, hatte ein solches Verfahren abgelehnt und muss daher erneut vor Gericht. Der Baby-Handel war aufgeflogen, weil die italienische Polizei im Zuge von Ermittlungen wegen illegaler Einwanderung Telefonate abgehört hatte. Das verkaufte Kind, ein Mädchen, wurde bei einer Pflegefamilie untergebracht.

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