Hurrikan

Eine Million ohne Strom

Hurrikan "Irene" wütet in Puerto Rico

Sturm soll Dominikanische Republik verschonen und Richtung Bahamas ziehen.

Der Wirbelsturm "Irene" hat auf Puerto Rico etwa eine Million Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten. Der Sturm in Hurrikanstärke sorgte auf dem Inselstaat am Montag zudem für umgestürzte Bäume und überflutete Straßen. Berichte von Toten oder Verletzten gab es nicht. In den Straßen wurde bereits mit Aufräumarbeiten begonnen.

Zuvor hatte der Gouverneur des US-Außengebietes in der Karibik, Luis Fortuno, den Ausnahmezustand ausgerufen. Er riet am Montag den Menschen, in ihren Häusern zu bleiben und sich vor herunterhängenden Stromleitungen in Acht zu nehmen. Er könne noch nicht sagen, wann die Bevölkerung wieder mit Strom versorgt werde.

Puerto Rico hatte der Sturm mit Windgeschwindigkeiten von 120 Kilometern pro Stunde durchquert. Die dortige Regierung schloss ihre Ämter und Gouverneur Luis Fortuno sagte vor der Presse: "Heute sollten auch alle Geschäfte geschlossen bleiben, "Es ist nicht ratsam, auf die Straße zu gehen." Ersten lokalen Medienberichten zufolge traten mehrere Flüsse über die Ufer, 771 Menschen mussten in 77 Notunterkünften untergebracht werden.

Die Regierungen von Puerto Rico, der Dominikanischen Republik und Haiti hatten ihre Länder in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Auch auf den weiter nordwestlich gelegenen Bahamas galt Sturmalarm. Die Meteorologen schlossen nicht aus, dass sich der Sturm über dem Meer weiter verstärken könnte.

"Irene" war Montagmittag (Ortszeit) bereits auf dem Weg in Richtung Westen zur Insel Hispaniola und an die Küste der Dominikanischen Republik. Es wurde damit gerechnet, dass das Auge des Sturms an Haiti vorbeiziehen wird. Dennoch könnten heftiger Regen und starke Böen das Festland erreichen, sagte ein Sprecher des Hurrikanzentrums in Miami. In Haiti sind immer noch etwa 600.000 Menschen infolge des Erdbebens vom Jänner 2010 ohne Obdach. Nach lokalen Medienberichten stehen 264 Notunterkünfte bereit. Es wurden vor allem Erdrutsche in den Bergen und Überschwemmungen in tiefliegenden Gebieten entlang der Flüsse befürchtet.

Später soll "Irene" in Richtung Bahamas weiterziehen und gegen Ende der Woche auch das Festland der USA erreichen, wo der Sturm über Teile der Staaten Florida, Georgia und South Carolina hinwegziehen könnte.
 

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