Koala aus Flammenhölle gerettet
Koala aus Flammenhölle gerettet

Inferno Down Under

Koala aus Flammenhölle gerettet

Australien brennt: Die verheerenden Buschfeuer haben 365.000 Hektar zerstört. Ein Koala konnte - leicht verletzt - gerettet werden.

Zahllose Tiere haben die verheerenden Buschbrände in Australien das Leben gekostet, doch ein kleiner Koala hatte Glück: Das Tier wurde von einem Feuerwehrmann gerettet, der im Staat Victoria nach wiederaufflammenden Brandherden Ausschau hielt.

Das Bärchen habe verbrannte Pfoten gehabt, und er habe ihm helfen wollen, sagte David Tree. "Ich liebe die Natur, und ich hatte schon früher mit Koalas zu tun", sagte der Feuerwehrmann am Dienstag der Nachrichtenagentur AP.

Tree stieg aus seinem Lkw und lief dem Tier nach. Der Koala habe sich daraufhin hingesetzt und ihn mit einem Blick angesehen, der aussah wie "hol mich raus aus meinem Elend", sagte Tree. Er habe eine Wasserflasche geholt und der Koala habe "fast wie ein Baby" getrunken. Dem "Sam" genannten Koala - einem Weibchen - gehe es inzwischen gut, erklärte Tree.

Wut unter den Opfern
Unter den Opfern der verheerenden Waldbrände im Südosten Australiens mit mehr als 180 Toten wächst die Wut: Neben Berichten über neue Brandstiftungen und Plünderungen machen ihnen nach ihren Berichten auch absurde bürokratische Forderungen zu schaffen. Der australische Premierminister Kevin Rudd entschuldigte sich daraufhin am Mittwoch im Parlament und versprach Abhilfe.

Plünderer schlagen zu
Nach Polizeiangaben sind in den betroffenen Gebieten außerdem zunehmend Plünderer aktiv. Tausende Feuerwehrleute waren am Mittwoch weiter im Einsatz, um im Südosten des Landes gegen insgesamt 23 Brandherde zu kämpfen.

Nach den verheerenden Buschbränden im Südosten Australiens sind am Mittwoch die ersten Bewohner in die zerstörten Ortschaften zurückgekehrt. Viele stehen buchstäblich vor dem Nichts. Von ihren Häusern und ihrem Hab und Gut ist nur ein Haufen Asche übriggeblieben.

"Bürokratischer Scheiß"
Unterdessen machte sich Unmut über bürokratische Hürden bei der Entschädigung und bei der Rückkehr in die betroffenen Gebiete breit. Opfer der Brände, die teilweise alles verloren haben, sollten sich mit Lichtbildausweisen und Bankauszügen identifizieren, um Soforthilfe zu erhalten. Der Redakteur der Zeitung "The Australian", Gary Hughes, der nur knapp den Flammen entkam und sein Haus verlor, schrieb daraufhin einen offenen Brief an den Premierminister: "Was soll das sein, Kevin, ein grausamer Witz?", fragte er und forderte Rudd auf, dem "bürokratischen Scheiß" ein Ende zu setzen. Rudd akzeptierte vor dem Parlament die Kritik und versprach einen Abbau der Hürden: "Was Mr. Hughes passiert ist, hätte nicht passieren dürfen", sagte er.

181 Tote
Bei den Feuern kamen amtlichen Angaben zufolge bisher mindestens 181 ums Leben. Nach Angaben des australischen Regierungschefs Kevin Rudd wurden mindestens 500 Menschen durch die Flammen verletzt und fast 1.000 Häuser zerstört, 5.000 Menschen wurden obdachlos. Eine Fläche von 365.000 Hektar fiel den Flammen zum Opfer, deutlich mehr als die Fläche des Saarlandes.

Foto: (c) Getty, Reuters, AP

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