Neapel: Müll, wohin das Auge blickt

Müllchaos

Müllkrise in Neapel: Behörden warnen vor der Hitze

Während die italienische Regierung den Einsatz des Militärs zum Schutz von Deponien plant, droht nun eine Hitzewelle das Problem zu verschärfen.

Eine Hitzewelle mit Temperaturen um 35 Grad könnte der von der Müllkrise in Neapel geplagten Bevölkerung das Leben noch schwieriger machen. Davor warnte am Freitag der mit der Bewältigung des Müllchaos beauftragte Unterstaatssekretär, Guido Bertolaso. "Die Wetterprognosen sprechen von Temperaturen bis zu 35 Grad im Schatten, was die Lage der Bürger noch mehr erschweren könnte", meinte Bertolaso.

Unterstaatssekretär Bertolaso stellte eine Liste der Ortschaften in der süditalienischen Region Kampanien vor, in denen die neuen Müllhalden entstehen sollen. "Wir dürfen keine Zeit verlieren, die Situation ist kritisch, viel schlimmer als vor einem Jahr. Ich bin sehr besorgt. Wir müssen alle Konflikte beiseitelegen und für die Lösung dieses Notstands arbeiten", sagte Bertolaso.

Der neue italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hatte am Mittwoch angekündigt, er wolle das Militär zum Schutz der Deponien einsetzen. Die neue Regierung beschloss auch, vier Verbrennungsanlagen zu errichten. Im Wahlkampf hatte Berlusconi versprochen, sofort mit der Regierung nach Neapel zu kommen und vorrangig daran zu arbeiten, das Müllchaos zu beheben. "Neapel wird wieder aufblühen", sagte er nach der Sitzung. Die Krise habe dem Image der Stadt in der Welt und im Tourismus geschadet.

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