Murdoch weitet interne Ermittlungen aus

Abhörskandal

Murdoch weitet interne Ermittlungen aus

Haben Reporter in Großbritannien auch gegen US-Recht verstoßen?

Der Medienzar Rupert Murdoch weitet offenbar die internen Ermittlungen über die Berichterstattungspraxis bei den britischen Blättern seines Konzerns News Corp aus. Anwälte der beauftragten Kanzlei Linklaters würden prüfen, ob in Großbritannien Reporter im Zusammenhang mit dem Abhörskandal gegen US-Recht verstoßen hätten, sagte eine mit den Ermittlungen vertraute Person am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters.

Dafür fänden Gespräche mit ausgewählten Journalisten statt, Anwälte schauten sich die E-Mail-Korrespondenzen an und kontrollierten Rechnungen. Ein Unternehmenssprecher bestätigte, dass eine Überprüfung der journalistischen Standards in Großbritannien stattfinde.

Murdoch hatte das britische Boulevardblatt "News of the World" im Zusammenhang mit dem Abhörskandal geschlossen. Zudem musste er seine Pläne fallenlassen, den britischen Bezahlsender BSkyB vollständig zu übernehmen. Wegen der Affäre müssen sich Murdoch und sein Sohn Rupert vor dem High Court verantworten. Zudem geriet der bekannte Manager und News-Corp-Chef in den USA wegen der ungeklärten Nachfolge-Frage unter Druck.
 

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