Michel Fourniret bei seiner Verhaftung

Frankreich

Neue Opfer vom "Jungfrauenjäger" aufgetaucht

Dem französischen Serienmörder Fourniret werden zwei weitere Opfer zur Last gelegt. Für seinen Prozess kommen die Vermutungen aber zu spät.

Die Opferliste des französischen Serienmörders Michel Fourniret und seiner Frau Monique Olivier wird immer länger. Wenige Wochen vor dem Beginn des Fourniret-Prozesses werden dem Paar zwei weitere Frauenmorde zur Last gelegt. Es geht um die 19-jährige Behinderte Marie-Angele Domece, die 1988 am Bahnhof Auxerre verschwand, und die 1989 bei Auxerre ermordet aufgefundene 20-jährige Engländerin Joanna Parrish. Der Untersuchungsrichter wolle am 11. März das Verfahren gegen die Fournirets einleiten, berichtete der Nachrichtensender France Info am Dienstag.

Der Fourniret-Prozess beginnt am 27. März und ist für zwei Monate angesetzt. Für das Verfahren um sieben Frauenmorde kommen die neuen Fälle zu spät. Der selbst ernannte "Jungfrauenjäger" Fourniret (65) hat mehrere Taten zugegeben. Mehr als 50 weitere Fälle werden auf seine Beteiligung hin untersucht. Im Prozess geht es um Morde, die zwischen 1987 und 2001 in Belgien und Frankreich begangen wurden. Monique Olivier hatte ihm mehrmals geholfen, Opfer in die Falle zu locken, am Ende aber gegen ihn ausgesagt. Ihr werden Mithilfe, Vergewaltigung sowie Komplizenschaft vorgeworfen. Das Paar war 2003 in Belgien inhaftiert und Anfang 2006 nach Frankreich ausgeliefert worden.

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