Selbstmord-Alarmsystem im Supermarkt

Taiwan

Selbstmord-Alarmsystem im Supermarkt

In Taiwan wird der Verkäufer angehalten nachzufragen und im Fall der Fälle eine Beratungs-Hotline zu empfehlen.

Der Kauf von Holzkohle ohne andere Grill-Zutaten kann in Taiwan künftig ungewöhnliche Fragen nach dem Befinden des Käufers auslösen. Das Land, das im vergangenen Jahr mit 4.128 Selbstmorden eine der höchsten Suizidraten Asiens hatte, hat ein Suizid-Alarmsystem in mehreren Supermarktketten eingeführt.

"Die Rxmart-Kette mit rund 500 Läden hat ihre Computerprogramme so modifiziert, dass auf dem Kassencomputer Warnleuchten aufleuchten, wenn ein Kunde nur Holzkohle kauft", erklärte Cheng Shu-hsin vom Gesundheitsministerium am Donnerstag in Taipeh.

Der Verkäufer ist dann zur Nachfrage gehalten, ob der Käufer nicht noch auch Grillfleisch benötigt. Falls der Kunde dann Suizid-Gedanken äußert, soll ihm der Kassier eine Beratungs-Hotline empfehlen. In dem Inselstaat gehört der Freitod mit Holzkohle zu den bevorzugten Selbstmordarten.

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