(c)AP Photo/Don Ryan

Kolumbien

Totgeglaubter sah eigene Beerdigung

Ein fünf Tage auf See vermisster kolumbianischer Fischer ist nach der Rettung Zeuge seiner eigenen Beerdigung geworden.

Der 68-jährige Jose Reyes Cordoba war im Pazifik vor der Küste der Provinz Choco von einem anderen Fischerboot gerettet worden, als seine Familie bereits alle Hoffnung aufgegeben und die Totenwache begonnen hatte. Zwei Frauen und zwölf seiner 17 Kinder weinten im Heimatdorf am leeren Sarg, als der Totgeglaubte nach Hause zurückkehrte, berichtete die Zeitung "El Tiempo" am Samstag.

"Als ich die Totenwache sah, musste ich weinen", zitierte ihn die Zeitung.

Er sei mit seinem Boot in ein Unwetter geraten und habe die Orientierung verloren, berichtete Cordoba. Erschwerend sei hinzugekommen, dass er wegen seiner Kurzsichtigkeit die Küste nicht habe erkennen können. Er habe so viel Salzwasser getrunken, dass ihm ganz schlecht geworden sei, und ein Hai habe versucht, sein Boot umzukippen. Einmal sei er so verzweifelt gewesen, dass er sich mit einer Machete die Kehle durchschneiden wollte, sagte der Fischer. Dann aber habe er zur Jungfrau Carmen gebetet, und die habe ihm den richtigen Weg zu dem rettenden Fischerboot gewiesen.

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