Amazonas-Brände: Druck auf Bolsonaro steigt

Im Interesse der ganzen Welt

Amazonas-Brände: Druck auf Bolsonaro steigt

Niederlandes Premier Rutte: Energisch gegen Brände im Amazonas-Regenwald vorgehen.

Den Haag. Der politische Druck auf den brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro wegen der sich ausbreitenden Waldbrände im Amazonas-Regenwald steigt. Die Niederlande haben Bolsonaro aufgefordert, energischer gegen die Brände vorzugehen. Premier Mark Rutte sagte am Freitag, dies sei "einfach im Interesse der ganzen Welt".
 
Den Haag wolle Bolsonaro gemeinsam mit anderen EU-Staaten dazu drängen, so Rutte nach Angaben der niederländischen Nachrichtenagentur ANP. Außenhandelsministerin Sigrid Kaag wies darauf hin, dass die Europäische Union mit Brasilien und drei weiteren südamerikanischen Staaten einen neuen Freihandelsvertrag bereits weitgehend ausgehandelt habe. Dabei habe Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle gespielt. Die Brände im Amazonasgebiet würden die Bedeutung dieses Themas aktuell und dringend machen. Deutschland und Frankreich hatten das Freihandelsabkommen zuvor infrage gestellt.
 

Überlegungen um Sanktionen

 
Einen Vorschlag Finnlands, das derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat, über die Aussetzung von Fleischimporte aus Brasilien nachzudenken, wollen die Niederlande jedoch vorerst nicht unterstützen. "Das wäre ein allerletztes Mittel und ich weiß nicht, ob man damit Resultate erzielt", sagte die Ministerin.
 
Die für die Verschlechterung des Klimas herrschende Situation angesichts der Waldbrände wird auch beim am Samstag im französischen Biarritz stattfindenden G-7-Gipfel der großen Industrienationen zur Sprache kommen. Vor allem Frankreichs Präsident Emmanuel Macron drängte darauf und legte sich mit Bolsonaro an.

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