EU: Einmarsch Israels

Ratsvoritz

EU: Einmarsch Israels "Akt der Verteidigung"

Die tschechische EU-Ratspräsidentschaft reagiert zurückhaltend auf den israelischen Einmarsch im Gaza-Streifen.

Das Vorrücken israelischer Truppen sei ein "Akt der Verteidigung", sagte der Sprecher des Ratsvorsitzes, Jiri Potuznik, am Samstagabend in Prag.

"In diesem Augenblick, und aus der Perspektive der vergangenen Tage, verstehen wir diesen Schritt als Akt der Verteidigung und nicht des Angriffs", meinte er mit Blick auf die vor einer Woche begonnene israelische Militäroffensive im Gaza-Streifen, die bereits über 470 Tote auf palästinensischer Seite gefordert hat.

EU-Delegation startet Vermittlungsmission
Angeführt vom tschechischen Außenminister Karel Schwarzenberg startet eine EU-Delegation am Sonntag eine Vermittlungsmission im Nahen Osten, um einen Waffenstillstand im Gaza-Streifen zu erreichen. Erste Station ist die ägyptische Hauptstadt Kairo, am Montag sind Gespräche mit Israels Führung in Jerusalem über den Konflikt mit der Hamas geplant. Bei den Treffen soll es auch um die humanitäre Situation im Gaza-Streifen gehen.

Die EU ist der größte ausländische Unterstützer der Palästinensergebiete. Schwarzenberg, dessen Land seit Jahresbeginn die EU-Ratspräsidentschaft innehat, reist in Begleitung seiner Kollegen aus Frankreich und Schweden sowie der EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner.

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