Mahmud Ahmadinejad

Uran angereichert

Iran steuert auf neuen Krieg zu

Am Tag nachdem Irans Außenminister von einer Lösung im Atomstreit säuselte, geht Präsident Ahmadinejad voll auf Konfrontationskurs.

Zuerst weckte Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad Hoffnungen auf eine gütliche Verhandlungslösung im Atomstreit. Am Sonntag provozierte er den Westen dann plötzlich mit der Ankündigung, Teheran wolle nun doch selbst Uran anreichern. Im Staatsfernsehen erteilte er dem Chef der Atomenergiebehörde, Ali Salehi, den Auftrag, umgehend mit der Anreicherung zu beginnen. Das auf 20 Prozent angereicherte Uran will der Iran offiziell für seinen Forschungsreaktor nutzen.

Zuvor war ein Vorstoß zur Lösung des Atomstreits von Außenminister Manouchehr Mottaki auf der Münchner Sicherheitskonferenz als enttäuschend bewertet worden. Die Atombehörde hatte dem Iran vorgeschlagen, Uran mit niedrigem Anreicherungsgrad von 3,5 Prozent in einer einzigen Lieferung nach Frankreich und Russland zu exportieren und dort anreichern zu lassen. Mottaki hatte angedeutet, dass Iran dazu bereit sein könnte. Bis Ahmadinejad weiter provozierte.

Einflussreicher US-Senator Lieberman droht mit Krieg
Der einflussreiche US-Senator Jo Lieberman drohte daraufhin dem Iran sogar mit einem Militärschlag. „Wir müssen uns entscheiden: Entweder für harte Wirtschaftssanktionen, damit die Diplomatie funktioniert, oder wir stehen vor militärischem Eingreifen.“ Mottaki habe die Konferenz angelogen, seine Vorschläge seien „lächerlich und unehrlich“.

Der deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg kritisierte: Die ausgestreckte Hand der internationalen Gemeinschaft werde „nicht nur nicht ergriffen, sondern weggeschlagen“. Auch Russlands Außenminister Sergej Lawrow war hell empört.

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