Italiens Politiker kauften Nobel-Appartments zu Spottpreisen

Politskandal

Italiens Politiker kauften Nobel-Appartments zu Spottpreisen

Mieten und Kaufpreise für das gemeine Volk explodieren - Spitzenpolitiker erwarben von der öffentlichen Hand Luxuswohnungen zu Schnäppchenpreisen.

Mehrere italienische Spitzenpolitiker stehen unter heftigem Beschuss, weil sie in Rom riesige Appartements von öffentlichen Anstalten und Versicherungen gekauft haben - und das zu Preisen weit unter dem Marktwert. Das italienische Wochenmagazin "L'Espresso" veröffentlichte eine Liste von Politikern der Regierungskoalition und der Opposition, die zu Spottpreisen Wohnungen auf den renommiertesten Plätzen der Ewigen Stadt erworben haben.

Darunter auch Justizminister Mastella
Konkret genannt werden Justizminister Clemente Mastella, der römische Bürgermeister Walter Veltroni und der Ex-Präsident der Abgeordnetenkammer Pier Ferdinando Casini. Alle drei haben Wohnungen zu Preisen gekauft, die bis zu einem Zwanzigstel des Marktpreises reichen. Die Zeitschrift veröffentlichte auch eine Straßenkarte mit den Orten, an denen die Signores ihre "billigen" Wohnungen erstanden haben.

Mieten explodieren
Der Skandal sorgt für Debatten in einer Phase, in der die explodierenden Mieten und Preise der Wohnungen Rekordhöhen erreicht haben. Laut einer französischen Studie ist Rom nach London die europäische Hauptstadt, in der die Wohnungsmieten am teuersten sind. Die Ewige Stadt überragt demnach in puncto Mieten sogar Paris. Auch die Kaufpreise für Wohnungen sind in den letzten sechs Jahren rasant gestiegen. Im Normalfall kostet ein Quadratmeter im römischen Stadtzentrum rund 12.000 Euro.

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