Papstattentäter steigt in Luxus-Hotel ab

Mehmet Ali Agca

Papstattentäter steigt in Luxus-Hotel ab

Mit seinem Umzug aus dem Gefängnis in ein Luxushotel hat Papstattentäter Mehmet Ali Agca nach seiner Freilassung aus türkischer Haft kritische Fragen auf sich gezogen. Agca sei nach seiner Haftentlassung in einem Fünf-Sterne-Hotel in Ankara abgestiegen, in dem das billigste Zimmer 265 Euro die Nacht koste, berichteten türkische Zeitungen am Dienstag. Auch die Tatsache, dass Agca in deutschen Luxuslimousinen durch die Stadt fuhr, erregte Aufsehen.

Anwalt bezahlt Rechnung
Agcas Anwalt Gökay Cagrialp Gültekin sagte auf Fragen von Journalisten, er selbst bezahle Agcas Hotelrechnung. Für Berichte, wonach ein reicher Geschäftsmann dem verurteilten Mörder eine Villa in Istanbul zur Verfügung stellen wolle, gab es keine Bestätigung.

Nach seinen Schüssen auf Papst Johannes Paul II. in Rom 1981 war Agca 19 Jahre lang in Italien im Gefängnis gesessen. Im Jahr 2000 wurde er in die Türkei abgeschoben, wo er weitere zehn Jahr wegen des Mordes an einem Journalisten 1979 absitzen musste. Am Montag war er aus dem Gefängnis entlassen worden. Angeblich liegen ihm Millionenangebote für seine Memoiren vor.

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