Provokantes EU-Kunstwerk in Prag wird umgestaltet
Provokantes EU-Kunstwerk in Prag wird umgestaltet

"Entropa"

Provokantes EU-Kunstwerk in Prag wird umgestaltet

Der Künstler entschuldigte sich bei allen die sich durch sein Werk beleidigt fühlen. Der Teil der Bulgarien symbolisiert ("türkische Toilette") könnte entfernt werden.

Die tschechische EU-Ratspräsidentschaft hat sich für das kontroversielle Kunstwerk "Entropa" offiziell entschuldigt. "Ich entschuldige mich bei Bulgarien und seiner Regierung, wenn sie sich angegriffen fühlen", sagte Vondra. Dies gelte auch für alle anderen, die sich beleidigt fühlten. Sollte Bulgarien, auf dem Kunstwerk als Stehklo ("türkische Toilette") dargestellt, darauf bestehen, "werden wir es entfernen, wir werden das sicher machen", versicherte Vondra.

Kunstwerk bringt nicht tschechische Meinung zum Ausdruck
Gleichzeitig distanzierte sich Vondra von der Sicht des Urhebers, des tschechischen Künstlers David Cerny, auf Europa. Das Kunstwerk bringe nicht zum Ausdruck, wie die tschechische EU-Präsidentschaft Europa sehe, sagte Vondra. "Entropa ist nur Kunst, nicht mehr und nicht weniger." Tschechien habe mit der Installation zeigen wollen, dass zehn Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhanges Zensur keinen Platz in Europa habe. Die "größte und unangenehmste Überraschung" sei allerdings gewesen, dass Cerny und sein Team selbst die Länderporträts angefertigt hätten und nicht wie vereinbart Künstler aus den 27 EU-Staaten. "Das war ein unangenehmer Schock für uns alle, vor allem für mich", betonte Vondra.

Darstellung wurde missverstanden
Auch Cerny entschuldigte sich bei seiner eigenen Regierung, "die ich absichtlich hinters Licht geführt habe". Er und sein Team hätten sich mit der Installation vor allem über sich selbst lustig machen wollen. Auch bei Bulgarien entschuldigte sich der Künstler, die Darstellung des Landes sei "leider missverstanden" worden. Cernys Künstler-Kollege Tomas Pospiszyl sagte, das Team könne es akzeptieren, wenn der Bulgarien-Teil der Installation entfernt werde.

Foto: (c) APA

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