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Protest in Madrid

Zehntausende demonstrieren gegen ETA

Zehntausende Spanier sind in Madrid gegen den ETA-Terror auf die Straße gegangen. Massiv wurde zudem die Regierung kritisiert.

Fünf Wochen nach dem Anschlag der baskischen Untergrundorganisation ETA auf den Madrider Flughafen sind erneut zehntausende Spanier gegen den Terror auf die Straße gegangen. Die größte Demonstration fand am Samstagabend in Madrid statt. Sie richtete sich auch gegen die Politik der sozialistischen Regierung. Die Teilnehmer warfen Ministerpräsident Jose Luis Rodríguez Zapatero vor, insgeheim weiter auf Verhandlungen mit der ETA zu setzen und forderten seinen Rücktritt. Zu der Kundgebung hatte eine pazifistische Bürgerinitiative aufgerufen.

Sozialisten bleiben Demonstration fern
Unterstützt wurde die Demonstration von der konservativen Volkspartei (PP) und der ihr nahe stehenden Vereinigung der Terroropfer (AVT). An der Kundgebung unter dem Motto "Für die Freiheit, lasst uns gemeinsam die ETA besiegen. Nein zu Verhandlungen" nahmen auch PP-Chef Mariano Rajoy und der frühere Ministerpräsident Jose María Aznar teil. Ähnliche Protestmärsche gab es in Barcelona und anderen Städten. Die Sozialisten blieben den Demonstrationen fern.

Unabhängig davon hatte Bilbaos Bischof Ricardo Blazquez in der baskischen Industriemetropole zu einer Kundgebung unter dem Motto "Bewege Dich für den Frieden" aufgerufen. Blazquez ist zugleich Vorsitzender der spanischen Bischofskonferenz. Vor drei Wochen hatten in Madrid bereits 200.000 Menschen gegen die ETA demonstriert. Damals hatte die PP die Kundgebung boykottiert.

Bei dem Attentat am 30. Dezember waren zwei Menschen getötet worden. Mit dem Anschlag hatte die ETA ihre neunmonatige "Waffenruhe" gebrochen. Die Regierung erklärte den Friedensprozess mit der Organisation daraufhin für beendet.

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