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Wahlkampf in Corona-Zeiten

FPÖ-Krauss zu Kritik an Wahl-Party: "Opposition nicht mundtot machen"

Nach heftiger Kritik an einer Wahlkampfveranstaltung bezog FPÖ-Krauss Stellung zu den Vorwürfen, dass man die Corona-Maßnahmen missachtet hätte.

Wien. Die Wiener Grünen feierten den Startschuss ihres Wahlkampfs mit Abstand und Maske im Votivpark. Der ÖVP-Wahlauftakt wurde aufgrund der Corona-Zahlen zur Gänze ins Netz verlegt und digital vollzogen. Das Team Strache sagte eine Wahl-Veranstaltung am Viktor-Adler-Platz am Freitag aufgrund der behördlichen Vorschriften sogar ganz ab. Nur bei der FPÖ schien es die Coronavirus-Gefahr nicht geben zu haben.

© FPÖ TV

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Am Simmeringer Enkplatz luden die Freiheitlichen zu den Feierlichkeiten "5 Jahre Bezirksvorsteher Paul Stadler" und zahlreiche ihrer Wähler tauchten auf - ohne Maske und ohne Abstand. Die Veranstaltung selbst wurde auf Facebook übertragen. Die Bilder sind altbekannt: Ein Meer von Österreich-Fahnen, dazu die John Otti Band und Parteigranden, die sich auf die politischen Kontrahenten einschießen. In diesem Fall waren FPÖ-Chef Norbert Hofer, der blaue Klubobmann Herbert Kickl und natürlich Wiens Parteichef Dominik Nepp mit dabei. Letzterer spazierte auch noch durch das Festzelt und schüttelte fleißig Hände.

FPÖ-Krauss: "Opposition im Wahlkampf nicht mundtot machen"

Video zum Thema: Maximilian Krauss im Interview
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Im oe24.TV-Interview nahm FPÖ-Abgeordneter Maximilian Krauss Stellung zur heftigen Kritik der FPÖ-Wahlkampf-Veranstaltung. "Die Veranstaltung war unter freiem Himmel. Jeder weiß, unter freiem Himmel gibt es fast keine Ansteckungsgefahr. Es wurden Desinfektionsmittel aufgestellt und es wurden Namenslisten angefertigt, um zu sehen, wer aller da war. Abgesehen davon kann es nicht der Fall sein, dass man einer Oppositionskraft wie der FPÖ verbietet in einem Wahlkampf Veranstaltungen zu machen. Wir leben in einer Demokratie, das demokratische Grundrecht ist ein extrem Entscheidendes und es ist wichtig, dass wir die Möglichkeit haben unsere Angebote, unsere Ideen und unsere Konzepte zu präsentieren, mit Menschen zu sprechen, mit Bürgern zu sprechen. Auch Feedback zu bekommen. Es kann nicht sein, dass es jeden Tag eine Regierungs-Pressekonferenz gibt und die Opposition in Wahlkampf-Zeiten Mundtot gemacht werden soll."

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