SPÖ startet heute Koalitionspoker

Wien-Wahl

SPÖ startet heute Koalitionspoker

Ab heute macht die SPÖ im Koalitionspoker Ernst. Die Sondierungen starten.

Wien. Nach der großen Wahlaufregung kehrt nun ein wenig Stille ein. Aber die ist trügerisch. Hinter den Kulissen sammeln sich die Protagonisten. Die Koalitionsverhandlungen ­nahen. Wer das Rennen um die Gunst der SPÖ macht, ist offen – in der Pole Position sind derzeit die NEOS.

Abwarten. Die Pinken preschten dementsprechend vor und verkündeten, dass sie neben Parteichef Christoph Wiederkehr, seine Stellvertreterin Bettina Emmerling und Generalsekretär Nikola Donig in die Sondierungsgespräche schicken.

Die Grünen lassen sich vor den Verhandlungen (noch) nicht in die Karten blicken: Allerdings stellten sie bereits Bedingungen. Unter anderem soll Birgit Hebein Parteichefin bleiben, was die Chancen auf eine Neuauflage von Rot-Grün merklich verschlechtert, so rote Parteiinsider.

Ebenso kurz und prägnant gab sich ÖVP-Spitzenkandidat Gernot Blümel: Das erfreuliche Wahlergebnis sehe er als Auftrag, türkise Politik in Wien durchzusetzen. „Aber erst einmal wird verhandelt.“ Die Chancen der ÖVP auf eine Regierungsbeteiligung in Wien stehen jedenfalls schlecht.

Fahrplan. Der „Player“ am Tisch ist ohnehin die SPÖ. Hier wird der Takt vorgegeben. ÖSTERREICH liegt der Verhandlungs-Fahrplan der Roten vor:

  • Heute tagen die SPÖ-Gremien. Hierbei wird ein dreiköpfiges Team für die Sondierungsgespräche bestimmt.
  • Die Sondierungen starten dann nächste Woche.
  • Rund um den (aber besser vorm) Nationalfeiertag am 26. Oktober soll bekannt gegeben werden, mit welcher Partei die SPÖ vertiefende Gespräche führen wird.
  • Nach drei bis vier Wochen soll die Koalition dann Mitte November ­stehen. Wird es erstmals Rot-Pink geben?

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