22. November 2006 10:23

Übernahme 

Investoren fliegen auf australische Fluglinie Qantas

Eine australische Investmentbank und eine US-Investmentgruppe wollen die profitablelste Fluggesellschaft der Welt kaufen.

Investoren fliegen auf australische Fluglinie Qantas
© AP

Die größte australische Fluggesellschaft Qantas ist Ziel eines Übernahmeangebots geworden. Um die Fluglinie warben im Namen eines größeren Konsortiums die größte australische Investmentbank Macquarie und die US-Investmentgruppe Texas Pacific Group, gab Qantas in Sydney bekannt. " Das Angebot ist vertraulich und unvollständig und Qantas prüft die Offerte ", hieß es. Die Linie ist eine der profitabelsten Fluggesellschaften der Welt.

Qantas ist Airbus-Großkunde. Nach der Verzögerung mit der Auslieferung des Großraumflugzeugs Airbus 380 orderte die Fluggesellschaft im Rahmen der Neuverhandlung über die Verträge acht weitere Airbus-Maschinen des Typs.

Aktionäre begeistert
Die Aktionäre zeigten sich begeistert. Der Aktienkurs stieg nach der Mitteilung auf die Rekordhöhe von 5,25 australische Dollar (etwa 3,15 Euro), ehe er leicht nachgab.Damit käme die Airline auf einen Marktwert von rund 10 Mrd. australische Dollar. Im Juli hatte der Kurs noch bei 2,95 Dollar gelegen.

Über ein Übernahmeangebot war seit Monaten spekuliert worden. Qantas bestätigte, dass seit Jahren Gespräche über Partnerschaften, Joint Ventures und Übernahmen geführt werden.

Gewinne sprudeln
Qantas hatte im vergangenen Jahr 671 Mio. australische Dollar Gewinn gemacht. Das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres falle besser aus, teilte Qantas vor kurzem mit. Analysten rechnen mit einer Steigerung von 20 Prozent.

1995 privatisiert
Die Fluggesellschaft hat die Einbrüche am Markt nach den Terroranschlägen 2001 und die hohen Flugbenzinpreise relativ gut verkraftet. Sie hat seit 1994 jedes Jahr Gewinne eingeflogen. Die 1920 gegründete Gesellschaft absolviert zwei Drittel ihrer Flüge im heimischen Markt. Sie wurde 1995 privatisiert.

Nach den australischen Gesetzten dürfen ausländische Partner höchstens 49 Prozent der Anteile kaufen. Mit der Beteiligung der Macquarie-Bank, der auch der Flughafen von Sydney gehört, sei die Erfüllung dieser Auflage vermutlich problemlos.




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