Caritas Österreich

Wer Aufschwung will, muss pflegende Angehörige entlasten

18.03.2026

Pflege neu denken!

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© Jorj Konstantinov | Nora Tödtling-Musenbichler, Caritas Präsidentin
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„Wenn ein Mensch plötzlich Pflege braucht, geraten pflegende Angehörige schnell an ihre Grenzen. Zur großen Sorge kommt noch ein Problem: Orientierung fehlt. Wer berät, wer koordiniert, wer behält den Überblick? Für echten Aufschwung braucht Österreich eine Politik, die solche Notlagen zur Priorität macht – und ein zukunftsfittes Pflegesystem schafft.

Konkret: regionale Pflege-Ansprechpersonen, die Gesundheitsversorgung und Langzeitpflege zusammendenken. Qualifizierte Fachkräfte, die durch das System lotsen und helfen, dass Übergänge zwischen Krankenhaus, Pflegeheim und Pflege zuhause funktionieren. In unseren Caritas-Anlaufstellen sehen wir täglich, wie Angehörige überfordert sind, weil niemand sie durch das System führt. Wer Aufschwung will, muss Pflege organisieren: Gute Beratung entlastet pflegende Angehörige und verhindert teure Fehlversorgung.“ 

Nora Tödtling-Musenbichler, Präsidentin Caritas Österreich