Caritas Österreich
Wer Aufschwung will, muss pflegende Angehörige entlasten
18.03.2026Pflege neu denken!
„Wenn ein Mensch plötzlich Pflege braucht, geraten pflegende Angehörige schnell an ihre Grenzen. Zur großen Sorge kommt noch ein Problem: Orientierung fehlt. Wer berät, wer koordiniert, wer behält den Überblick? Für echten Aufschwung braucht Österreich eine Politik, die solche Notlagen zur Priorität macht – und ein zukunftsfittes Pflegesystem schafft.
Konkret: regionale Pflege-Ansprechpersonen, die Gesundheitsversorgung und Langzeitpflege zusammendenken. Qualifizierte Fachkräfte, die durch das System lotsen und helfen, dass Übergänge zwischen Krankenhaus, Pflegeheim und Pflege zuhause funktionieren. In unseren Caritas-Anlaufstellen sehen wir täglich, wie Angehörige überfordert sind, weil niemand sie durch das System führt. Wer Aufschwung will, muss Pflege organisieren: Gute Beratung entlastet pflegende Angehörige und verhindert teure Fehlversorgung.“
Nora Tödtling-Musenbichler, Präsidentin Caritas Österreich