"Über-Roadster"

Mercedes stellt den SL 65 AMG vor

03.04.2012


Mit 630 PS überflügelt der SL sogar den SLS AMG Roadster deutlich.

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Bei Mercedes ist gerade Klotzen statt Kleckern angesagt. Kurz nach der Markteinführung der brandneuen SL-Generation und einige Wochen nach der Vorstellung des SL 63 AMG wird anlässlich der New York Autoshow 2012 (Mitte April) der absolute Überflieger der Baureihe vorgestellt. Unter der langen Haube des SL 65 AMG verrichtet nämlich ein aufgeladener Zwölf-Zylinder mit unglaublichen 630 PS seinen Dienst. Damit stellt er selbst den SLS AMG Roadster in den Schatten. Denn die offene Version des Flügeltürers leistet "nur" 571 PS.

Stark, durstig und schnell
Natürlich profitiert auch der stärkste SL aller Zeiten von den Verbesserungen der neuen Generation. So machen sich der deutliche Gewichtsverlust (minus 170 Kilogramm) und die höhere Karosseriesteifigkeit positiv bemerkbar. Absolutes Highlight ist jedoch sein Motor. Während bei Standardmodellen Downsizing und andere Spritspartricks im Mittelpunkt stehen, ist Käufern eines solchen Autos der Verbrauch ziemlich egal. Zwar konnte AMG den Normverbrauch auf herzeigbare 11,6 Liter pro 100 km drücken, in der Praxis wird man das Auto aber kaum unter 15 Litern bewegen können. Denn die 630 PS des zwangsbeatmeten 6,0-Liter-V12 wollen gefüttert werden. Dank verbesserter Turbolader stieg die Leistung gegenüber dem Vorgänger um 18 PS. Das maximale Drehmoment liegt bei unglaublichen 1000 Nm. So gerüstet stürmt der Zweisitzer in exakt vier Sekunden auf Tempo 100, bei 250 km/h rennt er in den elektronischen Begrenzer. Für die Kraftübertragung ist die neue Siebengang-Automatik "AMG Speedshift Plus 7G-Tronic" inklusive Start-Stop-System zuständig.

Technische Daten im Überblick

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Dezenter Auftritt und Vollausstattung
Optisch gibt sich der SL 65 AMG sehr zurückhaltend. Die gutbetuchten Kunden wird es freuen. Etwas größere Lufteinlässe, dezente Seitenschweller, spezielle Felgen, ein kleiner Heckspoiler und die vierflutige Abgasanlage müssen als Hinweiszeichen reichen. Das Hardtop öffnet und schließt natürlich vollautomatisch. Diese noch immer spektakulär wirkende Prozedur funktioniert aber nur im Stand. Innen gibt es dann Luxus so weit das Auge reicht. Bei einem kolportierten Preis von fast 300.000 Euro wäre alles andere aber auch eine Überraschung. Neben Details wie Nackenfön (Airscarf), automatischer Einparkassistent, Bang & Olufsen Sound, DVD-Wechsler, Keyless Go, intelligentes Lichtsystem, etc. zählt selbst das edle Nappa-Leder, das wir ansonsten nur von Bentley und Co. kennen, zur Serienausstattung. Auch die Magic Vision Control ist mit an Bord. Damit lässt sich der obere Teil des Daches auf Knopfdruck transparent gestalten. In der Extra-Liste stehen aber trotzdem genügend Optionen zur Auswahl, um das Auto den individuellen Vorlieben anpassen zu können.

Interessenten haben noch bis September Zeit, das nötige Kleingeld anzusparen. Dann kommt der SL 65 AMG auf den Markt.

Noch mehr Infos über Mercedes finden Sie in unserem Marken-Channel.

Fotos vom neuen SL

Fotos vom neuen SL 63 AMG

Fotos vom SLS AMG Roadster

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