Design & Technik

Zweites Facelift für den Toyota Yaris

10.02.2017

Japanischer Kleinwagen wird noch einmal ordentlich aufgefrischt.

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Wie an dieser Stelle angekündigt, stellt Toyota im Rahmen des Genfer Autosalons 2017 (9. bis 19. März) nicht nur ein sportliches Top-Modell des Yaris, sondern auch das Facelift der herkömmlichen Versionen vor. Wenige Wochen vor der Weltpremiere haben die Japaner nun die Neuerungen verraten. Dabei zeigt sich, dass die Modellpflege sehr umfangreich ausfällt. Der überarbeitete Yaris wirkt optisch deutlich frischer und hat auch technisch ordentlich zugelegt. Das soll dafür sorgen, dass sich der Erfolg der aktuellen Generation fortsetzt. Seit deren Einführung im Jahr 2011 ist der Absatz in Westeuropa um mehr als 6,5 Prozent auf nunmehr über 208.000 Einheiten im vergangenen Jahr gestiegen. 2014 wurde der Yaris schon einmal gründlich überarbeitet. Jetzt folgt also das Facelift vom Facelift.

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In der höchsten Ausstattungsvariante gibt es LED-Rückleuchten.

Design

Optisch haben die Designer dem Yaris eine gehörige Portion Dynamik ins Blech gezeichnet. Horizontale Linien an der Front lassen den kleinen Japaner breiter wirken. Die überarbeiteten Scheinwerfer und Nebelscheinwerfer flankieren den breiteren trapezförmigen Kühlergrill, der je nach Ausstattung auf Lamellenoptik oder ein Wabenmuster setzt. Das serienmäßige LED-Tagfahrlicht weist eine Gabelform auf, die in eine chromfarbene Linie übergeht. Seitlich unterstreichen die ausgeprägte Schulterlinie und die niedrigeren Schweller den sportlichen Anspruch. Hinten gibt es einen neuen Stoßfänger, dessen Linienführung sich an jene der Kofferraumklappe anpasst. Neue Rückleuchten, in der höchsten Ausstattungsvariante in LED-Ausführung, runden die äußeren Neuerungen ab. Toyota bietet für den Yaris zehn Lackierungen an, darunter der neue Farbton Nebula blau Metallic. Weiters wird das Auto auch dem immer stärkeren Individualisierungswünschen der Kunden gerecht: Auf Wunsch fährt der Yaris auch in einer Zweifarb-Lackierung vor, bei der unter anderem das schwarze Dach, schwarze A-, B- und C-Säulen und schwarze Außenspiegel einen Kontrast zur gewählten Außenfarbe bilden.

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Innen gibt es neue Materialien und eine überarbeitete Instrumententafel.

Innenraum und Ausstattung

Im Innenraum setzt sich der frische Eindruck fort. Neben neuen Farben, Polstern und Materialien wurde die Armaturentafel überarbeitet, was sich vor allem auf die Bedienung positiv auswirken soll. Echte Hingucker sind die neuen Lüftungsdüsen in Propeller-Form und eine blau illuminierte Instrumententafel. Die Kunden können sich für eine von vier Ausstattungslinien entscheiden. Die Sicherheitsausstattung ist bereits in der Basisversion vorbildlich. So verfügt jeder Yaris über das System Toyota Safety Sense, das einen Kollisionswarner mit Pre-Crash Bremsassistent, einen Spurchwechselwarner sowie eine automatische Fernlichtregelung enthält. In höheren Ausstattungsversionen gehört zusätzlich eine Verkehrszeichenerkennung zum Serienumfang. Auch Komfortfeatures wie Klimaanlage, CD-Radio mit 6 Lautsprechern, Bluetooth-Freisprechsystem und USB-Anschluss sind in der Basisversion an Bord. Das optionale Toyota Touch2&Go Multimediasystem vertraut nach wie vor auf einen 7-Zoll großen Touchscreen. Wählt man die Zweifarb-Lackierung weist auch das Interieur die jeweils abgestimmten Farbkombinationen zur Außenlackierung auf.

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Auf Wunsch fährt der Yaris jetzt auch in einer Zwei-Farb-Lackierung vor.

Antriebe und Fahrwerk

Beim Vortrieb gibt es Neuerungen bei den Benzinern, von denen einer wieder auf die Unterstützung eines Elektromotors vertraut. Laut Toyota wurde der beim Yaris äußerst beliebte Hybridantrieb (100 PS Systemleistung) noch einmal verbessert. Der Normverbrauch beträgt je nach Ausstattung zwischen 3,3 bis 3,6 l/100 km (75 bis 82 g/km), was den Diesel in dieser Baureihe so gut wie obsolet macht. Die Ingenieure konnten mithilfe einer neuen Motoraufhängung und einer modifizierten Antriebswelle auch das Geräusch- und Vibrationsniveau des Yaris Hybrid  senken. Das soll sich vor allem beim Beschleunigen (Stichwort: Aufheulen des Motors aufgrund des CVT-Getriebes) positiv bemerkbar machen. Weiters  ist ein völlig neuer 1,5-Liter-Saugbenziner mit 111 PS und einem maximalen Drehmoment von 136 Nm erhältlich. Trotz verbesserter Beschleunigungswerte sinkt der Kraftstoffverbrauch im NEFZ mit CVT-Getriebe um zwölf Prozent (4,7 bis 5,0 l/100km) gegenüber dem bisherigen 1,33-Liter-Ottomotor, der nicht mehr angeboten wird. Die genauen Fahrleistungen hat Toyota noch nicht verraten. Obwohl der „neue“ Yaris optisch auf Dynamiker macht, versprechen die Japaner einen besseren Fahrkomfort. Dieser ist den verringerten Wankbewegungen und dem erhöhten Federungskomfort der Stoßdämpfer geschuldet. Darüber hinaus soll die elektrische Lenkunterstützung dem Fahrer eine direktere Rückmeldung bieten. Die etwas diffus ansprechende Lenkung war einer der wenigen Kritikpunkte des 2011 eingeführten Modells.

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Verfügbarkeit

Informationen zur genauen Markteinführung und zu den Preisen will Toyota in Genf bekannt geben. Die Preise dürften trotz der Verbesserungen und des neuen Motors in etwa auf dem Niveau des aktuellen Modells bleiben. Auf der Automesse wird dann auch verraten, wie stark das neue Top-Modell der Baureihe wird.

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