Novelle

Was sich 2008 für Autofahrer in Österreich ändert

10.12.2007

Auf die heimischen Autofahrer kommen 2008 einige Neuerungen zu: Licht am Tag fällt, Rasen wird teurer, Winterreifen werden Pflicht.

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Auf die heimischen Autofahrer kommen 2008 einige Neuerungen zu: Die Lichtpflicht am Tag wird abgeschafft, für Schnellfahren können an Ort und Stelle 70 Euro fällig werden, für Neuwagen wird Mitte des Jahres je nach Abgaswerten ein Bonus-Malus-System eingeführt. Der ÖAMTC hat eine Liste der wichtigsten Änderungen veröffentlicht.

Ab Jänner 2008:

  • Ein Organmandat für Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung kostet 50 statt wie bisher 25 Euro.
  • Die Strafen für das Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit um mehr als 30 km/h betragen mindestens 70 Euro.
  • Die Pflicht für Licht am Tag fällt.
  • Die Winterausrüstungspflicht für Pkw kommt. Von 1. November bis 15. April dürfen Pkw bei winterlichen Fahrverhältnissen nur mehr dann in Betrieb genommen werden, wenn an allen vier Rädern Winterreifen oder Schneeketten auf mindestens einer Achse montiert sind.
  • Die Pflicht, Namens- oder Wohnsitzänderungen nach Heirat, Umzug etc. innerhalb von sechs Wochen der zuständigen Führerscheinbehörde zu melden, fällt.
  • Die ärztliche Untersuchung vor der Führerscheinausbildung kann bei jedem Führerscheinarzt in Österreich durchgeführt werden, nicht mehr nur beim für den Wohnsitz zuständigen Arzt.
  • Wenigverdiener (unter der lohnsteuerpflichtigen Einkommensgrenze), die bisher keine Pendlerpauschale geltend machen konnten, haben nun die Möglichkeit, eine Steuergutschrift (Negativsteuer) zu bekommen. Anzuwenden ist diese Regelung allerdings erst mit dem Lohnsteuerausgleich für 2008.
  • Fahrtenbücher mittels PC-Tabellenprogramm zu führen, reicht nicht mehr aus. Anerkannt werden nur Fahrtenbücher in Papierform oder mit einer Software, die nachträgliche Veränderungen der Daten nicht zulässt.
  • Auch für Vielfahrer gibt es eine Neuregelung: Ab 30.000 Kilometer Fahrleistung im Jahr muss für das darüberliegende Kilometergeld Lohnsteuer und Sozialversicherung bezahlt werden.

Ab März 2008:

  • Die EU-weite Vollstreckung von Verkehrsstrafen tritt in Kraft. Ausländische Geldbußen ab 70 Euro können europaweit, also auch im Heimatland, vollstreckt werden.
  • In Kleinbussen zur Schülerbeförderung muss jeder Sitzplatz über einen Gurt verfügen.

Ab Juli 2008:

  • Bei der Neuzulassung eines Pkw wird zusätzlich zur Normverbrauchsabgabe (NoVA) ein Bonus bzw. Malus - je nach Abgaswerten des Pkw - fällig.
  • Wer einen Diesel-Pkw ohne Partikelfilter kauft, zahlt 300 Euro Malus. Bis 30. Juni 2008 gilt die Regelung: 1,5 Prozent der NoVA-Bemessungsgrundlage und maximal 300 Euro. Die Förderung von neuen Diesel-Fahrzeugen mit Partikelfilter läuft mit 1. Juli 2008 aus. Bis 30. Juni gibt es noch einen Bonus von 300 Euro.
  • In Wien sowie in den ausgewiesenen Immissionsschutz-Sanierungsgebieten in Niederösterreich und dem Burgenland treten Fahrverbote für Lkw mit Erstzulassung vor dem 1. Jänner 1992 in Kraft. Oldtimer sind ausgenommen.

Ab September 2008:

  • In Autobussen zur Schülerbeförderung muss es für jedes Kind einen eigenen Sitzplatz geben. Für Busse im Überlandverkehr bleibt die veraltete 3=2 Zählregel gültig.

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