Lost Faces

Wiener Rösthaus erzählt mit neuen Kaffeesorten die Geschichten ihrer Herkunft

30.03.2026

Medien-Café-Talk am Donnerstag, den 26. März 2026: Das Wiener Rösthaus im Wiener Prater präsentierte die neue Kaffeelinie „LOST FACES”. 

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© Bianca Kübler | (v.l.n.r.): Helmut Brem (Marketingleitung Wiener Rösthaus) und Silvia Maino, Röstmeisterin und Eigentümerin Wiener Rösthaus, präsentierten im Rahmen eines Medien-Café-Talks die neue Kaffeesorte "LOST FACES".
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Die Namen der neuen Sorten – „Die Stille von Taunggyi” oder „Die Kinder des Nebels” sind eine Hommage an das kulturelle Erbe der Produktionsländer, wie Kenia oder Papua-Neuguinea. Außerdem wurden der aktuelle Trend zur Wiener Röstung sowie die Bedeutung einer nachhaltigen Kaffeeproduktion thematisiert.

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In Wien gehört Kaffee zur kulturellen DNA der Stadt. Doch während die Kaffeehauskultur weltberühmt ist, ist handwerkliches Rösten heute selten geworden.  Genau hier setzt das Wiener Rösthaus an. Die Manufaktur im Wiener Prater verbindet traditionelle Wiener Röstkunst mit einer modernen, nachhaltigen Perspektive – und stellt dabei vor allem eines in den Mittelpunkt: die Menschen hinter dem Produkt.

Röstmeisterin und Geschäftsführerin Silvia Maino sieht Kaffee nicht nur als Genussmittel, sondern als kulturelles Erbe. Jede Bohne erzählt eine Geschichte – von Landschaften, Traditionen und von den Menschen, die sie mit Sorgfalt anbauen. Gemeinsam mit ihrem Team hat sie eine Rösterei aufgebaut, die heute zu den feinfühligsten handwerklichen Adressen des Landes zählt.  

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„LOST FACES“: Kaffee als Hommage an seine Produzenten

Mit der neuen Produktlinie „LOST FACES“ rückt das Wiener Rösthaus genau diese Geschichten in den Fokus. Die Kaffees tragen poetische Namen wie „Die Stille von Taunggyi“, „Die Hügel von Ndurutu“ oder „Die Kinder des Nebels“ – und verweisen auf ihre Ursprungsregionen in Myanmar, Kenia oder Papua-Neuguinea.

Die Idee dahinter: Kaffee ist nach Erdöl eines der meistgehandelten Güter der Welt – und doch wissen nur wenige Konsumentinnen und Konsumenten, wie viel Handarbeit hinter jeder Tasse steckt. Mit der neuen Linie möchte das Wiener Rösthaus den Menschen in den Herkunftsländern ein Gesicht geben und ihre Arbeit sichtbar machen.

Jede Sorte steht für eine Region, deren Klima, Boden und kulturelle Traditionen den Charakter des Kaffees prägen. So entstehen Aromaprofile, die von fruchtigen Noten bis hin zu komplexen, weinähnlichen Nuancen reichen. 

Handwerkliche Röstung und neue Spezialitäten

Im Wiener Rösthaus bleibt alles bewusst überschaubar: Rund 15 bis 20 Tonnen Kaffee werden jährlich verarbeitet. Jede Bohne wird verkostet und erhält ein individuelles Röstprofil, abgestimmt auf Herkunft und Struktur.

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Zum Einsatz kommen ausschließlich hochwertige Arabica-Bohnen aus Ländern wie Äthiopien, Kolumbien oder Brasilien sowie aus weniger bekannten Ursprüngen wie Bali, Thailand oder der Dominikanischen Republik. Jede Sorte wird sortenrein geröstet, um ihr typisches Aromaprofil zu bewahren.

Neu im Sortiment ist außerdem erstmals ein entkoffeinierter Kaffee: „Galeras Nariño Decaf“ aus Kolumbien. Die Entkoffeinierung erfolgt mittels CO₂-Verfahren – eine besonders schonende Methode, die ohne chemische Lösungsmittel auskommt und das Aroma der Bohnen erhält. 

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Nachhaltigkeit vom Ursprung bis zur Tasse

Ein zentraler Bestandteil der Philosophie des Wiener Rösthauses sind sogenannte Microlots – streng limitierte Kaffees aus kleinen, klar abgegrenzten Anbauparzellen. Sie zeigen besonders eindrucksvoll, wie stark Boden, Klima und Erntejahr den Geschmack prägen können.

Viele der verwendeten Bohnen stammen direkt von kleinen Produzenten oder Kooperativen, die auf natürliche Anbaumethoden setzen – etwa Schattenbäume oder Mischkulturen statt chemischer Spritzmittel. Transparente Lieferketten und langfristige Partnerschaften sorgen zudem für faire Bedingungen und einen möglichst geringen ökologischen Fußabdruck.

Geröstet wird schließlich direkt im Haus – schonend, frisch und mit viel Erfahrung. Wer möchte, kann die Bohnen nicht nur mitnehmen, sondern den Kaffee auch gleich vor Ort genießen. So wird die Wiener Kaffeekultur nicht nur bewahrt, sondern neu erlebbar gemacht. 

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