Hitze-Defekte

Auch dem Computer wird zu heiß

20.07.2010

Prozessoren und Festplatten können Hitzschlag und Sonnenstich erleiden.

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© APA/Emashines
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Laut den Experten des Infodienstes "Outlook aktuell" des deutschen Fachverlags für Computerwissen ist, wenn bei hohen Temperaturen die Lüftungsschlitze des Rechners durch Staub verstopft sind, der Kollaps des Geräts vorprogrammiert.

Automatischer Schutz bei neuen CPUs
Wird es zu heiß, schalten moderne Prozessoren ab. "Der Rechner ist dann vorübergehend tot. Ältere CPUs (Central Processing Units, Anm.) geben den Geist unwiederbringlich auf", berichtete der Informationsdienst. Übersteht der Computer den Hitzeschock, hat er trotzdem einen Schaden: "Die vielen Bauteile auf der Grundplatine altern vorzeitig, besonders Kondensatoren."

Zur Kühlung sollte man den Gehäusedeckel aber nicht entfernen. "Das bringt die interne Luftzirkulation völlig durcheinander, Bauteile werden nicht mehr ausreichend vom Luftstrom erreicht und zu heiß", so die Experten. Besser sei es, den PC innen mit einem weichen Pinsel vom Staub zu befreien und die Lüftungsschlitze zu säubern.

Richtige Platzierung ist entscheidend
Bei hohen Temperaturen sollte man Notebooks nicht einfach auf einer Tischplatte, dem Teppich oder der Couch abstellen. Ehe die Festplatte wegen Überhitzung nicht mehr korrekt arbeitet, sollte man das Gerät zwei bis drei Zentimeter höher stellen oder spezielle Notebook-Ständer mit eingebauten Ventilatoren verwenden, so "Outlook aktuell". Festplatten erreichen nämlich schon im Normalbetrieb Oberflächentemperaturen von bis zu 70 Grad Celsius. Bei modernen Laptops besteht aber meist die Möglichkeit, stromsparende und weniger Hitze produzierende Betriebsmodi zu wählen.

Hier nachlesen: So schützen Sie den Computer vor Überhitzung


Probleme bei Netzgeräten
Ein weiterer Problembereich seien die Netzgeräte tragbarer Rechner: Voll in Kunststoff gegossen, produzieren sie enorme Wärme. "Kommt dann noch Hitze von außen hinzu, braucht man sich nicht zu wundern, wenn es keinen Strom mehr liefert."

Bei Gewitter empfehlen die Computerfachleute: Alle Stecker raus, auch Internetanschluss und Antennenkabel. Selbst ein entfernter Blitzschlag könne als Überspannung im Stromnetz im PC ankommen und die Elektronik zerstören.

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