So gut ist das MateBook X Pro

Huaweis neuer MacBook-Killer im Test

05.07.2018

Brandneues Notebook mit Top-Ausstattung, randlosem Display und cooler „James-Bond“-Kamera.

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Kurz nachdem Huawei  seinen iPad-Gegner MediaPad M5  in den Handel gebracht hat, startet nun auch die zweite Neuheit, die der chinesische Elektronikriese auf dem Mobile World Congress 2018 vorgestellt hat, in Österreich. Seit Donnerstag (5. Juli) ist das MateBook X Pro  in Österreich erhältlich. Wir konnten den MacBook-Herausforder in den vergangenen 10 Tagen bereits ausgiebig testen. Wie er sich dabei geschlagen hat, lesen Sie in den folgenden Absätzen.

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Das fast randlose Display nimmt 91% der Vorderseite ein.

Verarbeitung, Design und „Spy-Kamera“

Schon nach dem Auspacken fällt auf, dass man es hier mit einem hochwertigen Notebook zu tun hat. Hier trifft viel Metall auf ein reduziertes Design, abgerundete Kanten, ein sehr dünnes Gehäuse und eine hochwertige Verarbeitung. Das Display ist fast völlig randlos und macht das MateBook X Pro zu einem echten Hingucker. Zum Vergleich: Während der Bildschirm bei Apples MacBook Pro nur 80% der Vorderseite einnimmt, sind es hier stolze 91%. Auch die Oberfläche rund um die Tastatur, die über beleuchtete Tasten verfügt, fühlt sich gut an. Die hervorragende Bedienung wird durch das extrem flotte, sehr sensible und große Touchpad sowie dem schnell reagierenden Touchscreen unterstrichen. Lediglich der kurze Tastenhub könnte dem einen oder anderen Vielschreiber Probleme bereiten. Die Eingabe wird nach längerer Zeit etwas mühsam. Ein echtes Highlight versteckt sich in der oberen Leiste der Tastatur. Konkret handelt es sich dabei um eine Pop-Up Kamera. Sie ist in der Tastatur versenkt und kommt nur nach einem Fingerdruck auf die Taste mit dem Kamerasymbol zum Vorschein. Sie ist also nur in Betrieb, wenn der Nutzer das auch will. Nachdem es in den vergangenen Jahren immer wieder erfolgreiche Hacker-Attacken gab, bei denen die Angreifer auf die Webcams von Laptops zugegriffen haben, ist das für das persönliche Sicherheitsgefühl äußerst vorteilhaft. Eine weitere praktische Neuheit ist der runde Power-Knopf, in dem zeitgleich ein Fingerabdrucksensor steckt. In unserem Test funktionierte dieser sehr zuverlässig und äußerst flott.

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Spionage-Schutz: Die Kamera kommt erst nach Tastendruck zum Vorschein.

Display und Performance

Technisch lässt Huawei ebenfalls nichts anbrennen. Das hochauflösende 13,9-Zoll 3K-Display (3000 x 2000 Pixel) im 3:2 Format glänzt mit einer brillanten Darstellungsqualität, satten Kontrasten und einer guten Helligkeit. Der Core i5-Prozessor (8250U) sorgt in Kombination mit den 8 GB RAM für eine ordentliche Rechenleistung. Dank der Nvidia GeForce MX150 GPU (2GB GDDR5) laufen selbst ressourcenintensive Grafikanwendungen völlig problemlos, auf Büroprogramme trifft das ohnehin zu. Darüber hinaus konnte das MateBook X Pro im Test auch mit seiner Laufzeit überzeugen. Im Normalbetrieb hielt das Notebook gute 10 Stunden mit einer Akkuladung durch. Huawei verspricht zwar 12 Stunden Laufzeit, dennoch kann sich das Testergebnis sehen lassen. Im Betrieb ist das Notebook sehr leise, was beim Arbeiten äußerst angenehm ist. Weitere Pluspunkte sammelte das Gerät mit seiner flotten 256 GB SSD,  dem schnellen WLAN und dem Multifunktions-Adapter. Letzterer unterstützt die von Smartphones bekannte Schnellladefunktion per USB-C, sodass Anwender ein Ladegerät für beide Geräte nutzen können. Auch ein Thunderbolt-, ein USB A 3.0 und ein Kopfhörer-Anschluss (3,5mm) sind verbaut. Einen SD-Kartenleser konnte Huawei im schlanken Gehäuse hingegen nicht mehr unterbringen.

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Seite mit mehreren Anschlüssen; Power-Knopf mit integriertem Fingerabdrucksensor.

Software und Sound

Als Betriebssystem ist Windows 10 Home vorinstalliert. Damit sind auch alle bekannten Microsoft-Programme verfügbar. Zudem bieten die Chinesen einige eigene Anwendungen an. Besonders hervorzuheben ist dabei Huawei Share. Über diese Funktion können Fotos und Dateien kabellos, aber dennoch sehr schnell von anderen Huawei Geräten übertragen werden – 1.000 Fotos innerhalb von 3 Minuten und 1 GB an Videos in 1 Minute. Beim Sound will das MateBook X Pro dem MediaPad M5 natürlich nicht nachstehen. Im Notebook ist ein Dolby Atmos Sound System mit eigens dafür entwickelten Quad-Lautsprechern verbaut. Und das Ergebnis kann sich hören lassen. Für einen so dünnen Laptop ist die Klangqualität wirklich gut.

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Das MateBook X Pro ist 30,4 x 21,7 x 1,46 cm groß 1,33 kg leicht.

Fazit

Mit dem neuen MateBook X Pro hat Huawei ein äußerst gutes Notebook entwickelt. Bei den Haupteigenschaften wie Performance, Display, Verarbeitung, Akkulaufzeit und Konnektivität gibt es nichts zu bekritteln. In Kombination mit der vorinstallierten Software und den eigenständigen Zusatzfeatures (Pup-up-Kamera, Power-Button mit Fingerabdrucksensor, randloses Display) ergibt sich ein äußerst schlüssiges Gesamtpaket. Bis auf den etwas kurzen Tastenhub, der jedoch Geschmackssache ist, konnten wir keine Schwachstelle aufspüren. Und aufgrund der wirklichen Top-Ausstattung geht auch der Preis von 1.499 Euro voll in Ordnung. Mit dem neuen MateBook X Pro dürfte Huawei also nicht nur anderen hochwertigen Windows-10-Notebooks, sondern auch Apple einige Marktanteile abjagen. In Österreich ist das Notebook seit Donnerstag (5. Juli) in der Farbe Space Gray verfügbar.

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