Sicherheitshalber
Microsoft lädt Experten zu Attacken auf Windows Vista ein
08.08.2006
Microsoft hat 3.000 Teilnehmer einer Konferenz über Computersicherheit aufgefordert, die jüngste Beta-Version von Windows Vista auf mögliche Probleme zu untersuchen.
Der für Sicherheitsfragen zuständige Manager Andrew Cushman führte auf der Blackhat-Konferenz in Las Vegas aus, welche Schritte der Software-Marktführer ergriffen hat, um Computer mit Windows Vista vor Angriffen zu schützen. Die Konferenzteilnehmer erhielten eine DVD mit der aktuellen Entwicklungsversion des Betriebssystems.
Sicherheitsexperten würdigten das Vorgehen von Microsoft als mutigen Schritt. "Sie begeben sich direkt in die Höhle des Löwen" , sagte der Technikchef der Verschlüsselungsfirma PGP, Jon Callas. "Sie gehen zu den Leuten, von denen sie niemand mag, die hässliche Dinge sagen und den Ansporn haben, das herauszufinden, was nicht in Ordnung ist."
In Österreich würden laut Klaus Kleestorfer, Sicherheitsspezialist von Capgemini Consulting, rund fünf Prozent des IT-Budgets für Sicherheit ausgegeben. Die Investitionen müssten aber auf einem Risikomodell beruhen. "Security wird viel zu sehr als technische Herausforderung gesehen. Auch in Zeiten von steigenden Budgets ist es daher wichtig, den Kosten für Informationssicherheit die kalkulatorischen Risiken gegenüberzustellen und basierend darauf die Entscheidungen zu treffen, wie und ob gegen diese Bedrohungen vorzugehen ist. Man braucht sich nicht vor allem schützen", gab sich Kleestorfer überzeugt.