Motorola, Samsung & LG

Das können die neuen Android-Smartwatches

26.06.2014


Dank Android Wear könnten sich die Geräte nun wirklich durchsetzen.

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© Reuters
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Zwar gibt es mittlerweile auch hierzulande diverse Computer-Uhren zu kaufen, doch richtig durchsetzen konnten sich die Smartwatches bisher nicht. Doch das könnte sich nun ändern. Google hat nämlich zum Auftakt seiner Entwicklerkonferenz I/O zahlreiche Neuheiten präsentiert (wir berichteten live ). Ein absolutes Highlight war dabei die Vorstellung der finalen Version des neuen Betriebssystems Android Wear, das in Zukunft auf zahlreichen Smartwatches zum Einsatz kommen wird. Mit der Samsung Gear Live, der LG G Watch und der Moto 360 (Motorola) wurden auch gleich drei passende Geräte vorgestellt. LG und Samsung verkaufen ihre Neulinge bereits, die Smartwatch von Motorola startet im Juli. Damit kommt Google seinem Erzrivalen Apple einmal mehr zuvor. Denn die iWatch wird mit großer Wahrscheinlichkeit „erst“ im Oktober starten.

Mit Android Wear werden die Uhren tatsächlich brauchbar. Darüber hinaus unterstützt das Betriebssystem erstmals auch ein rundes Display – siehe die Moto 360. Deshalb werden die Smartwatches nun auch für jene Nutzer interessant, die partout keine eckige Uhr tragen wollen. Darüber hinaus müssen alle Android Wear Geräte bestimmte Vorgaben erfüllen (IP67- Zertifizierung: wasserdicht, staubgeschützt, etc.)

Zahlreiche praktische Funktionen
Wer eine Smartwatch trägt, muss in Zukunft sein Smartphone deutlich seltener aus der Tasche ziehen. Denn die Uhren zeigen u.a. Benachrichtigen zu anstehenden Terminen oder die Bordkarte fürs Flugzeug an. Und via Bluetooth-Verbindung zur Uhr weiß das Smartphone, dass es gerade der richtige Nutzer in der Hand hält - und fragt keinen Passcode beim Entsperren des Bildschirms ab. Darüber hinaus kommt auch die Karten-App Google Maps auf die Geräte. Damit kann man sich übers Handgelenk zum gewünschten Ziel navigieren lassen. Das ist vor allem in fremden Städten ein großer Vorteil. Da Google in Android Wear auch die Spracheingabe integriert hat, kann man sich auch das tippen am relativ kleinen Touchscreen ersparen. Mit den Worten „Ok Google“ beispielsweise können Flugzeiten oder Sportergebnisse abgefragt, Taxis bestellt, Nachrichten versendet, Restaurantreservierungen vorgenommen oder der Alarm eingestellt werden. Viele unterschiedliche Android Apps sind mit Gear Live kompatibel und  halten den Nutzer immer und überall up to date – sei es über neue Posts und Updates von Social-Apps, über Chats beliebter Messaging-Apps oder über Push-Benachrichtigungen von Shopping-, News- oder Foto-Apps. Auf der Keynote wurde als Beispiel auch eine Koch-App vorgeführt. Mit dieser kommen das gewünschte Rezept, die Zutatenliste und die erforderlichen Kochschritte direkt aufs Handgelenk. Und natürlich werden auch zahlreiche Fitness-Anwendungen unterstützt, die den Usern dabei helfen sollen, ihren Gesundheitszustand oder Trainingsfortschritte im Blick zu haben. Und das alles, ohne dass man das Smartphone auch nur berühren muss.

Bei der ganzen Euphorie darf jedoch nicht vergessen werden, dass auch die neuen Smartwatches ohne Smartphone-Anbindung nicht viel mehr können, als die Uhrzeit anzuzeigen.

Gear Live und G Watch
LG und Samsung verkaufen ihre Uhren ab sofort im amerikanischen Play Store. In Kürze werden sie aber auch bei uns erhältlich sein. Euro-Preise wurden noch nicht verraten, die Computer-Uhren sollen dem Vernehmen nach aber weniger als 200 Euro kosten. Die G Watch setzt auf ein 1.65-Zoll IPS Display (280 x 280 Px), einen Qualcomm Snapdragon 400 Prozessor, der mit 1.2 GHz. getaktet ist und kann mit jedem gängigen 22 mm-Uhrenband am Markt verwendet werden. 512 MB RAM und 4 GB Flash-Speicher sind ebenfalls mit an Bord. Weiters ist die G Watch in zwei Farbvarianten erhältlich: Black Titan und White Gold.

Samsung vertraut bei der Gear Live auf ein 1,63-Zoll großes Super AMOLED Display (320 x 320 Px). Als Antrieb kommt auch hier ein 1,2 GHz-Prozessor zum Einsatz, der auf 512 MB RAM zurückgreifen kann. Der interne Speicher beträgt 4 GB. Zusätzlich gibt es einen Herzfrequenzsensor. Auch hier passen alle 22 Millimeter-Armbänder. Die Smartwatch lässt sich mit jedem Android-Gerät ab Betriebssystemversion Android 4.3 verbinden.

Fotos von der Google I/O Keynote 2014

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