Internet-Attacken

Online-Banking wird immer unsicherer

23.09.2006

Das Auftreten von Malware im Online-Banking-Bereich hat seit Anfang vergangenen Jahres stark zugenommen.

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Zwischen Januar und August dieses Jahres konnten bereits 3.086 neue Trojaner im Online-Banking-Bereich registriert werden, wie eine Studie des Sicherheits-Experten Panda Software ergab. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnten die Spezialisten ein Plus von über 25 Prozent ausmachen. Pro Monat werden derzeit rund 200 neue Exemplare in Umlauf gebracht.

Neue Tricks und Kniffe
Um die Banking-Trojaner noch effektiver einsetzen zu können, entwickeln Programmierer immer wieder neue Verbreitungsmethoden und Funktionalitäten. So tauchte mit dem sogenannten Banbra.DCY etwa ein Trojaner auf, der Zugangscodes sogar von virtuellen Tastaturen auf dem Bildschirm des Users kopierten und in einer Video-Datei speichern konnte.

Tausende Seiten mit Passwörtern
In einem anderen Fall, dem Trojaner Briz, betrug die erbeutete Datenmenge 2.033 Dateien oder 70,6 Megabyte. Die Menge an Text-Dateien entspricht ungefähr 62.000 gedruckten Seiten mit gestohlenen Passwörtern und Bankdaten.

Schaden schwer abschätzbar
"Der tatsächliche Schaden, der durch derartige Trojaner-Angriffe entsteht, ist schwer abschätzbar, da Banken diese Informationen verständlicherweise nicht gerne preisgeben", erklärt Margarita Mitroussi, Unternehmenssprecherin von Panda Software, im Gespräch mit pressetext."

Schutz gegen organisiertes Verbrechen
Als gesicherte Tatsache gilt allerdings, dass die Entwicklung immer mehr hin zu perfekt organisierten Verbrechergruppen geht. Die Hacker nutzen diese Daten folglich nicht mehr selbst, sondern bieten diese abgesicherten Foren zum Kauf an", so Mitroussi. Angesichts der zunehmenden sozialen Fähigkeiten neuer Trojanerbedrohungen, fordern Sicherheitsexperten neben den obligatorischen Schutzprogrammen auch eine besondere Vorsicht der Anwender ein.

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