Kann jeden Treffen

Achtung: WhatsApp sperrt immer mehr Nutzer

13.11.2019

Für eine lebenslange Sperre reicht es aus, im falschen Gruppenchat zu sein.

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© APA/AFP (Montage)
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Für viele ist WhatsApp  aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Über den zu Facebook gehörenden Messenger-Dienst wird mit Freunden, Arbeitskollegen, Schulkameraden, Familienmitgliedern, etc. kommuniziert. Wenn man WhatsApp plötzlich nicht mehr nutzen kann, kann das zu ziemlich großen Problemen bzw. Einschränkungen führen. Doch genau das ist vielen Nutzer in letzter Zeit passiert.

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Betroffene sind sich keiner Schuld bewusst

So mehren sich in diversen Foren Beschwerden von WhatsApp-Nutzern, die vom Messenger-Dienst gesperrt wurden. Zudem gingen auch bei WABetaInfo zahlreiche Meldungen von Nutzern ein, deren Konten plötzlich nicht mehr funktionieren. Aus ihrer Sicht noch dazu ohne jeglichen Grund. Doch Letzteres ist offenbar nicht der Fall. Denn, wie berichtet , hat WhatsApp extrem strenge Nutzungsbedingungen. Da kann schon ein lustig gemeinter Chatname dazu führen, dass man gesperrt wird. Zu solchen „Spaßbezeichnungen“ dürfte es in den letzten Wochen vermehrt gekommen sein. Besonders prekär: Man kann auch gesperrt werden, wenn man einen normalen Namen verwendet. Es reicht aus, dass ein „Spaßvogel“ am selben Gruppenchat teilnimmt.

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WhatsApp sperrt Konten aller Chatmitglieder

Bei WABetaInfo heißt es, dass WhatsApp zuletzt gleich mehrere Mitglieder eines Gruppenchats gesperrt hat, weil der Chatname eines Teilnehmers gegen die Regeln des Messenger-Dienstes verstoßen habe. Einige gesperrte User dürften aber schnell realisiert haben, weshalb sie gesperrt wurden. So gibt es ein Redditforum, in dem betroffene WhatsApp-Nutzer die Vorgänge schildern. Ein User war laut eigenen Angaben in einem Chat, in dem ein weiterer Teilnehmer seinen Namen in „child prn“ (steht für Kinderporno) geändert hat. WhatsApp kannte keine Gnade und sperrte die Konten aller Mitglieder der Chatgruppe. Auf Reddit wurden noch weitere solcher Fälle dokumentiert. 

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Sperre gilt für immer

Laut dem Bericht erfolgte die Sperrung automatisch. WhatsApp schloss dabei nicht nur die Gruppe, sondern sperrte auch gleich noch die Konten des Administrators und aller Teilnehmer. Für die ehemaligen WhatsApp-Nutzer gibt es noch eine echte Hiobsbotschaft. Denn die Sperrung des eigenen Accounts lässt sich offenbar nicht rückgängig machen. Die Betroffenen können nicht einmal Widerspruch einlegen. Nur wer eine neue Handy-Nummer verwendet, kann sich wieder bei WhatsApp anmelden. Die bisherigen Chats, Fotos, Videos, etc. sind aber auch in diesem Fall verloren. Bei pornografischen oder gewaltverherrlichenden Namen kennt der Messenger-Dienst also keine Gnade.

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Neue Funktion aus diesem Grund?

Diese drastischen Maßnahmen könnten auch ein Grund dafür sein, dass WhatsApp unlängst endlich jene Funktion freigeschaltet hat, mit der es möglich ist, dass die Nutzer bestimmen können, ob sie von jedem Kontakt zu einer Gruppe hinzugefügt werden können oder nicht . Aufgrund der aktuellen Häufung von Kontosperren, sollte man sich eher für Letzteres entscheiden.

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