Schmerz-Drama
Tom Kaulitz leidet unter heftigen Cluster-Kopfschmerzen
02.04.2026Tokio-Hotel-Star Tom Kaulitz kämpft wieder gegen extrem fiese Cluster-Kopfschmerzen. Nach über einem Jahr Pause sind die heftigen Attacken zurück und setzen dem 36-Jährigen ordentlich zu.
Der Musiker sprach offen in seinem Podcast "Kaulitz Hills – Senf aus Hollywood" über seinen aktuellen Zustand. "Leider bin ich in meiner Clusterkopfschmerz-Periode angekommen. Ich hatte jetzt über ein Jahr Pause und es ist zurück in voller Breitseite", sagt Tom. Er schilderte seinem Zwillingsbruder Bill eine kürzlich erlittene Attacke, die sich wie "Stufe zehn" anfühlte. "Ich habe wirklich für eineinhalb Stunden gedacht, ich würde mir am liebsten den Kopf abhacken", sagt Tom.
Die tatsächliche Ursache für diese extremen Schmerzen ist medizinisch noch nicht vollständig geklärt. Fest steht jedoch, dass sich Blutgefäße hinter dem Auge entzünden. Diese schwellen an und drücken auf die umliegenden Nerven, was die massiven Schübe auslöst. Als bekannte Faktoren für eine solche Attacke gelten Alkohol – oft reichen schon kleinste Mengen – sowie blendendes Licht. Meistens treten die Symptome jedoch völlig spontan auf. Die Diagnose erfolgt in der Regel durch eine Patientenbefragung beim Arzt, ähnlich wie bei Migräne.
Schmerz wie glühende Messer
Die Betroffenen beschreiben den Schmerz oft als brennend und zerstörend, wie "ein glühendes Messer, das ins Auge gestochen wird". Eine Attacke kann zwischen 15 und 180 Minuten dauern und bis zu achtmal am Tag vorkommen. Begleitet wird das Ganze oft von geröteten Augen, einer laufenden Nase oder geschwollenen Augenlidern. Neben der körperlichen Qual leiden viele Patienten unter einer starken inneren Unruhe und in der Folge oft unter Depressionen, Angst oder sozialer Isolation.
Hilfe durch gezielte Therapien
Herkömmliche Tabletten wie Aspirin oder Ibuprofen helfen bei diesen speziellen Schmerzen normalerweise nicht. Eine wirksame Hilfe ist hingegen die Inhalation von reinem Sauerstoff oder die Injektion des Wirkstoffs Sumatriptan unter die Haut. Auch Nasensprays mit Lidocain können die Entzündung stoppen. Zur Vorbeugung wird oft ein Herzmittel namens Verapamil eingesetzt, das die Erregungsleitung der Nervenzellen hemmt. In schweren Fällen können sogar Elektroden am Hinterkopf implantiert werden, um die Schmerzimpulse durch Strom zu unterdrücken.