Hollywood-Memoiren

Drama um Weltstar: Liza Minnelli schreibt über ihren tiefsten Absturz

11.03.2026

Sie ist eine Legende, doch hinter dem Glanz von Hollywood verbarg sich jahrelang ein tiefer Abgrund. In ihren neuen Memoiren spricht Weltstar Liza Minnelli nun schonungslos über ihren schlimmsten Absturz und den harten Kampf gegen die Drogensucht. Ein Buch, das unter die Haut geht. 

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Am 11. März erscheint das lang erwartete Buch "Liza – Kids, Wait Till You Hear This!" im Heyne Verlag. Auch in den österreichischen Buchläden wird das Werk für Aufsehen sorgen, denn die 79-jährige Oscarpreisträgerin Liza Minnelli lässt darin keine Details aus. Besonders ein Vorfall aus dem Jahr 2003 schockiert: Nach der Trennung von ihrem Ehemann David Gest suchte sie Zuflucht im Alkohol und landete schließlich hilflos auf der Lexington Avenue in New York.

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Stundenlang auf dem Gehweg

Die Sängerin beschreibt ihren tiefsten Absturz extrem bildhaft. "Ich war viel betrunkener, als ich dachte, und stolperte ziellos die Lexington Avenue entlang", erinnert sich Minnelli. Schließlich sackte sie zusammen: "Fast zwei Stunden lag ich dort. Hunderte von Menschen stiegen in der Zeit über mich hinweg oder gingen um mich herum." Zuvor hatte sie in einer Bar getrunken, wo man ihr trotz bekannter Probleme bereitwillig Nachschub servierte.

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Trauriges Erbe der Mutter

In ihren Memoiren zieht Liza Minnelli auch eine traurige Parallele zu ihrer Mutter Judy Garland. Die Sucht sei ein "genetisches Erbe", dem sie kaum entkommen konnte. Angefangen habe alles mit einer Valium-Tablette nach dem Tod ihrer Mutter: "Aber das Valium hat etwas Grauenhaftes in mir in Gang gesetzt, wie ein Streichholz, das einen Flächenbrand auslöst." Es folgten Jahre voller Abhängigkeit von Kokain, Amphetaminen und Alkohol, die sie als "Krücken" bezeichnet.7

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Sieg über die Dämonen

Trotz der dunklen Vergangenheit möchte der Star heute vor allem Hoffnung verbreiten. Seit dem Vorfall 2003 lebt sie abstinent vom Alkohol, und seit elf Jahren hat sie auch die anderen Süchte im Griff. "Zum ersten Mal heißt es zwischen mir und der Sucht unentschieden, ich halte sie in Schach", schreibt sie stolz. Ihr Appell an die Leser: Man solle Abhängige nicht verurteilen, da sie oft nur mit inneren Dämonen kämpfen würden.